CHRISTIAN DROSTEN ZU BESUCH IM JAM

Der Wind­thorst-Abend soll­te zunächst am 30. Okto­ber 2020 im Mep­pe­ner Thea­ter statt­fin­den. Auf­rund der aktu­el­len Lage wur­de die Ver­an­stal­tung ohne Publi­kum ins Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum JAM ver­legt und auf­ge­zeich­net. Als Haupt­red­ner begrüß­ten wir Prof. Dr. Chris­ti­an Dros­ten, Direk­tor des Insti­tuts für Viro­lo­gie an der Ber­li­ner Cha­ri­té, zum The­ma „Coro­na-Pan­de­mie – eine Her­aus­for­de­rung für Wis­sen­schaft und Politik“.

Der Stream ist wei­ter­hin hier zu sehen:

EMS-ID IM JAM MÖGLICH!

Ab sofort könnt ihr euch im JAM mit Ems-ID anmel­den! Kein läs­ti­ges Auf­schrei­ben eurer Daten mehr — ein­fach Kar­te auf­le­gen — fer­tig! Jeder JAM-Card-Inha­ber kann beim nächs­ten Besuch sei­ne Ems-ID-Kar­te, die auch in vie­len ande­ren Läden benutzt wer­den kann, erhal­ten! Dan­ke an Ident­ba­se GmbH für das tol­le System!

FUG UND JANINA BEGEISTERN FAMILIEN

Ful­gen­cio Moren­te Gómez ali­as Fug und Jani­na Burg­mer ali­as Jani­na brach­ten Kin­dern und ihren Eltern im Jugend­zen­trum Jam in Mep­pen mit “Unfug für alle” etwas Abwechs­lung in der Coro­na-Zeit. Das Kin­der­mu­sik­duo Fug und Jani­na begann im Jahr 2010 erst­mals gemein­sam auf­zu­tre­ten. Jani­na Burg­mer ist gelern­te Schau­spie­le­rin und Sän­ge­rin. Sie ist im Besitz des Büh­nen­rei­fe­di­ploms und Mit­glied im Chor der Köl­ner Oper. Fug ist gebür­ti­ger Spa­ni­er und im Kin­des­al­ter zusam­men mit sei­nen Eltern nach Deutsch­land gekom­men. Als Natur­ta­lent ist er in das freie Thea­ter­pro­gramm “rein­ge­rutscht”. “Wir haben bei­de vor­her viel im star­ren Sys­tem des Fern­se­hen und Thea­ter gemacht”, sagt Fug. Da haben sie die Inter­ak­ti­on mit dem Publi­kum ver­misst. “Dafür brin­gen wir nun Musik­ge­schich­te und Unfug auf die Büh­ne”, lacht Jani­na. In 2013 sind Fug und Jani­na rich­tig durch­ge­star­tet und haben als Kin­de­ren­ter­tai­ner auch einen Plat­ten­ver­trag bekom­men. Für gewöhn­lich wer­den im Rah­men ihrer Kon­zer­te Kin­der auf die Büh­ne geholt, die mit dem Schlüs­sel­bund der Eltern musi­zie­ren. Auch eine Polo­nä­se durch den Saal zu den Lie­der ist Pflicht. Doch die­ses Mal ist alles anders. Die Kin­der und ihre Eltern müs­sen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie an ihren Plät­zen blei­ben. Dem Spaß tut das jedoch kei­ne Abbruch. So wird eben vom Platz aus geklatscht, geschnipst und gelacht. 

Es ist scha­de, dass nun das Mit­ma­chen fehlt”, sagt Fug. Trotz­dem sind Jani­na und Fug froh, dass sie über­haupt in Mep­pen auf­tre­ten kön­nen. Im Februar/März hat­ten die Kin­de­ren­ter­tai­ner ihren letz­ten Auf­tritt. Dann kam Coro­na und auch bei ihnen sind damit alle Ter­mi­ne abge­sagt wor­den. Das Duo nimmt dies mit Humor. “Wir hat­ten am Anfang des Jah­res schon Sor­gen, dass wir die gan­zen Ter­mi­ne gar nicht schaf­fen wür­den”, erklärt Fug schmun­zelnd. Wegen Coro­na lös­ten sich die Sor­gen in Luft auf. Im Mai tra­ten bei­de als Behelfs­lö­sung bei einem Auto­kon­zert auf. Fug und Jani­na stan­den dabei auf der Büh­ne. Ihr Publi­kum saß im Auto und ver­folg­te ihre Show über das Auto­ra­dio. Das Feed­back war durch­weg posi­tiv. Alle Gäs­te des Auto­kon­zerts waren froh und dank­bar, dass end­lich mal wie­der über­haupt etwas statt­fand. Ähn­lich war die Reak­ti­on auch in Meppen.

Bea­trix Drey­er und ihre acht­jäh­ri­ge Toch­ter Ines Ham­di haben sofort zwei Tickets bestellt, als sie von dem Kon­zert hör­ten. Bea­trix Drey­er war froh, in den Herbst­fe­ri­en über­haupt etwas mit ihrer Toch­ter machen zu kön­nen. Auch Astrid Kap­pen hat­te sofort Tickets bestellt. Über Face­book hat­te sie von dem Kon­zert gehört und Fug kann­te sie aus der Fern­seh­sen­dung von “Wis­sen macht Ah!”. So pack­te sie kur­zer­hand ihre Kin­der Ebba, Tor­ge, Hil­la und Mer­te, sowie ihre Nich­te Ida ins Auto und los ging’s. Am Ende waren alle begeis­tert von der tol­len Show. “Es ist schön, trotz Coro­na ein biss­chen Abwechs­lung zu haben”, sagt Astrid Kappen.(Text & Bild: Bian­ca Meye­ring, NOZ)

ÖKUMENISCHER GOTTESDIENST AUS DEM JAM

Am Refor­ma­ti­ons­tag, Sams­tag, 31. Okto­ber um 11.30 Uhr, wird ein öku­me­ni­scher Got­test­dienst aus dem JAM gezeigt. Seit 2017 fei­ern die christ­li­chen Gemein­den in Mep­pen die Refor­ma­ti­ons­got­tes­diens­te gemein­sam — links­sei­tig der Ems die refor­mier­te Kir­chen­ge­mein­de, St. Maria zum Frie­den und die Beth­le­hem­ge­mein­de, rechts­sei­tig der Ems St. Pau­lus und die Props­tei, die Bap­tis­ten und die Gus­tav-Adolf-Kir­chen­ge­mein­de. Zahl­rei­che Chris­ten aus den betei­lig­ten Gemein­den tref­fen sich, um zu sin­gen, zu beten und um Got­tes Wort zu hören. In die­sem Jahr sah sich aller­dings kei­ne Gemein­de in der Lage, unter Coro­na-Bedin­gun­gen einen Prä­senz­got­tes­dienst mit vie­len Got­tes­dienst­teil­neh­mern zu fei­ern. Das Abstands­ge­bot hät­te nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen. So ent­schie­den sich die Ver­ant­wort­li­chen für das Online-For­mat. Der gemein­sa­me Ein­satz macht deut­lich, wie ver­trau­ens­voll die Pfar­rer mitt­ler­wei­le mit­ein­an­der arbeiten.

SENDUNG HERZSTIFTUNG AUS DEM JAM

Seit etli­chen Jah­ren fin­den auf Initia­ti­ve der Deut­schen Herz­stif­tung jähr­lich im Novem­ber die Herz­wo­chen statt. Sehr vie­le der bun­des­weit über 1.000 geplan­ten Vor­trä­ge und Semi­na­re kön­nen in die­sem Jahr nicht als Prä­senz­ver­an­stal­tung durch­ge­führt wer­den. Lei­der auch nicht bei uns in Mep­pen und in der gesam­ten Regi­on Ems­land und Graf­schaft Bent­heim. Außer­ge­wöhn­li­che Umstän­de erfor­dern krea­ti­ve Maß­nah­men. So hat man sich ent­schlos­sen, die Herz­wo­chen in Mep­pen ein­fach digi­tal, mit Unter­stüt­zung des Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trums JAM, zu ver­an­stal­ten. Mit Dr. Hoetz, Chef­arzt Kar­dio­lo­gie im Lud­mil­len­stift Mep­pen, und Dr. Rol­fes, Inter­nist, Hümm­ling Hos­pi­tal Sögel, wur­den zwei aus­ge­wie­se­ne Exper­ten zum dies­jäh­ri­gen Schwer­punkt­the­ma „Das schwa­che Herz“ gefun­den. Im Rah­men eines Video-Talks auf dem You­tube-Kanal der Stadt Mep­pen „Mep­pen mag dich“ erklä­ren sie Ursa­chen, Dia­gno­se, The­ra­pie und vor­beu­gen­de Maß­nah­men zu die­ser weit ver­brei­te­ten Krank­heit. Hier könnt ihr die rund ein­stün­di­ge Sen­dung anschauen.

ERLEBNISTAGE IM JAM MIT SPASS & ACTION

Ins­ge­samt 100 Kin­der haben im Kul­tur­zen­trum JAM in Mep­pen die Work­shops bei den Erleb­nis­ta­gen absol­viert. Es war ein Alter­na­tiv­pro­gramm zur Kin­der­spiel­stadt JAM-City. Nor­ma­ler­wei­se lädt das JAM in Mep­pen in Zusam­men­ar­beit mit der Mari­en­haus-Fach­schu­le etwa 120 Kin­der in der ers­ten Herbst­fe­ri­en­wo­che zur Kin­der­spiel­stadt JAM-City ein: Bei die­sem Pro­jekt für Kin­der der drit­ten bis fünf­ten Schul­klas­se wur­de das Stadt­le­ben nach­ge­baut. Auf die­se Wei­se lern­ten die Kin­der den Ver­wal­tungs- und Pro­duk­ti­ons­kreis­lauf spie­le­risch ken­nen. Über drei Spiel­ta­ge waren die Kin­der zudem von etwa 30 Betreu­ern umge­ben. In die­sen Coro­na-Zei­ten ein Pro­jekt mit ins­ge­samt 150 Per­so­nen zu gestal­ten unter Ein­hal­tung aller Abstands- und Hygie­ne­vor­schrif­ten ist nahe­zu unmög­lich. So wur­de die­ses Pro­jekt auf das nächs­te Jahr verschoben.

Um den Kin­dern in den Herbst­fe­ri­en trotz­dem etwas anbie­ten zu kön­nen, wur­den die Erleb­nis­ta­ge als klei­nes Alter­na­tiv­pro­gramm geschaf­fen. Aus vier Work­shops konn­ten sich die Kin­der jeweils zwei aus­wäh­len. Die­sen fan­den am Vor- und Nach­mit­tag stand. Nach dem ers­ten Work­shop gab es eine ein­stün­di­ge Mit­tags­pau­se, bei der die Kin­der die eige­nen, mit­ge­brach­ten Spei­sen verzehrten.

Kunststücke

Das Ange­bot umfass­te eine Mischung aus pro­bie­ren und  expe­ri­men­tie­ren. So wur­de ein Legoro­bo­ter-Work­shop unter der Lei­tung von Cars­ten de Groot von mul­ti­me­dia­mo­bil Regi­on Süd­west und Kars­ten Stre­eck als Lei­ter des JAM ange­bo­ten.
Bei “Durch die Lüf­te” wur­den Flug­zeu­ge, Bume­rangs, sowie Dra­chen gebaut . Die­ser Work­shop fand unter der Lei­tung von Domi­nic Väh­ning und eini­gen Ehren­amt­li­chen statt. Beim Krea­tiv­work­shop wur­den unter der Lei­tung von San­dra Thien sowie eini­gen Ehren­amt­li­chen Batik­ar­bei­ten, Schmuck­stü­cke sowie Traum­fän­ger gefer­tigt.
In dem im Außen­be­reich des JAM auf­ge­bau­ten Zelt fand der Zir­kus­work­shop statt: Eine Mit­ar­bei­te­rin des Thea­ter­päd­ago­gi­schen Zen­trums brach­te hier den Kin­dern Kunst­stü­cke bei. Sei­tens der Ver­ant­wort­li­chen des JAM wur­de dabei sehr auf das Ein­hal­ten des not­wen­di­gen Abstands und das Tra­gen der Mas­ken geachtet.

Ursprüng­lich soll­ten die Erleb­nis­ta­ge nur zwei Tage umfas­sen. Da die Nach­fra­ge so groß war, wur­de kur­zer­hand noch ein drit­ter Tag ange­fügt. So waren etwa 100 Kin­der auf drei Tage ver­teilt dabei und nicht, wie bei der ursprüng­lich geplan­ten JAM-City, alle auf einmal.

Es wäre falsch gewe­sen nichts anzu­bie­ten”, sagt Kars­ten Stre­eck, der Lei­ter des JAM Mep­pen. Sein Team und er konn­ten “mit gutem Gewis­sen unter strik­ter Ein­hal­tung der Auf­la­gen die­se Ver­an­stal­tung durch­füh­ren”. Die räum­li­chen Mög­lich­kei­ten des JAM wur­den voll aus­ge­schöpft. “Der­ar­ti­ge Kri­sen wie jetzt die Coro­na-Pan­de­mie bie­ten auch die Mög­lich­keit Neu­es aus­zu­pro­bie­ren.” Die Kin­der waren von den Work­shops jeden­falls begeis­tert und mach­ten toll mit. Daher steht für Stre­eck auf jeden Fall fest, dass die­se Erleb­nis­ta­ge kei­ne ein­ma­li­ge Sache blei­ben werden.

Text: B. Meye­ring, NOZ

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