Der Frei­tag­abend stand im neu­en Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum JAM an der Blei­che ganz im Zei­chen ver­zerr­ter Gitarrenakkorde.
Bel­la Wreck aus Ber­lin und die Brain Lickers aus Mep­pen lie­fer­ten dem Publi­kum eine sehens- und hörens­wer­te Rock­show. Um 21 Uhr mach­ten die Brain Lickers den Anfang auf der Büh­ne im Kon­zert­raum des JAM und sorg­ten für einen unter­halt­sa­men Auf­tritt. Sei­nen Höhe­punkt fand das Set des Mep­pe­ner Quar­tetts mit der abschlie­ßen­den Cover­ver­si­on des Rose Tat­too Klas­si­kers „Nice Boys“, bei dem sich die Band gesang­li­che Unter­stüt­zung aus dem Publi­kum auf die Büh­ne hol­te. (Text und Bil­der: Bernd Fischer)

Wäh­rend die Brain Lickers musi­ka­lisch für eine lau­te und bra­chia­le Punk­rock­va­ri­an­te stan­den, lie­fer­ten Bel­la Wreck im Anschluss eher die hüft­schwin­gen­de Ver­si­on des Sounds. Die Ber­li­ner um den aus­tra­li­schen Front­mann Dave Tho­mas spiel­ten eine exzel­len­te Show, die gekonnt Ele­men­te aus Punk­rock und Sieb­zi­ger-Rock ver­band. Freun­de von Bands wie bei­spiels­wei­se den Hel­la­cop­ters hat­ten ihre Freu­de an Bel­la Wreck, die am Ende der Show zudem mit einem ein­ge­streu­ten Cover­song der Klas­si­ker­band The Wipers aus Port­land Stil bewiesen.

Das Team des Jam nutz­te bei der Show wei­ter­hin die fle­xi­blen Mög­lich­kei­ten der neu­en Räum­lich­kei­ten aus. Dies­mal wur­de zum ers­ten Mal der Kon­zert­raum vom Café abge­trennt und unter Live­be­din­gun­gen getes­tet, wobei sich Akus­tik und Licht­show als her­vor­ra­gend erwie­sen. Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck war zufrie­den mit den Publi­kums­zah­len, auch wenn die räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten noch Platz für mehr Besu­cher her­ge­ge­ben hätten.

Die nächs­te Ver­an­stal­tung an der Blei­che wird der „Slam am Jam“ am Sams­tag, 17. Juni. Die­ser Out­door-Poe­try-Slam wird die bis­he­ri­ge Ver­an­stal­tung „Rede­fluss“ ablö­sen, da das Gelän­de am Pünt­kers Patt nicht mehr für Ver­an­stal­tun­gen zur Ver­fü­gung steht. Das Jam-Team plant beim „Slam am JAM“ den attrak­ti­ven Außen­be­reich des neu­en Gebäu­des zu nut­zen und damit eine tol­le Alter­na­ti­ve zum alten Stand­ort zu schaf­fen. Die Ver­an­stal­tung wird wie schon am Pünt­kers Patt umsonst und drau­ßen stattfinden.