2.2.2019: The Deadotes vs. Emperor X & Wilderlife

Mana­tee Enter­tain­ment & Flix Agen­cy prä­sen­tie­ren the dead­no­tes (Indie/Punk aus Frei­burg) vs. Emperor X (Speed Folk aus Ber­lin). Sup­port: wil­der­li­fe (Pop/Rock aus Haren)
im JAM!  Start 20:00 Uhr.
VVK: exklu­si­ve Hard­ti­ckets 7 € zzgl. Gebüh­ren im GHvC Shop
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AK: 9 €

THE DEADNOTES
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http://www.thedeadnotesofficial.com
https://www.youtube.com/watch?v=4DaMee6GdeE

Cling to You“ ist die aktu­el­le Sin­gle der DEADNOTES und han­delt davon, dass man nicht durch den Kon­sum von mate­ri­el­len Din­gen glück­lich wird — außer es han­delt sich um Band-Mer­chan­di­se!”

Mit die­ser Büh­nen­an­sa­ge beschreibt The Dead­no­tes-Sän­ger Dari­us, natür­lich mit einer Pri­se Iro­nie, den inhalt­li­chen Kern der neu­en Sin­gle der drei Anfang zwan­zig­jäh­ri­gen Musi­ker aus Frei­burg.

Was die drei jun­gen Musi­ker bis­her erreicht haben ist aller­dings alles ande­re als ein Witz: Im Alter von nur 14 Jah­ren gegrün­det ste­hen The Dead­no­tes seit nun­mehr acht Jah­ren nie­mals still. In kom­plet­ter Eigen­re­gie wur­den bis­her u.a. eine Split EP und das Debüt­al­bum “I’ll Kiss All Fears Out Of Your Face” ver­öf­fent­licht, das Trio tourt uner­müd­lich durch ganz Euro­pa.

Das ist aus­nahms­wei­se mal kei­ne Flos­kel, son­dern wirk­lich so. In über 25 (!) Län­dern enter­te man schon die Büh­ne. Und obwohl das Durch­schnitts­al­ter des Tri­os der­zeit bei gera­de mal 22 liegt, wird man 2019 schon das 500. Kon­zert spie­len. Eine Mar­ke, die nur weni­ge Bands über­haupt errei­chen.

Das Video zur neu­en Sin­gle “Cling to You” lässt erah­nen, was in Zukunft noch von Dari­us, Yan­nic und Jakob zu Hören und Sehen sein wird: Der Clip zeigt die Rei­se nach Leeds in Groß­bri­tan­ni­en, in das Stu­dio von Pro­du­zent Bob Coo­per (u.a. WSTR, Duck­ing Pun­ches, Ner­vus), unter­bro­chen von Auf­nah­men aus der gemein­sa­men Kind­heit und Aus­schnit­ten ihrer explo­si­ven Büh­nen­prä­senz. Gemischt wur­de die Sin­gle von US-Pro­du­zent Beau Bur­ch­ell (u.a. Moo­se Blood, Sao­s­in, The Bronx oder jüngst Adam Angst).

Fol­low your instinc­ts, fuck your com­mit­ments, lea­ve no space for ever las­ting doubts”

Die­se Text­zei­le aus dem Song fasst die Ein­stel­lung der flei­ßi­gen Band gut zusam­men: Hör auf dein Bauch­ge­fühl, und ver­fol­ge ohne Zwei­fel das, was dich wirk­lich glück­lich macht. Ver­packt ist die­se Bot­schaft in einen unwi­der­steh­li­chen Song, der sich schwer mit ande­ren Bands ver­glei­chen lässt. Nicht nur die aus­drucks­star­ke Stim­me von Dari­us macht The Dead­no­tes unver­wech­sel­bar, auch ihr Song­wri­ting zwi­schen Indie, Punk­rock, Emo und Pop ist eigen und eigen­stän­dig.

Mit “Cling to You” rufen The Dead­no­tes außer­dem ihr eige­nes Label “22Lives Records” ins Leben mit dem die Band noch gro­ße Plä­ne hat. Bei dem Tem­po und dem Elan, dass das Trio bis­her an den Tag gelegt hat, kann man sich auf die Fort­füh­rung einer der schöns­ten Geschich­ten aus der deut­schen Musik­land­schaft nur freu­en.

EMPEROR X
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https://www.youtube.com/watch?v=YWNRX4EY620

Mit Song­ti­teln wie «At a Rave with Nico­las Sar­ko­zy», «Pro­ving the Polit­bu­ro Right» oder «Kaf­ka goes to Pri­mark» könn­te man Emperor X einen gewis­sen Euro­zen­tris­mus unter­stel­len. Und in der Tat scheint Chad Mathe­ny mehr Zeit im Tour­bus zwi­schen Lis­sa­bon und Prag zu ver­brin­gen als in sei­ner son­ni­gen Hei­mat Flo­ri­da, der Umzug nach Ber­lin war wohl ein logi­scher Schritt. Speed Folk nennt Mathe­ny das, was er mit Akus­tik­gi­tar­re und sei­nem klei­nen OP-1 Syn­the­si­zer seit den spä­ten 90ern durch Bars, Gal­le­ri­en, Buch­lä­den und Col­le­ge-Radi­os jagt, skur­ri­le Songs auf hohem Tem­po mit tol­len ado­les­zen­ten Tex­ten. Mit allen, mit denen man Emperor X in Ver­bin­dung brin­gen möch­te teil­te sich Mathe­ny bereits die Büh­ne: Sebad­oh, Nada Surf oder Jef­frey Lewis. Und dabei sind Mathe­nys Kon­zer­te immer ech­te hap­pe­nings, teena­ge angst zum Mit­sin­gen.

With song tit­les such as «At a Rave with Nico­las Sar­ko­zy», «Pro­ving the Polit­bu­ro Right» or «Kaf­ka goes to Pri­mark» one might impu­te a cer­tain euro­cen­trism to the works of Emperor X. And inde­ed Chad Mathe­ny seems to spend more time in a tour bus bet­ween Lis­bon and Pra­gue than at home in sunshi­ne sta­te Flo­ri­da which makes his recent move to Ber­lin seem like a logi­cal con­se­quence. Speed Folk is what Mathe­ny calls his disci­pli­ne: fast and quir­ky songs craf­ted with acoustic gui­tar and a small OP-1 syn­the­si­zer, which have tra­vel­led with Emperor X through bars, gal­le­ries, book stores and col­le­ge radio sta­ti­ons sin­ce the late 90s. Mathe­ny has alrea­dy sha­red the sta­ge with ever­yo­ne we might asso­cia­te him with: Sebad­oh, Nada Surf or Jef­fe­ry Lewis. And his con­certs are always pro­per hap­pe­nings – sing-along teena­ge angst!

WILDERLIFE
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Die fla­chen Wei­ten der nord­deut­schen Tief­ebe­ne, Schiet­wet­ter, ein umge­bau­ter Stall als Pro­be­raum und ein Quar­tett jun­ger Män­ner, das für etwas mehr Aus­ge­las­sen­heit im All­tag kämpft. Genau das rich­ti­ge Gemenge­la­ge für eine fri­sche Bri­se Gitar­ren­mu­sik, die nach Frei­heit und mehr Lust aufs Leben schreit! Das ist Wil­der­li­fe. Unver­kenn­ba­rer Mit­tel­punkt der Trup­pe ist dabei die tie­fe, warm-krat­zi­ge Stim­me des Sän­gers Tim, wel­che ab der ers­ten Sekun­de ein unver­kenn­ba­res Merk­mal in den Ring wirft. Wie nennt man den Stil? Ein­fach frisch, hoff­nungs­voll, leicht eupho­risch? Pop oder Rock? Alles ist mit dabei, genau wie eine ordent­li­che Pri­se Rock’n’Roll und ein Tick Süd­staa­ten- Land­ju­gend-Atti­tü­de. Strai­gh­te Beats, drü­cken­de Sai­ten­ak­kor­de und eine guter Vor­trieb machen das Gan­ze wil­der, auf­re­gen­der, aber nie over the top. Man merkt den Songs, genau wie den Typen förm­lich an, dass sie viel vor­ha­ben: tan­zen, fei­ern, Bier trin­ken ab mit­tags — aber eines eben nicht: irgend­wann erwach­sen wer­den! So viel unbän­di­ge Lebens­lust und Ener­gie darf der Welt nicht wei­ter vor­ent­hal­ten wer­den, des­halb erscheint jetzt Wilderlife’s ers­te Sin­gle „Back Again“, um den Men­schen wenigs­tens für einen Augen­blick die trü­ben Gedan­ken weg­zu­bla­sen!