24.6.2022: MEPPEN WILL(S) WISSEN (AUSVERKAUFT!)

Die Ver­an­stal­tung ist aus­ver­kauft, kann aber ab dem 28.6.2022 unter www.youtube.com/meppenmagdich als Auf­zeich­nung ange­se­hen werden.

WISSENSCHAFT IST SPANNEND

.. erst recht, wenn sie einen Bezug zur Hei­mat hat.
Die Idee dazu hat­te der gebür­ti­ge Mep­pe­ner Her­mann Cle­mens Alt­mep­pen. Der pro­mo­vier­te Human­bio­lo­ge forscht am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf und wird auch ers­ter Vor­tra­gen­der sein. Wissenschaftler*innen sol­len Inter­es­sier­ten Ein­bli­cke in ihr For­schungs­ge­biet ermög­li­chen, und zwar so, dass auch Lai­en ver­ste­hen, wor­um es geht. Vor­ge­schla­gen hat­te Alt­mep­pen sein Ver­an­stal­tungs­kon­zept 2020 im Rah­men des Wett­be­werbs „Dei­ne Idee für Mep­pen“. Mög­li­che The­men­fel­der die­ser Vor­trags­rei­he sind „Staat und Gesell­schaft“, „Geschich­te, Kul­tur und Phi­lo­so­phie“, „Natur­wis­sen­schaf­ten und Medi­zin“, Tech­nik, Öko­lo­gie oder Wirt­schaft. Nach einem Vor­trag der ein­ge­la­de­nen Refe­ren­ten besteht in locke­rem Rah­men Gele­gen­heit zu Rück­fra­gen, Dis­kus­si­on und per­sön­li­chem Aus­tausch. Das Ange­bot rich­tet sich grund­sätz­lich an alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Stadt und Kreis.
Ers­ter Vor­tra­gen­der wird der Ideen­ge­ber selbst sein: Her­mann Cle­mens Alt­mep­pen berich­tet zu sei­nem For­schungs­the­ma Demenz.

ERSTES THEMA: EIWEIß-ORIGAMI & DEMENZEN

Die Bedeu­tung falsch gefal­te­ter Pro­te­ine für neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ve Erkrankungen. 

Wir leben in einer altern­den Gesell­schaft und das Alter ist der Haupt­ri­si­ko­fak­tor für die Ent­wick­lung neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ver Erkran­kun­gen wie Alz­hei­mer und Par­kin­son. Aber was genau pas­siert eigent­lich bei die­sen Krank­hei­ten auf zel­lu­lä­rer und mole­ku­la­rer Ebe­ne im Gehirn? Und wie steht es um Prä­ven­ti­on, Dia­gnos­tik und Behand­lung?
In die­ser ‘bun­ten Geschich­te’ kom­men wir von ‘ritu­el­lem Kan­ni­ba­lis­mus’ und über den ‘Rin­der­wahn­sinn’ zunächst auf die stets töd­lich ver­lau­fen­den und über­trag­ba­ren Pri­oner­kran­kun­gen zu spre­chen. Die­se sind beim Men­schen zwar rela­tiv sel­ten, kön­nen aber in vie­ler­lei Hin­sicht als ‘Pro­to­ty­pen’ deut­lich häu­fi­ge­rer Hirn­er­kran­kun­gen ange­se­hen wer­den. So zeigt die For­schung der letz­ten Jah­re, dass sich die Creutz­feldt-Jako­b‑, die Alz­hei­mer- und die Par­kin­son-Erkran­kung nicht nur bestimm­te patho­lo­gi­sche Mecha­nis­men tei­len, son­dern dass es auch kon­kre­te Schnitt­men­gen bei eini­gen betei­lig­ten Schlüs­sel­mo­le­kü­len gibt. Dabei spielt eine ver­än­der­te drei­di­men­sio­na­le Struk­tur (Fehl­fal­tung) von ganz bestimm­ten Eiwei­ßen (Pro­te­inen) in Kom­bi­na­ti­on mit dem Zusam­men­bruch kör­per­ei­ge­ner Repa­ra­tur­pro­zes­se eine ent­schei­den­de Rol­le für den — bis heu­te lei­der nicht auf­halt­ba­ren — Ver­lust von Ner­ven­zel­len und ihren ‘Schalt­stel­len’, und somit für die fort­schrei­ten­de Aus­lö­schung von Erin­ne­run­gen, die Ver­än­de­rung von Per­sön­lich­keit und letzt­lich den Ver­lust lebens­wich­ti­ger Funk­tio­nen.
Wir wol­len aber auch mit einem gewis­sen Opti­mis­mus auf eini­ge aktu­el­le For­schungs­an­sät­ze bli­cken und in der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on mög­lichst vie­le wei­te­re offe­ne Fra­gen klä­ren, die Ihnen unter den Nägeln bren­nen. Hilft Ging­ko gegen Demenz? Wie schäd­lich ist Alu­mi­ni­um? Und: wird das Fuß­ball­spiel der Zukunft ohne Kopf­bäl­le aus­kom­men müssen? …

MEPPEN WILL(S) WISSEN — und zwar am Frei­tag, 24. Juni 2022 um 19:00 Uhr
(Ein­lass ab 18.30 Uhr) im Jugend- und Kul­tur­zen­trum JAM
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Zur Beach­tung:
Der Ein­tritt ist frei, es müs­sen aber vor­ab kos­ten­lo­se Tickets bezo­gen wer­den.
Es han­delt sich bei der Ver­an­stal­tung um eine Vor­trags- und Gesprächs­run­de über wis­sen­schaft­li­che und angren­zen­de Aspek­te des The­mas. Es fin­det kei­ne medi­zi­ni­sche Bera­tung oder Sprech­stun­de statt. Herr Alt­mep­pen ist kein Kliniker/Mediziner son­dern Grund­la­gen­for­scher.
Bit­te kurz­fris­tig die Hin­wei­se zu Coro­na-Schutz­maß­nah­men beachten.

Dr. Her­mann Cle­mens Altmeppen