Drei Bands lassen Poppunk durchs Meppener JAM schallen

Der Novem­ber 2018 ist ein ereig­nis­rei­cher Monat im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam. Zum einen gab das Team die ers­ten Bands für das gro­ße Klein­stadt­fes­ti­val im nächs­ten Jahr bekannt. Zum ande­ren star­te­te das umfang­rei­che Novem­ber­pro­gramm mit der ers­ten Auf­la­ge der „Pop­punk-Piz­za-Par­ty“. Drei Bands aus dem Sub­gen­re Poppunk/Ramonescore stan­den auf der Büh­ne und sorg­ten für gute Stim­mung. (Text u. Bil­der: B. Fischer, NOZ)

Sel­ten wur­de an der Mep­pe­ner Blei­che wohl so aus­gie­big den Ramo­nes gehul­digt. Denn alle drei Bands des Abends rech­nen sich selbst dem Gen­re zu, das eini­ge schlicht als „Old­school Pop­punk“ bezeich­nen, ande­re direkt als „Ramo­nes­core“. Im Klar­text heißt das: Drei Akkor­de, simp­le tanz­ba­re Melo­di­en und die Ener­gie des Punk­rock gepaart mit Ele­men­ten aus Doo Wop, Surf­mu­sik und Rock ’n‘ Roll der 50er-/60er Jah­re. Ein Sound, den die New Yor­ker Ramo­nes erfun­den haben und der seit Ende der 1970er Jah­re zahl­rei­che Epi­go­nen pro­du­ziert hat.

Den Anfang auf der Jam-Büh­ne mach­ten die Hawaii­ans, deren Front­mann Bep­po Ama­ret­to in Mep­pen lebt und auch das Kon­zert ange­sto­ßen hat­te. Das Trio war eine Zeit lang inak­tiv und fei­ert seit ein paar Mona­ten eine klei­ne Reuni­on. Den Anstoß dazu gab kurio­ser­wei­se eine TV-Anfra­ge aus den USA, die dazu führ­te, dass ein Lied der Band in der Serie „Hawaii Five-0“ ver­wen­det wur­de. Auf der Büh­ne prä­sen­tier­te das Trio stil­echt in Hawaii­hem­den ihre Mischung aus Punk­rock mit Surf- und Bub­ble­gum-Antei­len und B-Movie-Tex­ten. Wie auch bei den fol­gen­den Bands wur­de das Gas­pe­dal gewal­tig durch­ge­tre­ten, denn ganz ähn­lich wie bei den gro­ßen Vor­bil­dern aus New York gab es zwi­schen den Lie­dern kaum Ansa­gen, son­dern schnel­le, naht­lo­se Über­gän­ge.

Knackige, eingängige Songs

Es folg­ten die Osna­brü­cker Bur­ger Wee­kends, die in Mep­pen kei­ne Unbe­kann­ten sind, da sie unter ande­rem bereits beim Rock­pa­last-Jubi­lä­ums­fes­ti­val 2017 gespielt hat­ten. Auch dies­mal konn­ten sie mit kna­cki­gen, ein­gän­gi­gen Songs über­zeu­gen. Letz­te im Bun­de waren Neon Bone aus Müns­ter, die ihren klas­si­schen Pop­punk-Sound ger­ne mit Herz­schmerz-Anlei­hen von Wee­zer auf­pep­pen. Die Band ist in der Sze­ne sehr beliebt, was Kon­zer­te in ganz Euro­pa und sogar eine Tour durch die USA bele­gen. Inter­es­sant war, dass bei allen drei Bands die Schlag­zeu­ger den Gesangs­part über­nah­men und zwei von ihnen sogar im Ste­hen spiel­ten.

Um dem Ver­an­stal­tungs­ti­tel „Pop­punk-Piz­za-Par­ty“ gerecht zu wer­den, gab es neben dem kurz­wei­li­gen musi­ka­li­schen Teil des Abends für das Publi­kum als beson­de­res Extra Gra­tispiz­za, die jeweils sehr schnell ver­grif­fen war. Die amü­san­te Akti­on wur­de von der benach­bar­ten Piz­ze­ria „Don Camil­lo“ gespon­sert. Außer­dem wur­de der gesam­te Kon­zert­abend vom Team der Klein­stadt­kin­der live ins Inter­net gestreamt. Für das Kon­zert waren sogar Zuschau­er aus Ober­hau­sen und Braun­schweig ins Ems­land gereist.

Als Nächstes Poetry-Wettstreit

Das Rock­kon­zert- und Lesungs­pro­gramm im Jam setzt sich bereits am 17. Novem­ber mit dem Poe­try-Wett­streit „Slam by natu­re II“ fort. Am 24. Novem­ber prä­sen­tie­ren die Macher des Rüt ’n‘ Rock-Fes­ti­vals dann die RüRo-Club­show mit den Bands Brett, Wil­der­li­fe, Aro­ma und Mor­bid Minds. Den Abschluss bil­det das „Rehab“-Konzert der Fach­am­bu­lanz Sucht Ems­land, bei dem The Boar, Sib­an­nac & Joker sowie Desti­na­ti­on Any­whe­re bei frei­em Ein­tritt auf der Büh­ne ste­hen wer­den.

Alle Infos zu den kom­men­den Ver­an­stal­tun­gen sind auf der Home­page des Jam zu fin­den: www.jam-meppen.de.