Besucheransturm bei Kindertag am JAM

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fand am JAM und auf dem Frei­bad-Gelän­de ein gro­ßes Fest zum Welt­kin­der­tag statt. Ein tol­les Mit­mach-Pro­gramm und zahl­rei­che Auf­füh­run­gen, u.a. der  Zir­kus­grup­pe des TPZ, den Spie­lern des ASC Mep­pen Titans, den Cheer­lea­dern des TV Mep­pen, der Musik­schu­len Som­mer und Hugen­berg sowie der Frei­licht­büh­ne Mep­pen begeis­ter­ten die rund 3000 Besu­cher. Vor­be­rei­tet und durch­ge­führt wur­den die Aktio­nen von 40 Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Par­tei­en und der Stadt Mep­pen.

Anmeldungen für JAM-City ab 3.9. möglich

Auch in die­sem Jahr füh­ren wir (zum 16. Mal!) wie­der unse­re Kin­der­spiel­stadt „JAM-City“ durch. Im Zeit­raum vom Mon­tag, 08.10.2019 — Don­ners­tag, 11.10.2019 kön­nen 110 Kin­der der 3.–6. Klas­se erle­ben, was zu einer rich­ti­gen Stadt so alles dazu­ge­hört. In der Sport­hal­le der Paul-Ger­hard-Schu­le Mep­pen kön­nen die Teil­neh­mer Beru­fe ergrei­fen, Geld ver­die­nen und aus­ge­ben sowie einen Stadt­rat samt Bür­ger­meis­ter wäh­len. Ver­an­stal­ter ist die Stadt Mep­pen Jugend­pfle­ge (JAM) in Koope­ra­ti­on mit der Mari­en­haus-Fach­schu­le für Sozi­al­we­sen, Mep­pen. Die Akti­on wird von den Mit­ar­bei­tern der städt. Jugend­pfle­ge (jam-Team), ca. 35 Teamern (ange­hen­de Erzie­her-/in­nen der Mari­en­haus-Schu­le und JAM-Jugend­lei­tern) betreut.

Wer teil­neh­men möch­te, kann sich ab dem 3.9.2019, 8:00 Uhr unter 05931–153436 oder per­sön­lich im JAM, An der Blei­che 3 anmel­den. Die Anmel­dung ist erst ver­bind­lich, wenn die Teil­neh­mer­ge­bühr inner­halb von drei Tagen nach Anmel­dung gezahlt wur­de und die Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung (unten auf die­ser Sei­te) her­un­ter. (Öff­nungs­zei­ten unter www.jam-meppen.de/oeffnungezeiten). Bit­te laden Sie unten auf die­ser Sei­te die Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung­her­un­ter, dru­cken es aus und brin­gen sie mit zur Anmel­dung!

Daten auf einen Blick:

Ort: Sport­hal­le der Paul-Ger­hard-Schu­le

Teil­neh­mer: Mep­pe­ner Kin­der der 3.–6. Klas­se, Aus­nah­me­re­ge­lun­gen im Sin­ne der Inklu­si­on mög­lich, Bera­tung unter Tele­fon 05931–153436

Zeit­raum: Diens­tag, 08.10.2019 — Frei­tag, 11.10.2019

Zei­ten: Diens­tag, Mitt­woch: 10:00 Uhr — 17:00 Uhr, Don­ners­tag: 14:00 Uhr — 23:00 Uhr, auf Wunsch inkl. Über­nach­tung, dann Abho­lung Frei­tag um 09:00 Uhr.

Kos­ten: 35,00 € (1. Kind), 25,00 € (ab 2. Kind in der Fami­lie oder Inha­ber der „Mach­mit-Card“) inkl. Ver­pfle­gung, Mate­ri­al, Betreu­ung.
För­de­rung über das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket des Land­krei­ses Ems­land mög­lich.

Kleinstadtfestival geht in die zweite Runde — Begrenztes Early-Bird-Kontingent verfügbar

Nach dem gro­ßen Erfolg des ers­ten Klein­stadt­fes­ti­vals Ende Juli im Mep­pe­ner Frei­bad haben die Ver­an­stal­ter, das Jugend- und Kul­tur­zen­trum Mep­pen und die „Klein­stadt­kin­der“ ange­kün­digt, das Event im kom­men­den Jahr zu wie­der­ho­len. Statt­fin­den soll das 2. Klein­stadt­fes­ti­val am 1.8.2020 und sicher­lich wie­der meh­re­re tau­send Besu­cher in die Kreis­stadt locken.
„Mit dem Ver­lauf der Erst­aus­ga­be des Fes­ti­vals waren wir äußerst zufrie­den und haben ein durch­weg posi­ti­ves Feed­back von Zuschau­ern und Bands erhal­ten“, resü­miert JAM-Lei­ter Kars­ten Stre­eck.“ „Es war äußerst beein­dru­ckend, was die fast 100 ehren­amt­li­chen Hel­fer da auf die Bei­de gestellt haben“,  so der Jugend­pfle­ger. An der ein oder ande­ren Stell­schrau­be soll noch gedreht und Klei­nig­kei­ten opti­miert wer­den. „Dem Ansturm beim Essens-Ver­kauf sind wir nicht ganz opti­mal gewach­sen gewe­sen“, so Cate­ring-Beauf­trag­ter Lukas Rot­ter und gibt zugleich Ide­en zur Ver­bes­se­rung:  „wir pla­nen meh­re­re Aus­ga­be­stel­len und die Aus­wei­tung des kuli­na­ri­schen Ange­bo­tes“, so der Gas­tro­nom, der sich ehren­amt­lich bei den Klein­stadt­kin­dern enga­giert.

Konn­te in die­sem Jahr schon ein beein­dru­cken­des Band-Lin­eup gebo­ten wer­den, soll in 2020 noch ordent­lich drauf­ge­legt wer­den: „Wir ver­han­deln bereits auf Hoch­tou­ren mit ver­schie­de­nen Agen­tu­ren, um wie­der die bes­ten Liveac­ts nach Mep­pen zu holen“, berich­tet Boo­king-Beauf­trag­ter Jonas Egbers von den Ver­hand­lun­gen. An der Pro­gramm­aus­wahl waren im Vor­feld alle Hel­fer betei­ligt. So konn­te jeder der ehren­amt­lich Mit­wir­ken­den sei­ne Favo­ri­ten für das Linee­up 2020 vor­schla­gen. Aus den Ide­en wird aktu­ell ein Musik­pro­gramm aus natio­na­len, inter­na­tio­na­len und loka­len Acts zusam­men­ge­stellt.

Obwohl noch kei­ne Bands ver­öf­fent­licht wur­den, star­tet am Frei­tag, den 16.8.2019 ab 12 Uhr der Ear­ly-Bird-Ticket­ver­kauf. Für nur 20 € kann man die ers­ten 500 Kar­ten zum Son­der­preis im JAM, bei TIM oder unter www.kleinstadtfestival.de erwer­ben.

Gefühlvolle Frauenpower führt zum Sieg

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend fand der ers­te Mep­pe­ner Song Slam im Jam statt, bei dem Lean­der Karu­so (Osna­brück), Tim Ger­rits (Müns­ter), Kira Hum­men (Bochum), Jone­then Fuchs (Dres­den) und Dalia Häßi­cke (Müns­ter) gegen­ein­an­der antra­ten. Der Mode­ra­tor Jens Kotal­la führ­te das Publi­kum durch den Abend.

Besu­cher der bis­he­ri­gen Poe­try Slams kann­ten das Pro­ze­de­re bereits, denn auch bei dem Song Slam tra­ten die ange­reis­ten Musiker/innen in meh­re­ren Run­den gegen­ein­an­der an. Das Publi­kum konn­te als Jury jeden Auf­tritt mit­hil­fe eines Punk­te­sys­tems bewer­ten und die Musiker/innen mit den meis­ten Punk­ten kamen in die nächs­te Run­de. Obwohl allen Auf­trit­ten kräf­ti­ger Applaus folg­te, bil­de­ten sich bereits nach der ers­ten Run­de Publi­kums­lieb­lin­ge her­aus, die sich dann auch mit Best­punkt­zahl bis ins Fina­le sin­gen konn­ten. So stan­den Kira Hum­men und Dalia Häßi­cke im Fina­le nach zwei Vor­run­den erneut auf der Büh­ne und san­gen um den Sieg.  Auch im Fina­le erhiel­ten bei­de Frau­en die glei­che Anzahl an Punk­ten, sodass sie sich den Sieg am Ende des Abends ver­dien­ter­ma­ßen teil­ten.

Die bei­den Gewin­ne­rin­nen zeig­ten sich am Ende der Ver­an­stal­tung begeis­tert:  „Ich habe mich gefreut, heu­te hier  im JAM in die­sem genia­len Ambi­en­te auf­tre­ten zu dür­fen“, resü­mier­te Dalia Häß­e­ke den Abend. Auch Mode­ra­tor Jens Kotal­la, der zuvor auch schon die Poe­try Slams am JAM mode­riert hat­te und nun das ers­te Mal durch den Song Slam führ­te, beton­te: „Ich hat­te wie­der ein­mal  Spaß an der Ver­an­stal­tung und hof­fe auch eine Fort­set­zung im nächs­ten Jahr“.

Der Song Slam ist also eine Ver­an­stal­tung, die Publi­kum und Musiker/innen glei­cher­ma­ßen Freu­de berei­te­te, und bedarf einer Wie­der­ho­lung.

Streetart statt Schmiererei

Der Skate­park am Bus­bahn­hof erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit. In den Nach­mit­tags- und Abend­stun­den sowie am Wochen­en­de üben und zei­gen etli­che Ska­ter ihre Tricks. Optisch war die Anla­ge zuletzt auf­grund von zahl­rei­chen Schmie­re­rei­en von Unbe­kann­ten lei­der kein Hin­gu­cker mehr – bis jetzt! Im Auf­trag der Stadt Mep­pen hat der Graf­fi­ti-Künst­ler Jan­nes Krüh­sel,  ali­as „AMOB“, die Anla­ge besprüht und so ein klei­nes Kunst­werk geschaf­fen.


Auf das Kon­zept „Stree­tart  statt Schmie­re­rei“ setz­te die Stadt Mep­pen bereits bei der Neu­ge­stal­tung der Fuß­gän­ger­un­ter­füh­rung am Bahn­hof. „Wir haben die Hoff­nung, dass Graf­fi­ti-Kunst von ange­se­he­nen Künst­lern den Van­da­lis­mus ein­schränkt“, sag­te Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein. Der Künst­ler ist gebür­ti­ger Mep­pe­ner und hat bereits an eini­gen Pro­jek­ten zur För­de­rung der Mep­pe­ner Graf­fi­ti-Sze­ne mit­ge­ar­bei­tet. So hat er mit Unter­stüt­zung des Mep­pe­ner Jugend­fonds und des JAM vor eini­gen Jah­ren die Graf­fi­ti-Wand an der B70-Unter­füh­rung am Schul­len­damm initi­iert und damit eine freie und lega­le Mög­lich­keit zum Sprü­hen geschaf­fen.


Krüh­sel, der mitt­ler­wei­le Gra­fik-Design in Düs­sel­dorf stu­diert, konn­te auch für die­ses aktu­el­le Pro­jekt gewon­nen wer­den – und das rein ehren­amt­lich. Fahrt- und Mate­ri­al­kos­ten wur­den ihm erstat­tet. „Ich woll­te die Anla­ge mög­lichst bunt gestal­ten, um dem tris­ten Beton viel Far­be zu ver­lei­hen“,  sag­te der Stu­dent.  Wird beim klas­si­schen Graf­fi­ti in der Regel mit „Out­lines“, den schwar­zen Umran­dun­gen der Zeich­nun­gen, gear­bei­tet, ver­zich­tet Krüh­sel bei die­sem Pro­jekt gleich ganz dar­auf. Die Far­ben und For­men flie­ßen inein­an­der über, die Kon­tu­ren ver­schwin­den. Zwi­schen den For­men sind Buch­sta­ben zu erken­nen. Sie erge­ben den Künst­ler­na­men „AMOB“. „Ich pro­bie­re mich oft neu aus, momen­tan arbei­te­te ich ger­ne in die­ser Art und Wei­se“, so der jun­ge Künst­ler. Das far­ben­fro­he Ergeb­nis sei­ner Arbeit ist bereits von der Blei­che aus zu erken­nen und wird hof­fent­lich lan­ge Bestand haben.

1.8.2020:Termin für das nächste KSF steht!

Nach dem gran­dio­sen Erfolg der ers­ten Auf­la­ge des Klein­stadt­fes­ti­vals in Mep­pen geben wir hier­mit fei­er­lich den Fol­ge­ter­min in 2020 bekannt! Am 1. August soll­tet ihr euch nichts ande­res vor­neh­men und eue­re Urlaubs­plä­ne danach rich­ten. Das Lin­eup wer­den wir in den nächs­ten Mona­ten stück­wei­se bekannt­ge­ben.

Wir freu­en uns!!

Kleinstadtfestival in Meppen feiert furiose Premiere

(Aus der NOZ: Tim Gal­lan­di  Bernd Fischer)
Ein Tag statt zwei Aben­de, zwölf Bands, elf Stun­den Musik – und 2500 Besu­cher und Mit­wir­ken­de waren dabei: Das Mep­pe­ner Klein­stadt­fes­ti­val als ver­grö­ßer­te Ver­si­on des frü­he­ren Klein­stadt­fes­tes hat auf dem Frei­bad­ge­län­de am Jam eine Pre­mie­re gefei­ert, die aller­hand Ver­gnü­gen berei­te­te.

Das Schuh­werk reich­te von Chucks bis Bir­ken­stocks, die T‑S­hirt-Logos ver­wie­sen auf Ramo­nes und Buz­z­cocks, Metal­li­ca und Dead Ken­ne­dys, Beat­les und Wacken. Ein sehr viel­fäl­ti­ges Publi­kum hat­te sich am Sams­tag zwi­schen Jam und Frei­bad in Mep­pen ein­ge­fun­den. Das Mep­pe­ner Jugend­zen­trum Jam und die Klein­stadt­kin­der – ein Team aus gut und ger­ne 80 Ehren­amt­li­chen – brach­ten sie zusam­men. Der Hit­ze­wel­le zum Trotz wur­de aus­gie­big getanzt. So aus­gie­big, dass bis in den Abend hin­ein ab und zu Was­ser aus dem Schlauch Abküh­lung berei­ten muss­te.

Hel­fer, Spon­so­ren, Gäs­te und Bands mit­ge­rech­net, waren nach Ver­an­stal­ter-Anga­ben rund 2500 Leu­te auf dem Gelän­de. Bes­tes Fes­ti­val­wet­ter, fried­li­che, ent­spann­te Atmo­sphä­re vor dem Pan­ora­ma der Stadt­wall-Bäu­me – am Drum­her­um stimm­te nahe­zu alles. Nicht opti­mal war allein eine logis­ti­sche Sache: Wäh­rend die Geträn­ke-Ver­sor­gung pro­blem­los ver­lief, gab es ledig­lich einen ein­zi­gen Essens­stand; zu lan­ge Schlan­gen und War­te­zei­ten waren die Fol­ge. Das kann bes­ser wer­den.

Band für Band

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Bei Tem­pe­ra­tu­ren von knapp über 30 Grad Cel­si­us waren The Hawaii­ans mit ihrem tro­pi­schen Band­na­men offen­sicht­lich der per­fek­te Ope­ner. Den eigent­li­chen undank­ba­ren Platz als ers­te Band wuss­te Front­mann Bep­po Ama­ret­to mit Augen­zwin­kern zu neh­men: „Wir wer­den eine Head­li­ner-Show spie­len, nur halt als ers­tes!“ Dem­entspre­chend zock­te das Trio aus Wes­ter­kap­peln und Mep­pen in 30 Minu­ten ohne nen­nens­wer­te Pau­se sport­li­che 16 Lie­der und bescher­te den frü­hen Besu­chern mit einem Mix aus Ramo­nes-inspi­rier­tem Drei-Akkord-Punk­rock und Six­ties-Bub­ble­gum-Sound bereits eini­ge Sing­a­longs und Ohr­wür­mer. Als Gast wur­de in der ers­ten Rei­he unter ande­rem Gui­do Donot gesich­tet.

Der Sound änder­te sich anschlie­ßend mit Eisen­karl, der Mep­pe­ner Insti­tu­ti­on im Bereich Metal- und Hard­rock-Cover. Erst im Mai hat­te sich die Band vom alten Front­mann getrennt, es durf­te also vor­ab gerät­selt wer­den wer beim Klein­stadt­fes­ti­val für das Mikro­fon zustän­dig sein wür­de. Letzt­end­lich teil­ten sich die Gitar­rist Domi­nik und Bas­sist Nil­le alle Gesän­ge in einem Klas­si­ker­set und mach­ten das auch ganz beacht­lich. Ohne­hin konn­ten sich Eisen­karl auch an die­sem Tag auf ihre Mep­pe­ner Fan­ba­se ver­las­sen, sodass trotz Som­mer­hit­ze ers­te ech­te Par­ty­stim­mung auf­kam. Der neue Sän­ger wird sei­ne Feu­er­tau­fe übri­gens Ende des Jah­res beim Christ­mas Metal Mee­ting haben, der Vor­ver­kauf dafür beginnt am 1. August.

Wei­ter ging es mit den Mep­pen­ern Against Ran­dy, die sozu­sa­gen zum Inven­tar gehö­ren. Sie haben seit 2013 bei jedem Klein­stadt­fest gespielt und gin­gen folg­lich am Sams­tag in „das ver­flix­te sieb­te Jahr“. Die Jungs absol­vier­ten den Auf­tritt mit ihrem par­ty­taug­li­chen Alter­na­ti­ve­rock aber natür­lich cool wie immer und gaben damit qua­si bereits die Visi­ten­kar­te für 2020 ab.

Kleinstadtfestival Meppen

Mit Hi! Spen­cer folg­ten eben­falls alte Bekann­te. Die Osna­brü­cker Band war bereits 2017 auf dem Klein­stadt­fest zu Gast und spiel­te noch im Mai die­sen Jah­res eine erfolg­rei­che Club­show im Jam. Auch am Sams­tag zün­de­te ihr deutsch­spra­chi­ger Indie­punk sehr gut, und es war zu mer­ken, dass vie­le Zuschau­er wegen ihnen ange­reist waren. Sän­ger Sven Bens­mann ist über­re­gio­nal auch als Come­di­an bekannt und wird im März 2020 die sechs­te Auf­la­ge der Mep­pe­ner Klein­stadt­co­me­dy prä­sen­tie­ren.

Als Nächs­tes gab sich ein Mann mit klang­vol­lem (Künstler-)Namen die Ehre. CJ Ramo­ne war in der Spät­pha­se der New Yor­ker Punk­rock-Iko­nen Ramo­nes deren Bas­sist; nun hält er deren musi­ka­li­sches Erbe lebendig.Ergänzt durch eine Hand­voll eige­ne Songs wie “Stand Up”, jag­ten CJ und sei­ne Band vor­wie­gend durch die klas­si­sche Ramo­nes-Ära der spä­ten 70er und frü­hen 80er – und das eben­so läs­sig wie atem­be­rau­bend tem­po­reich: “Rocka­way Beach”, “Com­man­do”, “I Wan­na Be Seda­ted”, “Blitz­krieg Bop”, alles dabei. Das Publi­kum ging begeis­tert mit, und im Pogo-Mosh­pit vor der Büh­ne wur­de reich­lich Staub auf­ge­wir­belt.

Das Hip-Hop-Ban­ner hiel­ten anschlie­ßend Wee­kend und sei­ne Crew hoch. Der Gel­sen­kir­che­ner, bür­ger­lich Chris­toph Wie­gand, stell­te denn auch zu Anfang fest: “Wir sind die ver­rück­ten Rap­per, die sich auf ein Punk­kon­zert trauen.”Im neu­en Jam war Wee­kend schon bei des­sen Eröff­nung 2017 auf­ge­tre­ten, und auch dies­mal zele­brier­te er Nor­ma­li­tät und Beschei­den­heit als Anti­the­se zum prot­zen­den Gangs­ta-Rap. Und skan­dier­te: “Das hier ist Leben wie auf Klas­sen­fahrt.” Sei­ner Auf­for­de­rung, ein paar Hip-Hop-Moves zu machen, kam die Men­ge ohne Zögern nach. “Yeah, und schon ist es ein Hip-Hop-Kon­zert”, kom­men­tier­te Wee­kend.

Black Fea­thers” und “Tur­ning Shadows” hat­te es mehr als drei Jah­re nicht mehr live in der Regi­on zu hören gege­ben. Beim Klein­stadt­fes­ti­val, an dem sie zum ers­ten Mal mit­wirk­ten, änder­ten Razz die­sen Umstand. Das Ohr­wurm-erzeu­gen­de Riff von “Could Sleep” eröff­ne­te die Show, mit der die über­re­gio­nal bekann­tes­te Band aus dem Ems­land, inzwi­schen in Ber­lin ansäs­sig, ihr Wie­der­se­hen mit den Fans in der alten Hei­mat fei­er­te.

Für die­se gab es ein Wie­der­hö­ren mit dem gerad­li­ni­gen Indie­rock samt ein paar Elek­tro-Ein­flüs­sen, dazu als Signa­tur-Ele­ment Niklas Kei­sers ein­präg­sa­me Stim­me. Neben Bekann­tem wie “Let It In, Let It Out” prä­sen­tier­ten Razz auch Kost­pro­ben neu­er Stü­cke, denn sie arbei­ten an ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum.

Abge­se­hen von CJ Ramo­ne, der aber gera­de auf Deutsch­land­tour war, hat­ten Itchy den wei­tes­ten Weg nach Mep­pen zurück­ge­legt: aus dem schwä­bi­schen Eis­lin­gen an der Fils. Und anders als Razz bei deren Heim­spiel muss­te sich das Trio, obwohl Head­li­ner, nach eige­nem Bekun­den “die Aner­ken­nung erst erspie­len”.

Das fiel ihnen mit ener­gie­ge­la­de­nen Indierock­songs zum Mit­fei­ern – à la “Why Still Bother” – vor einer Men­ge text­si­che­rer Fans nicht schwer. Für das sozi­al­kri­ti­sche “The Sea” mach­ten Gitar­rist Sib­bi und Bas­sist Pan­zer einen Aus­flug ins Publi­kum, spann­ten Kon­zert­be­su­cher Roland ein, der schon bei CJ Ramo­ne uner­müd­lich ein “Gab­ba Gab­ba Hey”-Schild geschwenkt hat­te, und brach­ten die Men­ge zu einer Art Sit-in inklu­si­ve Smart­pho­ne-Lich­tern.

Mit einem von Ska- und Reg­gae-Ele­men­ten durch­zo­ge­nen Punk­rock-Kon­zert, das die Mas­se ein­mal mehr zum Tan­zen brach­te, war­te­ten Son­da­schu­le auf. Die Trup­pe aus dem Ruhr­ge­biet um Front­mann Cos­ta Can­na­bis pro­pa­gier­te musi­ka­lisch eine nur schein­bar “Schö­ne neue Welt”, nahm mit in die nach ihrem Emp­fin­den welt­schöns­te Stadt “Ams­ter­dam” und trau­er­te im melan­cho­li­schen “RIP Audio” der ana­lo­gen Musik­welt nach.

Wäh­rend sich all das auf der Haupt­büh­ne und drum­her­um abspiel­te, über­brück­ten auf der benach­bar­ten Con­tai­ner­büh­ne Acoustic Steel und Civil Cou­ra­ge die Zeit wäh­rend der Umbau­pau­sen. Acoustic Steel boten akus­ti­sche Ver­sio­nen von Rock- und Metal-Klas­si­kern, von Jour­neys “Don’t Stop Belie­vin’” bis zum vom Publi­kum inbrüns­tig mit­ge­sun­ge­nen “Das Schlimms­te ist, wenn das Bier alle ist” von Die Kas­sie­rer.

Civil Cou­ra­ge aus Läh­den wie­der­um spiel­ten unter ande­rem das Titel­stück ihres Albums “Wie Bud Spen­cer und Terence Hill”, lie­ßen mit “Blau-Wei­ße Macht” die Fans des SV Mep­pen schwel­gen und cover­ten den Ärz­te-Klas­si­ker “Schrei nach Lie­be”.

Das Fina­le bestrit­ten dann Mont­re­al. Die drei Han­sea­ten schleu­der­ten flot­ten Punk­rock in die Men­ge, beschwo­ren die “Walk­man Revo­lu­ti­on”, erklär­ten “Kino” zur unge­eig­nets­ten Aus­geh-Opti­on am Wochen­en­de. Am lau­tes­ten mit­ge­sun­gen wur­de indes ihr eigen­wil­li­ges Cover­stück “Katha­ri­ne, Katha­ri­ne”.

Ein amt­li­cher Abschluss nach elf Fes­ti­val­stun­den. Ger­ne wie­der – das gilt für Mont­re­als Gig wie für das Klein­stadt­fes­ti­val ins­ge­samt.

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Drones aus Großbritannien zum fünften Mal in Meppen

Im Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam Mep­pen waren alte Bekann­te auf der Büh­ne. Die Lon­do­ner Band Dro­nes war bereits zum fünf­ten Mal in der Kreis­stadt zu Gast und wuss­te auch die­ses Mal das Publi­kum zu begeis­tern. Unter­stützt wur­den sie von den Lokal­bands Coun­try Club Kil­ling Machi­ne und The Boar.

Den musi­ka­li­schen Anfang des Abends bestrit­ten vor cir­ca 120 Gäs­ten Coun­try Club Kil­ling Machi­ne aus Mep­pen. Das Pro­jekt trat bereits im Febru­ar mit Akus­tik­co­ver­songs beim „Rock­pa­last unplug­ged“ Kon­zert auf. Seit­dem hat sich das Per­so­nal­ka­rus­sell aller­dings gedreht und so war an die­sem Abend mit Tom­my (Gesang), Mar­kus (Gitar­re), Robert (Gitar­re) und Johan­nes (Schlag­zeug) fast die kom­plet­te letz­te Beset­zung der auf­ge­lös­ten Distan­ce Remains auf der Büh­ne. 

Am Bass wur­de die For­ma­ti­on durch Ron­nie von Against Ran­dy kom­plet­tiert und prä­sen­tier­te ein voll­elek­tri­sches Cover­set, bei dem unter ande­rem Songs von Jim­my Eat World und Taking Back Sunday gespielt wur­den. Die Band nutz­te ihren Heim­vor­teil gekonnt aus und das Publi­kum ging ordent­lich mit. Als Höhe­punkt der Show wur­den Boy­sets­fire geco­vert und Sän­ger Tom­my lie­fer­te im Zuschau­er­raum gemein­sam mit dem Mep­pe­ner Singer/Songwriter Jonas Egbers ein beein­dru­cken­des Gesangs­du­ett ab. Danach stan­den bei The Boar eben­falls Cover­stü­cke auf dem Pro­gramm. Wäh­rend Coun­try Club Kil­ling Machi­ne aber eher die Emo­core-Schie­ne bedien­ten, fokus­sie­ren sich The Boar seit jeher auf eher klas­si­schen Punk­rock à la Mis­fits und Ramo­nes über Neun­zi­ger-Klas­si­ker wie Pen­ny­wi­se, Off­spring und Bad Reli­gi­on hin zu neue­ren Songs von Fei­ne Sah­ne Fisch­fi­let oder Beat­steaks. Ein leich­ter Pro­be­rück­stand war dem Quin­tett zwar anzu­mer­ken, aber auch die­ser Auf­tritt kam beim Publi­kum gut an.

Die Dro­nes gaben anschlie­ßend zum fünf­ten Mal den wür­di­gen Head­li­ner in Mep­pen. Die Auf­trit­te der Band las­sen sich kei­nes­wegs als „same pro­ce­du­re as every year“ abtun, denn die Lon­do­ner geben jedes Mal alles auf der Büh­ne und beein­druck­ten erneut mit einer agi­len und explo­si­ven Show. Dem­entspre­chend unter­nah­men nicht nur bei­de Gitar­ris­ten wie­der eif­rig Aus­flü­ge ins Pogo tan­zen­de Publi­kum son­dern auch Sän­ge­rin Lois ließ sich beim Crowd­sur­fen wie­der auf Mep­pe­ner Hän­den tra­gen. Dazu prä­sen­tier­te die Band exklu­siv brand­neue Songs vom kom­men­den Album, die zum ers­ten Mal live gespielt wur­den. Das Publi­kum fei­er­te die Dro­nes ent­spre­chend und erleb­te einen exzel­len­ten Punk­rock­abend. Wer sich Tickets im Vor­ver­kauf bei der Band gesi­chert hat­te, durf­te sich außer­dem über ein spe­zi­el­les T‑Shirt mit Mep­pen-Design freu­en.

Die Show dien­te gleich­zei­tig als Warm-Up-Kon­zert für das Klein­stadt­fes­ti­val am kom­men­den Sams­tag (27. Juli). Die Klein­stadt­kin­der ver­los­ten noch ein­mal ver­schie­de­ne Prei­se am Glücks­rad und freu­en sich auf vie­le Gäs­te beim Open Air. Infos zum Fes­ti­val fin­den sich auf: www.kleinstadtfestival.de

Text und Bil­der: Bernd Fischer (NOZ)

JAM-Folder zum 2. Halbjahr 2019 ist da!

Druck­frisch!! Unser neu­er Halb­jah­res­fol­der zum 2. Halb­jahr 2019 ist da! Auf zehn Sei­ten stel­len wir euch 25 (!) Ver­an­stal­tun­gen von Juli bis Dezem­ber 2019 im JAM vor! Ab sofort im JAM und vie­len ande­ren Aus­la­ge­stel­len erhält­lich!

Hamburger gewinnt den „Slam am Jam“ in Meppen

Der Ham­bur­ger Lenn­art Hamann hat bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren den „Slam am Jam“ im Innen­hof des Jugend- und Kul­tur­zen­trums gewon­nen. Im Dich­ter­wett­streit setz­te er sich in drei Run­den vor zahl­rei­chen Zuschau­ern durch. Bei bes­tem Som­mer­wet­ter waren die äuße­ren Umstän­de für einen Frei­luft-Poe­trys­lam per­fekt. Dem­entspre­chend war auch der Zuschau­er­zu­spruch sehr gut und bei küh­len Geträn­ken und lecke­rer Grill­brat­wurst waren fast alle Plät­ze im Innen­hof des Jam besetzt.
Zunächst unter­hielt die Müns­te­ra­ner Musi­ke­rin Dalia Häßi­cke das Publi­kum mit nach­denk­li­chen deut­schen Tex­ten und ruhi­gen Songs, in denen sie Akus­tik­gi­tar­re und Loop­ma­schi­ne mit sanf­ten Beats kom­bi­nier­te. Danach stell­te Mode­ra­tor Jens Kotal­la die ein­zel­nen Slam­mer und die Bewer­tungs­kri­te­ri­en des Wett­streits vor.

Ins­ge­samt tra­ten vier Slam­mer an, um dem Publi­kum ihre kur­zen Tex­te mit fre­cher Schnau­ze und spit­zer Zun­ge zu prä­sen­tie­ren. Zum einen war Luca Swie­ter aus Köln zu Gast, die vor zwei Jah­ren bereits bei einem Mep­pe­ner Slam mit­ge­wirkt hat­te. Dazu gesell­te sich Rahel Babic aus Ams­ter­dam, die aber gebür­tig aus Nord­horn stammt. Lenn­art Hamann war aus Ham­burg ange­reist und der Slam­mer Stef aus Bochum.

In zwei Vor­run­den und einer Final­run­de tru­gen alle vier Teil­neh­mer ein brei­tes Pot­pour­ri unter­schied­lichs­ter Tex­te vor. Die Band­brei­te an The­men reich­te dabei von Umzü­gen in ande­re Städ­te, Schön­heits­wett­be­wer­ben und Kar­tof­fel­kö­ni­gin­nen, Jobs in Fast­food­lä­den bis hin zu que­ren Dates. Wäh­rend die ers­te Run­de noch eher humo­ris­tisch geprägt war, bot beson­ders der zwei­te Durch­gang erns­te The­men wie Zukunfts­ängs­te, zwi­schen­mensch­li­chen Neid, Flücht­lings­schick­sa­le, sowie selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten und psy­chi­sche Pro­ble­me.

Letzt­end­lich qua­li­fi­zier­ten sich Lenn­art Hamann und Stef nach Jury- und Publi­kums­wer­tun­gen für das Fina­le, in dem die bei­den noch ein­mal sehr humor­voll und mit Augen­zwin­kern je einen Text über Bank­drü­cker beim Sport und eine Ode an das Brust­haar vor­tru­gen. Beim Zuschau­er­ap­plaus hat­te schließ­lich Lenn­art Hamann die Nase vorn und durf­te sich fei­ern las­sen.

Als Beson­der­heit über­trug das ehren­amt­li­che Team der Klein­stadt­kin­der rund um Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck die gesam­te Ver­an­stal­tung live im Inter­net. Auch im Nach­hin­ein ist die Über­tra­gung für alle Inter­es­sier­ten noch abruf­bar. (Text und Bild: Bernd Fischer, NOZ)