Weitere Bands für Kleinstadtfestival 2020 in Meppen bestätigt

Ins­ge­samt zehn Acts wer­den am 1. August 2020 das Klein­stadt­fes­ti­val in Mep­pen bestrei­ten. Die Klein­stadt­kin­der als Ver­an­stal­ter haben jetzt wei­te­re Bands bekannt gege­ben, die auf dem Frei­bad-Are­al mit von der Par­tie sind. Dar­un­ter nam­haf­te Düs­sel­dor­fer Punk­ro­cker und meh­re­re Lokal­ma­ta­do­re.

Den Punk-Part abde­cken wer­den dabei neben KMPFSPRT auch Rogers. Hin­ter dem Quar­tett aus Düs­sel­dorf liegt eine tur­bu­len­te Zeit. Das gilt beson­ders für das vor­ver­gan­ge­ne Jahr, geprägt von vie­len Shows, diver­sen Ver­let­zun­gen und den Auf­nah­men ihres vier­ten Stu­dio­al­bums „Mit­tel­fin­ger für immer“. “Zeit zum Durch­at­men blieb dabei kaum, denn ihr bis­her stärks­tes Live-Jahr star­te­te im Früh­jahr mit einer über­aus erfolg­rei­chen Head­li­ner-Tour, die direkt in einen unver­gess­li­chen Fes­ti­val-Som­mer über­ging”, tei­len die Klein­stadt­kin­der mit. “Selbst die Fuß­ver­let­zun­gen von Chri und Dom konn­ten die Düs­sel­dor­fer nicht brem­sen. Egal, ob Deich­brand Fes­ti­val, Wacken Open Air oder Ruhr­pott Rodeo – ihre Auf­trit­te über­tra­fen alle Erwar­tun­gen und wer­den der Band und ihren Fans noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben.”

Ihre bis­lang größ­te Show durf­ten Rogers im Herbst 2018 im Vor­pro­gramm der Toten Hosen in der aus­ver­kauf­ten Are­na ihrer gemein­sa­men Hei­mat­stadt Düs­sel­dorf spie­len. „Ganz schön krass“, blickt Sän­ger Chri zurück. „Im Grun­de bestand 2018 aus­schließ­lich aus Höhe­punk­ten.“ Ein wei­te­rer soll beim Klein­stadt­fes­ti­val 2020 in Mep­pen fol­gen.

Dort wer­den Rogers auch Wil­der­li­fe begeg­nen. Die vier Ems­län­der wol­len sich nicht an hip­pen Groß­stadt­trends ori­en­tie­ren. Sie sehen sich als ein­ge­schwo­re­ne Trup­pe jun­ger, lei­den­schaft­li­cher Musi­ker, die man auf den ers­ten Blick als sol­che erkennt und die authen­ti­schen Rock prä­sen­tiert — frisch, hoff­nungs­voll und eupho­rie­ge­la­den. Die Stim­me von Sän­ger Tim Grön­ni­ger gebe ein unver­kenn­ba­res Allein­stel­lungs­merk­mal.

Als Freund hat ein gewis­ser „Mücke“, ehe­mals Teil der Band EL*KE und nun lang­jäh­ri­ger Live-Gitar­rist des 2020er Klein­stadt­fes­ti­val-Head­liners Madsen, schnell ein Auge auf die Jungs und ihre Ent­wick­lung gewor­fen. Die ers­te Sin­gle nebst Bonus­track erschien im Okto­ber 2018; ein Jahr spä­ter folg­te die Debüt-EP “Light­ning Strike” mit fünf Tracks. “Eine klei­ne Band mit ganz gro­ßen Songs”, schrei­ben die Klein­stadt­kin­der. Im Ems­land waren Wil­der­li­fe zuletzt bei der RüRo-Christ­mas-Gala in Haren zu sehen und zu hören.

Eine wei­te­re Band aus der Regi­on ist gewis­ser­ma­ßen gesetzt: Against Ran­dy aus Mep­pen waren nicht nur im ver­gan­ge­nen Jahr beim Klein­stadt­fes­ti­val zu erle­ben, son­dern auch bei allen Auf­la­gen des Vor­läu­fers Klein­stadt­fest seit des­sen Pre­mie­re 2013. Mit ihren opti­schen Mar­ken­zei­chen (wei­ße Hem­den, schwar­ze Kra­wat­ten) und ihrer akus­ti­schen Signa­tur (druck­vol­ler, par­ty­taug­li­cher Indie-Rock) wer­den sie auch das nächs­te Fes­ti­val berei­chern. “Sie gehö­ren ein­fach zum Inven­tar”, kom­men­tie­ren die Klein­stadt­kin­der.

Hin­zu gesel­len sich zwei, deren Instru­men­te die Turn­ta­bles sind: Micha­el Kös­ters und Hen­ko­ver wer­den als DJs beim Klein­stadt­fes­ti­val am Start sein. Kös­ters kommt eigent­lich aus der Acid-Core-Sze­ne, sam­melt aber schon viel zu lan­ge Rock­plat­ten, als die­se den Men­schen drau­ßen vor­zu­ent­hal­ten. Sei­ne Palet­te reicht von den 1970ern bis heu­te; ger­ne legt er Deutsch-Rock auf. Hen­ko­ver wie­der­um ist nicht nur ein gro­ßer Rock­mu­sik-Fan, son­dern über die Gren­zen von Stavern bekannt als Kory­phäe der lau­ten Musik — mit einem Pro­gramm von den 90ern bis in die Gegen­wart.

Mehr zum Klein­stadt­fes­ti­val 2020 und zum Kar­ten­vor­ver­kauf auf www.kleinstadtfestival.de im Inter­net.

Fotostreifzug live im Internet

Bil­der­abend des Hei­mat­ver­eins aus­ver­kauft! Span­nen­de Fotos und Geschich­ten aus dem alten Mep­pen ver­spricht der Foto­abend am 10. und 11. Febru­ar um 19 Uhr im Jugend- und Kul­tur­zen­trum JAM. Die Ver­an­stal­tung war bereits weni­ge Stun­den nach Beginn des Vor­ver­kaufs aus­ver­kauft, kann aber auch live im Inter­net ver­folgt wer­den.

Damit mög­lichst vie­le Inter­es­sier­te den Foto­streif­zug ver­fol­gen kön­nen, hat die Medi­en­grup­pe des JAM für den 10. Febru­ar um 19 Uhr einen Live­stream geplant. Der Link ist recht­zei­tig vor dem Ver­an­stal­tungs­be­ginn auf der Home­page www.jam-meppen.de zu fin­den. Im Blick­punkt des his­to­ri­schen Foto­streif­zugs steht der Markt­platz. „Die Besu­cher im JAM und im Live­stream dür­fen sich auf zum Teil unver­öf­fent­lich­te Fotos freu­en“, erklärt der Vor­sit­zen­de des Hei­mat­ver­eins Marc-André Burg­dorf. Er bedankt sich bei den ehren­amt­li­chen Mit­glie­dern der JAM-Medi­en­grup­pe. Der Foto­abend sei ein schö­nes For­mat, um Alt und Jung zusam­men­zu­füh­ren.

1. Halbjahresprogramm 2020 ist da!

Pünk­tich zum Jah­res­en­de hau­en wir unser 1. Halb­jah­res­pro­gramm für 2020 raus! Wir freu­en uns auf vie­le tol­le Ver­an­stal­tun­gen im kom­men­den Jahr mit euch!!!

Grenz-Folk und coole Witze

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ) : Ein etwas ande­res Kon­zert vor einem etwas ande­ren Publi­kum hat es im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum (JAM) im Rah­men des nie­der­deut­schen Fes­ti­vals „Platt­Satt!“ gege­ben. Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publi­kum. 

Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publi­kum.  Aber es ging auch ernst und melan­cho­lisch zu, immer dann wenn der Bre­mer Folk­mu­si­ker Otto Groo­te sei­ne trau­ri­gen Bal­la­den sang. Da war viel über Groo­tes Fami­li­en­ge­schich­te und vor allem über sei­nen Groß­va­ter zu hören, der nach Deutsch­land emi­grier­te, um der Armut in sei­ner hol­län­di­schen Hei­mat zu ent­flie­hen.  Otto Groo­te hat irgend­wann mal den Gron­nin­ger Lie­der­ma­cher Bert Had­ders ken­nen­ge­lernt und fest­ge­stellt „dass wir musi­ka­lisch und auch sonst gut zusam­men­pas­sen”. Und so wur­den Songs der bei­den Lie­der­ma­cher in dem Musik­thea­ter­stück „De Grup“ zusam­men­ge­fasst. Musi­ka­lisch unter­stützt wur­den Groo­te und Had­ders von Lex Koop­mann (Gitar­re), Hans Lass (Kon­tra­bass) und Mar­cel Wol­thof am Schlag­zeug. Und die leg­ten einen guten Sound hin, eine Mix­tur aus Folk, Blues und Beat­mu­sic der frü­hen 1960er Jah­re. In ihren Songs blick­ten Groo­te und Had­ders auf schwe­re Zei­ten zurück, „in denen die Men­schen im Grenz­ge­biet von Hol­land und Deutsch­land von der Hand im Mund leb­ten“, hieß es in der Anmo­de­ra­ti­on des Lie­des „Him­mel ist nur für die Engel“. Anrüh­rend und auf­wüh­lend Groo­tes „Lied von Ester­we­gen“. Aber es ging auch oft lus­tig und rein unter­halt­sam in einer Art platt­deut­schen Truck-Stop-Sound zu.

Wit­zig die Bal­la­de über Bud­del­schiff­bau­er, mit einem gekonn­ten mehr­stim­mi­gen A‑ca­pel­la-Intro. Das alles ergab eine mit­rei­ßen­de musi­ka­li­sche Rei­se. Gesun­gen wur­den die Lie­der oft auf Platt­deutsch und Drents (Dren­ther Platt). Über­setzt „Nur kei­ne Auf­re­gung“ hieß das letz­te Lied des Abends, da kam der „hol­län­di­sche Froh­sinn“ so rich­tig durch und lock­te eini­ge Zuhö­rer aufs Par­kett um das Tanz­bein zu schwin­gen. Mit einer roman­ti­schen platt­deut­schen Mit­sing­bal­la­de als Zuga­be ver­ab­schie­de­ten sich die „Grenz-Folks“ von ihrem begeis­ter­ten Publi­kum.

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ)

Clare Sands begeistert im ausverkauften JAM

Die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands ist im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam zu Gast gewe­sen. Vor aus­ver­kauf­tem Haus prä­sen­tier­te die Mul­ti­in­stru­men­ta­lis­tin an der Blei­che gemein­sam mit ihrem Tour­gi­tar­ris­ten Kevin Her­ron ein weit gefä­cher­tes musi­ka­li­sches Pot­pour­ri und wuss­te die Zuhö­rer damit gekonnt in ihren Bann zu schla­gen.

Mep­pen ist für Cla­re Sands kein Neu­land, denn sie war in die­sem Jahr bereits mit der For­ma­ti­on Dréi­mi­re in der Kreis­stadt zu Gast. Vie­len wird der dama­li­ge Auf­tritt in guter Erin­ne­rung geblie­ben sein, denn schon um 19:30 Uhr waren die Sitz­plät­ze im Jam mit Zuhö­rern aller Alters­klas­sen voll besetzt. Das Kon­zert­team rund um Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck hat­te nicht nur für eine atmo­sphä­ri­sche Büh­nen­ge­stal­tung gesorgt, son­dern mit iri­schem Bier auch die rich­ti­ge Geträn­ke­aus­wahl parat. Wer aller­dings ein rei­nes Irish Folk Kon­zert erwar­te­te, sah sei­ne Erwar­tun­gen nicht ganz bestä­tigt, da Cla­re Sands weit­aus mehr Sti­lis­ti­ken zu bie­ten hat­te.

Sentimentale Solostücke

Den musi­ka­li­schen Teil des Abends eröff­ne­te zunächst Gitar­rist Kevin Her­ron mit vier ruhi­gen und sen­ti­men­ta­len Solo­stü­cken von sei­ner ers­ten eige­nen EP. Anschlie­ßend betrat Cla­re Sands im Hip­pie­look und mit wil­dem Zopf die Büh­ne. In ins­ge­samt zwei Sets prä­sen­tier­te die Musi­ke­rin aus Cork ihre weit gefä­cher­te musi­ka­li­sche Band­brei­te, die von klas­si­schem iri­schen Folk, Gyp­sy­mu­sik, Jazz über Welt­mu­sik mit afri­ka­ni­schen Ein­flüs­sen bis hin zu Rock und Rhythm and Blues reich­te, der oft an Janis Jop­lin erin­ner­te und auch in einer Cover­ver­si­on von „You can‘t always get what you want“ der Rol­ling Stones Aus­druck fand.

Tourgitarrist glänzt

Wäh­rend des Kon­zerts glänz­te nicht nur ihr Tour­gi­tar­rist Kevin Her­ron durch sein Kön­nen, son­dern auch Cla­re Sands begeis­ter­te durch ihre instru­men­ta­len Fähig­kei­ten. Mit Schel­len­kranz am Fuß­ge­lenk ließ sie ihrer Spiel­freu­de im Ver­lauf des Abends sowohl mit Fidd­le als auch Gitar­re und Mund­har­mo­ni­ka frei­en Lauf. Die Musik ent­fal­te­te dabei beson­ders durch die war­me cha­ris­ma­ti­sche Stim­me einen gewis­sen Zau­ber, der sich auch durch vie­le Stim­mun­gen spie­gel­te, vom trau­ri­gen Lie­bes­lied bis zum lebens­fro­hen Par­ty­song. Dabei wech­sel­ten sich Tra­di­tio­nals und Eigen­kom­po­si­tio­nen ab und bei den letz­ten Lie­dern ließ sich schließ­lich auch das eher ver­hal­te­ne Mep­pe­ner Publi­kum zum Sin­gen und Mit­klat­schen ani­mie­ren.

Nach zwei Zuga­ben ende­te schließ­lich ein rund­um gelun­ge­ner Musik­abend, an des­sen Ende sich ein Zuschau­er sogar zu der Aus­sa­ge hin­rei­ßen ließ: „Wenn man sich in Talent ver­lie­ben könn­te, dann wäre ich jetzt ver­lo­ren.“

Auch in den kom­men­den Wochen bie­tet das Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, von Kon­zer­ten bis hin zu Poe­try Slams und Lesun­gen. Alle Infos zu den anste­hen­den Ver­an­stal­tun­gen sind zu fin­den auf www.jam-meppen.de.

(Text und Bild: Bernd Fischer, NOZ)

Volles Haus: Alarming Jesus und Oxytoxin im JAM

Zum zwei­ten Mal inner­halb einer Woche durf­te sich das Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam über ein vol­les Haus freu­en. Nach­dem schon die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands unter der Woche vie­le Gäs­te an die Blei­che lock­te, zog es am Sams­tag zahl­rei­che Rock- und Metal­fans zum Auf­tritt der bei­den Bands Oxy­to­xin und Alar­ming Jesus.

Über den regen Publi­kums­zu­spruch freu­ten sich die vier Musi­ker von Oxy­to­xin. Ange­führt von Front­frau Ina Blank­mann brach­te die rela­tiv neu for­mier­te Band nach eini­gen aus­wär­ti­gen Gigs ihren ers­ten Auf­tritt in Mep­pen auf die Büh­ne. Zu schwe­ren Rock- und Metal­riffs steu­er­te Gitar­rist Gerd „Blo“ Oster­wind mas­sig gekonn­te Soli und Melo­di­en bei. Im Gesamt­bild wirk­te die Band per­fekt ein­ge­spielt. Der Begriff der „Rock­röh­re“ mag zwar kli­schee­haft klin­gen, Sän­ge­rin Ina mach­te ihm aber auf beein­dru­cken­de Wei­se alle Ehre. Musi­ka­lisch bedien­ten sich Oxy­to­xin mun­ter aus allen Sti­len der här­te­ren Gang­art und klan­gen dabei erstaun­lich frisch, auch wenn tra­di­tio­nel­le Vor­bil­der wie Motör­head und Seven­ties-Hard­rock klar durch­schie­nen. Pas­send dazu wur­de im letz­ten Song schließ­lich „Heroes“ von David Bowie geco­vert.

Alar­ming Jesus fei­er­ten ihre Auf­er­ste­hung. Die ursprüng­lich aus Lin­gen stam­men­de Band war zu Anfang des Mil­le­ni­ums rela­tiv erfolg­reich unter­wegs, bevor 2007 die Auf­lö­sung erfolg­te. Mit neu­er Beset­zung hat­te sich die For­ma­ti­on um Sän­ger Den­nis „Erwin“ Vaas nun cir­ca ein Jahr lang im Pro­be­raum auf ihr Come­back vor­be­rei­tet um qua­si „Alar­ming Jesus 2.0“ zu prä­sen­tie­ren. Zu reich­lich Büh­nen­ne­bel und Stro­bo­skop­ge­wit­ter ris­sen die fünf Musi­ker einen ziem­lich beein­dru­cken­den und pro­fes­sio­nel­len Auf­tritt ab. Har­ter aber durch­aus mas­sen­kom­pa­ti­bler Alter­na­ti­ve­me­tal wur­de hier und da mit ruhi­gen und emo­tio­na­len Pas­sa­gen gemischt und es wur­den sowohl alte Hits als auch brand­neue Songs gespielt. Das Publi­kum war so ange­tan davon, so dass die Band bei der After­show­par­ty im Ems­krug mit ihren Fans einen sehr gelun­ge­nen Reunion­auf­tritt fei­ern konn­te.

Als nächs­tes Rock­kon­zert steht im Jam die Show von She’s A Woman und Jambo‑X am 09. Novem­ber auf dem Pro­gramm. Im Dezem­ber fol­gen noch das „Mar­kus 12“ Mini-Indoor­fes­ti­val und die Pop­punk Piz­za Par­ty Volu­me 2. Infor­ma­tio­nen: www.jam-meppen.de.

(T. u. B.: Bernd Fischer, NOZ)

Als unsere Großeltern noch Kinder waren“ nun auf DVD

Dass Geschich­te kei­nes­falls unin­ter­es­sant sein dürf­te, hat die gewal­ti­ge Reso­nanz auf die bei­den Foto­aben­de des Hei­mat­ver­eins Mep­pen „Als unse­re Groß­el­tern noch Kin­der waren“  im Mep­pe­ner Jugend-und Kul­tur­zen­trum JAM bewie­sen. Rund 250 Besu­cher ver­folg­ten im Febru­ar eine span­nen­de Zeit­rei­se durch Hase­stra­ße, Ems­stra­ße und den Pünt­kers Patt im JAM.

Ich bin über­rascht und über­wäl­tigt, wie vie­le Mep­pe­ner sich hier ein­ge­fun­den haben“, staun­te Marc-André Burg­dorf, Vor­sit­zen­der des Hei­mat­ver­eins Mep­pen schon bei der Eröff­nung des Abends. Noch über­rasch­ter war das Vor­be­rei­tungs­team im Anschluss, wie gut die Live-Über­tra­gung des Abends, die die JAM-Medi­en­grup­pe auf­wen­dig auf die Bei­ne gestellt hat­te, ankam. Den inter­es­san­ten Mix aus nost­al­gi­schem Foto­abend und Talk-Show ver­folg­ten bis­lang über 6000 Inter­es­sier­te im Inter­net.

Schließ­lich wur­de dem Publi­kum eini­ges gebo­ten. Bei­na­he jedes Gebäu­de, das auf den 150 Bil­dern zu sehen war, konn­te Mat­thi­as Wah­mes dank inten­si­ver Recher­che des Hei­mat­ver­eins einer Fami­lie zuord­nen sowie die Funk­ti­on der Häu­ser beschrei­ben, die schon vor meh­re­ren Genera­tio­nen abge­ris­sen wur­den. Um die Dar­stel­lun­gen wei­ter mit Leben zu fül­len, hat­te man Zeit­zeu­gen ein­ge­la­den, die span­nen­de und unter­halt­sa­me Anek­do­ten im Rah­men einer Talk-Ecke bei­steu­er­ten. Musi­ka­lisch unter­malt wur­de der Abend von Ulla Klein­lo­sen und Inge Stre­eck, die mit „Hei­ni im Loch“ ein authen­ti­sches Zeit­zeug­nis der legen­dä­ren Knei­pe am Pünt­kers Patt bei­tru­gen.  

Da die Reso­nanz auf die Aus­strah­lung im Inter­net so posi­tiv war, ent­schied sich das Team nun, die Auf­zeich­nung auch als DVD her­aus­zu­ge­ben. „Es ist ein klei­nes Zeit­zeug­nis ent­stan­den, das his­to­ri­sche Bil­der mit unwie­der­bring­li­chen Geschich­ten ver­schie­de­ner Zeit­zeu­gen ver­bin­det“, so Jan Sie­vert, der neben Mat­thi­as­Wah­mes und Tho­mas Gol­kow­ski durch den Abend führ­te. Durch die DVD bekom­men nun auch die­je­ni­gen Zugriff auf die Auf­zeich­nung, die die Ver­an­stal­tung nicht vor Ort oder im Inter­net sehen konn­ten. Der gut zwei­stün­di­ge Film ist für 15 € bei TIM und im JAM erhält­lich und eig­net sich her­vor­ra­gend als Weih­nacht­ge­schenk. Der Erlös kommt der Jugend­ar­beit des JAM und der Mep­pe­ner Tafel zugu­te, die sich momen­tan im Neu­auf­bau befin­det.

Bild: „Mat­thi­as Wah­mes, Manu­el Bre­dol, Tho­mas Gol­kow­ski und Jan Sie­vert vom Foto­abend-Team prä­sen­tie­ren die neue DVD, die ab sofort erhält­lich ist (v.l.)“

Die nächsten Ereignisse im Meppener JAM im Überblick

Im Jam ist eine Men­ge los: Rech­ne­risch etwa eine Ver­an­stal­tung pro Woche steht wäh­rend des zwei­ten Halb­jahrs 2019 im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum auf dem Pro­gramm. 15 Ereig­nis­se – von Kon­zer­ten über Lesun­gen bis zu Par­tys für Kin­der – gibt es noch von Mit­te Okto­ber bis zum Jah­res­en­de, wie ein Blick ins Pro­gramm­heft ver­rät.

Bei­spie­le gefäl­lig? Die iri­sche Sin­ger-Song­wri­te­rin Cla­re Sands hat das Jam-Publi­kum bereits im Mai 2019 mit ihrer Band Dréi­mi­re begeis­tert. Nun fei­ert sie als Solo­künst­le­rin am Don­ners­tag, 17. Okto­ber, um 19.30 Uhr ein Wie­der­se­hen. Mit einer Fen­der-Strat-Gitar­re in der einen und einer elek­tri­schen Gei­ge in der ande­ren Hand, ist Sands eine preis­ge­krön­te Künst­le­rin, die, wie das Jam ankün­digt, „viel­sei­ti­ge, auf­rich­ti­ge und gefühl­vol­le Musik mit einer Pri­se tra­di­tio­nel­lem iri­schen Ein­fluss“ kom­po­niert.

Mit Alter­na­ti­ve Metal geht es am Sams­tag, 19. Okto­ber, wei­ter, wenn Alar­ming Jesus um 20 Uhr die Büh­ne betre­ten. Die For­ma­ti­on aus Lin­gen benutzt ihren pro­vo­kan­ten Band­na­men als Anspie­lung auf den in ihren Augen „wach­sen­den Trend, sich vor­ge­kau­te Mei­nun­gen eigen zu machen, ver­meint­li­chen Nach­rich­ten blind zu trau­en und gesell­schaft­li­che Bewe­gun­gen nicht zu hin­ter­fra­gen“. Ein The­ma, das nicht neu ist – eben­so wenig wie Alar­ming Jesus selbst, denn die Band, die 2005 den deut­schen Rock-&-Pop-Preis in der Kate­go­rie „Hard and Hea­vy“ gewon­nen hat, erleb­te nach ihrer Auf­lö­sung 2007 im Som­mer 2019 ihre Wie­der­auf­er­ste­hung. Tickets für die Kon­zer­te von Cla­re Sands und Alar­ming Jesus sind im Jam, bei TIM am Markt und unter jam-meppen.de erhält­lich.

Die Hits aus sei­ner CD „Wi-Wa-Wackel­zahn“ prä­sen­tiert der Köl­ner Kin­der­lie­der­ma­cher Johan­nes Kleist am Sonn­tag, 20. Okto­ber, von 11 bis 13 Uhr im Jam. Hier wackeln Mars­männ­chen mit den Anten­nen und Milch­zäh­ne im Mund, Spiel­zeu­ge tan­zen durchs Kin­der­zim­mer und auf Zebra Zot­tel wird durch den Zoo gerit­ten. Mit­ma­chen, sin­gen, klat­schen, hüp­fen ist ange­sagt. Das Jam ver­spricht „ein beson­de­res Kon­zert-Erleb­nis aus Bewe­gungs­lie­dern, lus­ti­gen Bil­dern und inter­ak­ti­ven Geschich­ten.“ Wäh­rend der anschlie­ßen­den Auto­gramm­stun­de nimmt sich der Musi­ker Zeit, Fra­gen zu beant­wor­ten. Außer­dem war­tet auf jedes Kind eine klei­ne Über­ra­schung als Erin­ne­rung an das Kon­zert. Der Ein­tritt frei, es gibt ein Fami­li­en­früh­stück.

Eben­falls kein Ein­tritts­geld wird bei der zwei­ten LAN-Par­ty am Sams­tag, 26. Okto­ber, im Jam ver­langt. Start ist um 19 Uhr, der Auf­bau des Rech­ners ist schon ab 18 Uhr mög­lich. Geträn­ke, Abend­essen und klei­ne Snacks gibt es gegen einen klei­nen Auf­preis. Wer dabei sein möch­te, schreibt eine kur­ze E‑Mail an niklas.berentzen@jam-meppen.de oder an manuel.bredol@ jam-meppen.de, in der er oder sie Namen und Alter mit­teilt. Dann gibt es wei­te­re Info vom Jam.

Positive Zwischenbilanz

Das neue Jam ist in Mep­pen gut ange­kom­men. Die Leu­te ken­nen es und sind ange­tan von den Räu­men und den Mög­lich­kei­ten“, bilan­ziert Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck nach den ers­ten zwei­ein­halb Jah­ren des neu­en Jugend- und Kul­tur­zen­trums an der Blei­che. 2018 ver­zeich­ne­te das Jam ihm zufol­ge allein bei den Ver­an­stal­tun­gen ins­ge­samt 11.500 Besu­cher; in die­sem Jahr sind es nach neun Mona­ten schon 9500. „Das Kon­zept hat funk­tio­niert. Das Jam ist zu einem Ort gewor­den, an dem Bür­ger jedes Alters zusam­men­kom­men“, sagt auch Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein.

Gebo­ten wer­den nicht nur Ver­an­stal­tun­gen für Jugend­li­che, son­dern auch für Erwach­se­ne, sofern die­se Ereig­nis­se kul­tu­rell, gemein­nüt­zig und öffent­lich zugäng­lich sind. Als Gast­ge­ber fun­gie­ren häu­fig die bis zu 100 Ehren­amt­li­chen, die als Grup­pe der Klein­stadt­kin­der bekannt sind. Als beson­ders erfolg­reich betrach­tet Stre­eck die Zusam­men­ar­beit der Betei­lig­ten beim Klein­stadt­fes­ti­val im Juli und bei der NDR-Stadt­wet­te im August: „Bei bei­den Events haben Men­schen jeder Alters­grup­pe, mit und ohne Beein­träch­ti­gung, Hand in Hand zusam­men­ge­ar­bei­tet. Es herrscht eine gro­ße Akzep­tanz unter den Jugend­li­chen – jeder ist Teil des Teams.“

(Text: T. Gal­lan­di, NOZ)

Schüler spielen Stadtleben in Meppener Jam-City nach

Die Mep­pe­ner Spiel­stadt Jam-City ist wie­der zum Leben erwacht. 120 Kin­der ver­wan­del­ten gemein­sam mit 35 Betreu­ern die Turn­hal­le der Paul-Ger­hardt-Schu­le zum nun 16. Mal in die fik­ti­ve Stadt „Jam-City“.

Wie fühlt es sich an, ein Erwach­se­ner zu sein? Das tes­ten in die­sen Tagen 120 Mep­pe­ner Schü­ler in der Spiel­stadt Jam-City. In der Paul-Ger­hardt-Sport­hal­le bau­en sie seit Diens­tag­mor­gen an ihrer ganz eige­nen Stadt. „Die Kin­der erle­ben an drei Tagen, wie es ist, wie ein Erwach­se­ner zu leben und dabei mit dem selbst­ver­dien­ten Geld, der fik­ti­ven Wäh­rung Jam, umzu­ge­hen“, erklärt Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck.

Kin­der zwi­schen acht und zwölf Jah­ren durf­ten mit­ma­chen, und schon in die­sem Alter eröff­ne­ten sie eine Bank, eine Zei­tung, eine Cock­tail­bar und ver­schie­de­ne Krea­tiv­ge­schäf­te. Dabei unter­stützt wer­den die 120 Teil­neh­mer von 21 Fach­schü­lern für Sozi­al­päd­ago­gik Klas­se 18.3 der Mari­en­haus­schu­le Mep­pen und 14 Hel­fern des Jugend- und Kul­tur­zen­trums Jam, die wäh­rend der drei Tage jeden Spaß mit­ma­chen und die gro­ße Grup­pe zusam­men­hal­ten.

„Eini­ge Kin­der freu­en sich schon lan­ge vor­her, dass sie wie­der bei Jam-City teil­neh­men dür­fen“, weiß Kars­ten Stre­eck. Betreu­er und Bewoh­ner arbei­te­ten wie bei den ande­ren Geschäf­ten, Stän­den und Insti­tu­tio­nen Hand in Hand. „Die Kin­der sol­len so viel wie mög­lich selbst machen, aber es steht immer ein Betreu­er in der Nähe und kann hel­fen“, meint der Stadt­ju­gend­pfle­ger und ist zufrie­den: „Alles hat wie­der super funk­tio­niert, die Kin­der sind glück­lich und wir auch.“

Eini­ge der Betreu­er haben selbst schon als Kind teil­ge­nom­men, was zei­ge, dass Jam-City in den Köp­fen bleibt. Mit dem Ein­tritt in die sieb­te Klas­se ist die Teil­nah­me an Jam-City zwar nicht mehr mög­lich, jedoch kann man mit 14 Jah­ren wie­der als Betreu­er dabei sein und Teil des Orga­ni­sa­ti­ons­teams rund um Mari­en­haus­schu­le und Jam wer­den.

(T. u. B: David Hart­mann, NOZ)

Besucheransturm bei Kindertag am JAM

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fand am JAM und auf dem Frei­bad-Gelän­de ein gro­ßes Fest zum Welt­kin­der­tag statt. Ein tol­les Mit­mach-Pro­gramm und zahl­rei­che Auf­füh­run­gen, u.a. der  Zir­kus­grup­pe des TPZ, den Spie­lern des ASC Mep­pen Titans, den Cheer­lea­dern des TV Mep­pen, der Musik­schu­len Som­mer und Hugen­berg sowie der Frei­licht­büh­ne Mep­pen begeis­ter­ten die rund 3000 Besu­cher. Vor­be­rei­tet und durch­ge­führt wur­den die Aktio­nen von 40 Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Par­tei­en und der Stadt Mep­pen.