Das Jugend­jazz­or­ches­ter “Wind Machi­ne” beschließt sein Arbeits­jahr 2017 unter dem Mot­to „Kon­tras­te“ mit der Herbst-Arbeits­pha­se im Jugend- und Kul­tur­gäs­te­haus „Kop­pel­schleu­se“ in Mep­pen. Von Frei­tag, 6. Okto­ber, bis Don­ners­tag, 11. Okto­ber, erschal­len dort vir­tuo­se Saxo­phon­li­ni­en, grif­fi­ge Trom­pe­ten­riffs, krib­beln­de Posau­nen­ak­kor­de sowie mit­rei­ßen­de Swing-, Bebop- und Funk-Rhyth­men. Nach Tagen der Sec­tion- und Tut­ti-Pro­ben geht es auf die Kon­zert­büh­ne, so auch am Don­ners­tag, 12. Okto­ber um 19:00 Uhr bei uns im JAM! Der Ein­tritt ist frei, am Ende der Ver­an­stal­tung wird um eine Spen­de für die Jugend­ar­beit des Lan­des­mu­sik­rats Nie­der­sach­sen e.V. gebeten.

Wind Machi­ne“, das Jugend­jazz­or­ches­ter Nie­der­sach­sen, ver­sam­melt die bes­ten Jazz­nach­wuchs­künst­ler des Lan­des. Nach wie vor ist ein Mar­ken­zei­chen der natur­be­las­se­ne, akus­ti­sche, unver­stärk­te, sehr bewusst und für­sorg­lich gestal­te­te Sound, der die Jazz­band stark in die Nähe sin­fo­ni­scher Klang­wel­ten bringt.
Das 2017er Mot­to „Kon­tras­te“ wird vital und viel­schich­tig aus­ge­stal­tet und bil­det für die jugend­li­chen Akteu­re Her­aus­for­de­rung, Ani­ma­ti­on und Betätigungsfeld zugleich. Die Zuhö­rer freu­en sich auf kraft­vol­le und flüs­tern­de Pas­sa­gen, swin­gen­de und rocki­ge Stre­cken, rasan­te und schlei­chen­de Bestand­tei­le, solis­ti­sche und orches­tra­le State­ments, diver­gie­ren­de Klang­far­ben,  Durch­kom­po­nier­tes und Impro­vi­sier­tes; Fest­ge­leg­tes trifft auf Spon­tan-Inter­ak­ti­ves, „old fashio­ned“ auf „con­tem­pora­ry“.

Zuletzt hat­te das Jugend­jazz­or­ches­ter Nie­der­sach­sen 2016/2017 in sei­nem Pro­jekt „Two Tri­bes. One Spi­rit.“ mit Strei­chern und den klas­si­schen Solis­ten Ragna Schir­mer (Kla­vier) und Oli­ver Mas­ca­ren­has (Vio­lon­cel­lo), zusam­men gear­bei­tet. Die hal­be Hun­dert­schaft mach­te ein hal­bes Jahr lang Furo­re, unter ande­rem in so gro­ßen Klas­sik­tem­peln wie der Rudolf-Oet­ker-Hal­le Bie­le­feld, der „Glo­cke“ in Bre­men und dem Gro­ßen Sen­de­saal des Lan­des­funk­hau­ses Nie­der­sach­sen in Han­no­ver (mit NDR-Live­mit­schnitt und
Radioausstrahlung).
Die knapp 30 Inter­pre­ten zwi­schen 15 und 25 Jah­ren wer­den an anspruchs­volls­te und kom­ple­xes­te Jazz­or­ches­ter-Kom­po­si­tio­nen her­an­ge­führt, die in beson­de­rem Maße dyna­mi­sche, klangliche,
phra­sie­rungs­tech­ni­sche und arti­ku­la­to­ri­sche Fein­hei­ten auf­wei­sen. Die Mit­glie­der des Orches­ters wer­den all­jähr­lich recht auf­wän­dig im Rah­men eines zwei­tä­gi­gen inten­si­ven Work­shops aus­ge­wählt. Sie müs­sen Noten­fes­tig­keit, sti­lis­ti­sches Gespür, Impro­vi­sa­ti­ons­ver­mö­gen und Ein­glie­de­rungs­ta­lent in die Grup­pe unter Beweis stellen.

In mitt­ler­wei­le 28 Jah­ren Orches­ter­ge­schich­te haben rund 260 jun­ge Talen­te im Ensem­ble mit­ge­spielt, 60 Arbeits­pha­sen absol­viert und 360 Kon­zer­te gege­ben. Höhe­punk­te waren Tour­ne­en in die USA, vier Mal nach Russ­land, in die Bal­kan­län­der, nach Frank­reich, Däne­mark und Chi­na sowie Auf­trit­te bei bedeu­ten­den Fest­ak­ten (wie z.B. „50 Jah­re Deut­scher Sport­bund“, „60 Jah­re Land Nie­der­sach­sen“ oder „Woche der Brü­der­lich­keit der Christ­lich-Jüdi­schen Zusam­men­ar­beit“) und nam­haf­ten Jazz­fes­ti­vals wie „Jazz­Wo­che Han­no­ver“ und „Jazz in den Minis­ter­gär­ten Berlin“.
Ein Schwer­punkt des Pro­gramms liegt neben tra­di­tio­nel­len und avant­gar­dis­ti­schen Mei­len­stei­nen der Big­band-Geschich­te (Count Basie, Bill Hol­man, Sam­my Nes­ti­co, Duke Elling­ton, Thad Jones, Bob Mint­zer, Don Sebes­ky, Nel­son Ridd­le) auf Kom­po­si­tio­nen nie­der­säch­si­scher Auto­ren, dar­un­ter vie­le ehe­ma­li­ge (und auch aktu­el­le) Mit­glie­der des Orches­ters wie Jür­gen Fried­rich, David Grott­schrei­ber, Niels Klein, Ste­fan Schult­ze und Bern­hard Mergner.
„Wind Machi­ne“ steht unter der Schirm­herr­schaft des Nie­der­säch­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ste­phan Weil und genießt Unter­stüt­zung durch die NDR Musik­för­de­rung in Nie­der­sach­sen und die Stif­tung Braun­schwei­gi­scher Kul­tur­be­sitz. Das Orches­ter wur­de 1989 vom Lan­des­mu­sik­rat Nie­der­sach­sen e.V. gegrün­det, der insti­tu­tio­nell vom Land Nie­der­sach­sen, Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kul­tur, geför­dert wird.

Die aktu­el­le Beset­zung umfasst Mit­glie­der im Alter zwi­schen 15 und 25 Jahren:
Saxo­pho­ne: Emi­lia Arens (Han­no­ver), Moritz Aring (Cel­le), Jonas Lenz (Bücke­burg), Yvon­ne Schwitalla
(Han­no­ver), Kali­ne Steg (Garb­sen);
Trom­pe­ten: Johan­nes Knoll (Bad Salz­det­furth), Hau­ke Rüter (Nordstem­men), Mar­tin Sau­er (Wal­len­horst),
Micha­el Schuh (Mainz, als Gast), Marie­ke Zies­mann (Ham­büh­ren);
Posau­nen: Ken Dom­brow­ski (Bie­nen­büt­tel), Tobi­as Metz­ger (Bad Sach­sa), Las­se Rich­ter (Bad
Fal­ling­bos­tel), Len­nard Stün­kel (Han­no­ver), Ben-Mat­t­his Wro­blew­ski (Ame­ling­hau­sen);
Gitar­re: Bjar­ne Sitz­mann (Olden­burg), Manu­el Wil­ker (Wal­len­horst);
Kla­vier: Vic­tor Lin­de­cke (Han­no­ver);
Bass: Valen­tin Kol­len­da (Sta­de), Johan­nes Fri­cke (Nort­heim);
Schlagzeug/Percussion: Ole Rüter (Nordstem­men);
Vibra­phon: Johan­nes Claas­sen (Wes­ter­stede);
Gesang: Karen Erich­sen (Olden­burg);
Diri­gent: Andre­as Bark­hoff (Nor­den).