SITZPLATZ-POGO MIT BRAIN LICKERS UND GEORGE GAMBIER

Sit­zen­des Publi­kum und Fes­ti­val-Stim­mung pas­sen nicht zusam­men? Weit gefehlt! Dass die­ses Vor­ur­teil nicht stimmt, bewie­sen die Brain Lickers am Sams­tag­abend. Das Mep­pe­ner Quar­tett trat vor aus­ver­kauf­tem Haus und unter Beach­tung der Coro­na Schutz­auf­la­gen im Innen­be­reich des Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trums JAM auf. Eine Stun­de eige­ne Songs, unter ande­rem vom frisch gepress­ten neu­en Album, gab es auf die Ohren. Das JAM-Team hat­te dafür eigens eine Open Air Büh­ne mit PA- und Licht­an­la­ge instal­liert und prä­sen­tier­te druck­vol­len PA-Sound und eine fes­ti­val-taug­li­che Light­show vom Feins­ten. Unter­stützt von der Jugend­kul­tur­grup­pe “Klein­stadt­kin­der“ wur­de dem Publi­kum end­lich mal wie­der ein rich­ti­ges Rock-Kon­zert gebo­ten. Den Brain Lickers merk­te man die lan­ge Büh­nen-Absti­nenz in keins­ter Wei­se an. Mit viel Spiel­freu­de hau­te die Band dem Publi­kum lau­te Gitar­ren­riffs und mar­kant wil­de Bass- und Drum-Groo­ves um die Ohren. Rich­tig rund wur­de der Abend aber durch den Gast­auf­tritt der Rock­pa­last-Legen­de Geor­ge Gam­bi­er, der eine halb­stün­di­ge Solo-Show ablie­fer­te und dem begeis­ter­ten Publi­kum sogar mit den Brain Lickers sei­nen eige­nen Song „All you need is peace“ als Rock’n Roll-Ver­si­on prä­sen­tier­te. Ein Video-Mit­schnitt des Abends ist zu sehen:

TOLLE KULISSE BEIM OPEN- AIR KINO!

Aus­ver­kauft war unser Open-Air Kino am Frei­tag im Innen­hof des JAM. Rund 100 Kino­fans fan­den sich unter Beach­tung der aktu­el­len Schutz­auf­la­gen im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum ein, um den Kas­sen­schla­ger “Das per­fek­te Geheim­nis” zu erle­ben. Für das pas­sen­de Flair sorg­te eine Groß­lein­wand, ein Dol­by-Sur­round-Sys­tem und stim­mungs­vol­le Beleuch­tung, die das JAM in ein Frei­luft-Kino ver­wan­del­te. Ehren­amt­li­che Hel­fer sorg­ten für Snacks und Geträn­ke, die erneut bequem am Sitz­platz per Smart­pho­ne bestellt wer­den konn­ten. Ein Erleb­nis, das sicher eine Wie­der­ho­lung fin­den dürf­te.

SUMMER JAM BEGEISTERT MEPPENER!

In der tol­len Kulis­se des Innen­ho­fes am JAM fan­den erst­ma­lig seit über fünf Mona­ten wie­der Abend­ver­an­stal­tun­gen am JAM statt. Am 20. August begeis­ter­te der Osna­brü­cker Come­di­an Sven Bens­mann mit sei­nem Pro­gramm „Aus dem Lock­down, fer­tig, los!“ das Mep­pe­ner Publi­kum. Vor aus­ver­kauf­tem Gar­ten prä­sen­tier­te Bens­mann eine äußerst unter­halt­sa­me Cor­no­na-Abwand­lung sei­nes neu­en Pro­gramms. Am Fol­ge­tag tra­ten YOKAI und John Allen beim Mini-Fes­ti­val am JAM auf. YOKAI ist Musi­ker aus Bre­men & Kid der 90er. Der Name ist eine Hom­mage an den inne­ren Freak, das Mons­ter im Spie­gel, für all die Fabel­we­sen da drau­ßen. Im Fokus der Musik stan­den Lyrics die was sagen wol­len, es aber nicht immer müs­sen. Sto­rys aus dem ech­ten Leben, Upfront zumeist mit trei­ben­den Beats aber manch­mal auch zart wie Baby­po­po. In Mep­pen prä­sen­tier­te YOKAI mit Band ers­te neue Songs in Akus­tik Ver­sio­nen. Anschlie­ßend ging es wei­ter mit John Allen. Nach sei­ner bei­na­he mär­chen­haf­ten Ent­de­ckung durch Frank Tur­ner im Herbst 2013 ist viel pas­siert im Leben von John Allen. Er hat sei­nen Job gekün­digt, sein Leh­rer-dasein an den Nagel gehängt um sich voll­stän­dig der Musik zu wid­men und tourt seit­dem rast­los durch Euro­pa. Weit mehr als 600 Shows in weni­ger als vier Jah­ren ste­hen zu Buche, dar­un­ter Tour­ne­en mit Grö­ßen der Singer/Songwriter Sze­ne wie Luce­ro, Ben Caplan & The Casu­al Smo­kers, Tim Van­tol, Joe Gins­berg, Nor­th­cote und Emi­ly Bar­ker, sowie Kon­zer­te mit dem Pop­star Milow. Das Publi­kum beschei­nig­te dem Orga-Team eine per­fek­te Vor­be­rei­tung unter erschwer­ten Coro­na-Bedin­gun­gen. (Bil­der: Mel­li Silies)

SVEN BENSMANN:

JOHN ALLEN + YOKAI:

GRENZ-FOLK UND COOLE WITZE

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ) : Ein etwas ande­res Kon­zert vor einem etwas ande­ren Publi­kum hat es im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum (JAM) im Rah­men des nie­der­deut­schen Fes­ti­vals „Platt­Satt!“ gege­ben. Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publi­kum. 

Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publi­kum.  Aber es ging auch ernst und melan­cho­lisch zu, immer dann wenn der Bre­mer Folk­mu­si­ker Otto Groo­te sei­ne trau­ri­gen Bal­la­den sang. Da war viel über Groo­tes Fami­li­en­ge­schich­te und vor allem über sei­nen Groß­va­ter zu hören, der nach Deutsch­land emi­grier­te, um der Armut in sei­ner hol­län­di­schen Hei­mat zu ent­flie­hen.  Otto Groo­te hat irgend­wann mal den Gron­nin­ger Lie­der­ma­cher Bert Had­ders ken­nen­ge­lernt und fest­ge­stellt „dass wir musi­ka­lisch und auch sonst gut zusam­men­pas­sen”. Und so wur­den Songs der bei­den Lie­der­ma­cher in dem Musik­thea­ter­stück „De Grup“ zusam­men­ge­fasst. Musi­ka­lisch unter­stützt wur­den Groo­te und Had­ders von Lex Koop­mann (Gitar­re), Hans Lass (Kon­tra­bass) und Mar­cel Wol­thof am Schlag­zeug. Und die leg­ten einen guten Sound hin, eine Mix­tur aus Folk, Blues und Beat­mu­sic der frü­hen 1960er Jah­re. In ihren Songs blick­ten Groo­te und Had­ders auf schwe­re Zei­ten zurück, „in denen die Men­schen im Grenz­ge­biet von Hol­land und Deutsch­land von der Hand im Mund leb­ten“, hieß es in der Anmo­de­ra­ti­on des Lie­des „Him­mel ist nur für die Engel“. Anrüh­rend und auf­wüh­lend Groo­tes „Lied von Ester­we­gen“. Aber es ging auch oft lus­tig und rein unter­halt­sam in einer Art platt­deut­schen Truck-Stop-Sound zu.

Wit­zig die Bal­la­de über Bud­del­schiff­bau­er, mit einem gekonn­ten mehr­stim­mi­gen A‑ca­pel­la-Intro. Das alles ergab eine mit­rei­ßen­de musi­ka­li­sche Rei­se. Gesun­gen wur­den die Lie­der oft auf Platt­deutsch und Drents (Dren­ther Platt). Über­setzt „Nur kei­ne Auf­re­gung“ hieß das letz­te Lied des Abends, da kam der „hol­län­di­sche Froh­sinn“ so rich­tig durch und lock­te eini­ge Zuhö­rer aufs Par­kett um das Tanz­bein zu schwin­gen. Mit einer roman­ti­schen platt­deut­schen Mit­singbal­la­de als Zuga­be ver­ab­schie­de­ten sich die „Grenz-Folks“ von ihrem begeis­ter­ten Publi­kum.

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ)

CLARE SANDS BEGEISTERN IM AUSVERKAUFTEN JAM

Die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands ist im Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam zu Gast gewe­sen. Vor aus­ver­kauf­tem Haus prä­sen­tier­te die Mul­ti­in­stru­men­ta­lis­tin an der Blei­che gemein­sam mit ihrem Tour­gi­tar­ris­ten Kevin Her­ron ein weit gefä­cher­tes musi­ka­li­sches Pot­pour­ri und wuss­te die Zuhö­rer damit gekonnt in ihren Bann zu schla­gen.

Mep­pen ist für Cla­re Sands kein Neu­land, denn sie war in die­sem Jahr bereits mit der For­ma­ti­on Dré­i­mi­re in der Kreis­stadt zu Gast. Vie­len wird der dama­li­ge Auf­tritt in guter Erin­ne­rung geblie­ben sein, denn schon um 19:30 Uhr waren die Sitz­plät­ze im Jam mit Zuhö­rern aller Alters­klas­sen voll besetzt. Das Kon­zert­team rund um Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck hat­te nicht nur für eine atmo­sphä­ri­sche Büh­nen­ge­stal­tung gesorgt, son­dern mit iri­schem Bier auch die rich­ti­ge Geträn­ke­aus­wahl parat. Wer aller­dings ein rei­nes Irish Folk Kon­zert erwar­te­te, sah sei­ne Erwar­tun­gen nicht ganz bestä­tigt, da Cla­re Sands weit­aus mehr Sti­lis­ti­ken zu bie­ten hat­te.

Sentimentale Solostücke

Den musi­ka­li­schen Teil des Abends eröff­ne­te zunächst Gitar­rist Kevin Her­ron mit vier ruhi­gen und sen­ti­men­ta­len Solo­stü­cken von sei­ner ers­ten eige­nen EP. Anschlie­ßend betrat Cla­re Sands im Hip­pie­look und mit wil­dem Zopf die Büh­ne. In ins­ge­samt zwei Sets prä­sen­tier­te die Musi­ke­rin aus Cork ihre weit gefä­cher­te musi­ka­li­sche Band­brei­te, die von klas­si­schem iri­schen Folk, Gypsy­m­u­sik, Jazz über Welt­mu­sik mit afri­ka­ni­schen Ein­flüs­sen bis hin zu Rock und Rhythm and Blues reich­te, der oft an Janis Jop­lin erin­ner­te und auch in einer Cover­ver­si­on von „You can‘t always get what you want“ der Rol­ling Stones Aus­druck fand.

Tourgitarrist glänzt

Wäh­rend des Kon­zerts glänz­te nicht nur ihr Tour­gi­tar­rist Kevin Her­ron durch sein Kön­nen, son­dern auch Cla­re Sands begeis­ter­te durch ihre instru­men­ta­len Fähig­kei­ten. Mit Schel­len­kranz am Fuß­ge­lenk ließ sie ihrer Spiel­freu­de im Ver­lauf des Abends sowohl mit Fidd­le als auch Gitar­re und Mund­har­mo­ni­ka frei­en Lauf. Die Musik ent­fal­te­te dabei beson­ders durch die war­me cha­ris­ma­ti­sche Stim­me einen gewis­sen Zau­ber, der sich auch durch vie­le Stim­mun­gen spie­gel­te, vom trau­ri­gen Lie­bes­lied bis zum lebens­fro­hen Par­ty­song. Dabei wech­sel­ten sich Tra­di­tio­nals und Eigen­kom­po­si­tio­nen ab und bei den letz­ten Lie­dern ließ sich schließ­lich auch das eher ver­hal­te­ne Mep­pe­ner Publi­kum zum Sin­gen und Mit­klat­schen ani­mie­ren.

Nach zwei Zuga­ben ende­te schließ­lich ein rund­um gelun­ge­ner Musik­abend, an des­sen Ende sich ein Zuschau­er sogar zu der Aus­sa­ge hin­rei­ßen ließ: „Wenn man sich in Talent ver­lie­ben könn­te, dann wäre ich jetzt ver­lo­ren.“

Auch in den kom­men­den Wochen bie­tet das Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, von Kon­zer­ten bis hin zu Poe­try Slams und Lesun­gen. Alle Infos zu den anste­hen­den Ver­an­stal­tun­gen sind zu fin­den auf www.jam-meppen.de.

(Text und Bild: Bernd Fischer, NOZ)

VOLLES HAUS: ALARMING JESUS UND OXYTOXIN IM JAM

Zum zwei­ten Mal inner­halb einer Woche durf­te sich das Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam über ein vol­les Haus freu­en. Nach­dem schon die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands unter der Woche vie­le Gäs­te an die Blei­che lock­te, zog es am Sams­tag zahl­rei­che Rock- und Metal­fans zum Auf­tritt der bei­den Bands Oxy­to­xin und Alar­ming Jesus.

Über den regen Publi­kums­zu­spruch freu­ten sich die vier Musi­ker von Oxy­to­xin. Ange­führt von Front­frau Ina Blank­mann brach­te die rela­tiv neu for­mier­te Band nach eini­gen aus­wär­ti­gen Gigs ihren ers­ten Auf­tritt in Mep­pen auf die Büh­ne. Zu schwe­ren Rock- und Metal­riffs steu­er­te Gitar­rist Gerd „Blo“ Oster­wind mas­sig gekonn­te Soli und Melo­dien bei. Im Gesamt­bild wirk­te die Band per­fekt ein­ge­spielt. Der Begriff der „Rock­röh­re“ mag zwar kli­schee­haft klin­gen, Sän­ge­rin Ina mach­te ihm aber auf beein­dru­cken­de Wei­se alle Ehre. Musi­ka­lisch bedien­ten sich Oxy­to­xin mun­ter aus allen Sti­len der här­te­ren Gang­art und klan­gen dabei erstaun­lich frisch, auch wenn tra­di­tio­nel­le Vor­bil­der wie Motör­head und Seven­ties-Hard­rock klar durch­schie­nen. Pas­send dazu wur­de im letz­ten Song schließ­lich „Heroes“ von David Bowie geco­vert.

Alar­ming Jesus fei­er­ten ihre Auf­er­ste­hung. Die ursprüng­lich aus Lin­gen stam­men­de Band war zu Anfang des Mil­le­ni­ums rela­tiv erfolg­reich unter­wegs, bevor 2007 die Auf­lö­sung erfolg­te. Mit neu­er Beset­zung hat­te sich die For­ma­ti­on um Sän­ger Den­nis „Erwin“ Vaas nun cir­ca ein Jahr lang im Pro­be­raum auf ihr Come­back vor­be­rei­tet um qua­si „Alar­ming Jesus 2.0“ zu prä­sen­tie­ren. Zu reich­lich Büh­nen­ne­bel und Stro­bo­skop­ge­wit­ter ris­sen die fünf Musi­ker einen ziem­lich beein­dru­cken­den und pro­fes­sio­nel­len Auf­tritt ab. Har­ter aber durch­aus mas­sen­kom­pa­ti­bler Alter­na­ti­ve­me­tal wur­de hier und da mit ruhi­gen und emo­tio­na­len Pas­sa­gen gemischt und es wur­den sowohl alte Hits als auch brand­neue Songs gespielt. Das Publi­kum war so ange­tan davon, so dass die Band bei der After­show­par­ty im Ems­krug mit ihren Fans einen sehr gelun­ge­nen Reunion­auf­tritt fei­ern konn­te.

Als nächs­tes Rock­kon­zert steht im Jam die Show von She’s A Woman und Jambo‑X am 09. Novem­ber auf dem Pro­gramm. Im Dezem­ber fol­gen noch das „Mar­kus 12“ Mini-Indoor­fes­ti­val und die Pop­punk Piz­za Par­ty Volu­me 2. Infor­ma­tio­nen: www.jam-meppen.de.

(T. u. B.: Bernd Fischer, NOZ)

GEFÜHLVOLLE FRAUENPOWER FÜHRT ZUM SIEG

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend fand der ers­te Mep­pe­ner Song Slam im Jam statt, bei dem Lean­der Karuso (Osna­brück), Tim Ger­rits (Müns­ter), Kira Hum­men (Bochum), Jone­then Fuchs (Dres­den) und Dalia Häßi­cke (Müns­ter) gegen­ein­an­der antra­ten. Der Mode­ra­tor Jens Kotal­la führ­te das Publi­kum durch den Abend.

Besu­cher der bis­he­ri­gen Poe­try Slams kann­ten das Pro­ze­de­re bereits, denn auch bei dem Song Slam tra­ten die ange­reis­ten Musiker/innen in meh­re­ren Run­den gegen­ein­an­der an. Das Publi­kum konn­te als Jury jeden Auf­tritt mit­hil­fe eines Punk­te­sys­tems bewer­ten und die Musiker/innen mit den meis­ten Punk­ten kamen in die nächs­te Run­de. Obwohl allen Auf­trit­ten kräf­ti­ger Applaus folg­te, bil­de­ten sich bereits nach der ers­ten Run­de Publi­kums­lieb­lin­ge her­aus, die sich dann auch mit Best­punkt­zahl bis ins Fina­le sin­gen konn­ten. So stan­den Kira Hum­men und Dalia Häßi­cke im Fina­le nach zwei Vor­run­den erneut auf der Büh­ne und san­gen um den Sieg.  Auch im Fina­le erhiel­ten bei­de Frau­en die glei­che Anzahl an Punk­ten, sodass sie sich den Sieg am Ende des Abends ver­dien­ter­ma­ßen teil­ten.

Die bei­den Gewin­ne­rin­nen zeig­ten sich am Ende der Ver­an­stal­tung begeis­tert:  „Ich habe mich gefreut, heu­te hier  im JAM in die­sem genia­len Ambi­en­te auf­tre­ten zu dür­fen“, resü­mier­te Dalia Häß­e­ke den Abend. Auch Mode­ra­tor Jens Kotal­la, der zuvor auch schon die Poe­try Slams am JAM mode­riert hat­te und nun das ers­te Mal durch den Song Slam führ­te, beton­te: „Ich hat­te wie­der ein­mal  Spaß an der Ver­an­stal­tung und hof­fe auch eine Fort­set­zung im nächs­ten Jahr“.

Der Song Slam ist also eine Ver­an­stal­tung, die Publi­kum und Musiker/innen glei­cher­ma­ßen Freu­de berei­te­te, und bedarf einer Wie­der­ho­lung.

KLEINSTADTFESTIVAL IN MEPPEN FEIERT FURIOSE PREMIERE

(Aus der NOZ: Tim Gal­lan­di  Bernd Fischer)
Ein Tag statt zwei Aben­de, zwölf Bands, elf Stun­den Musik – und 2500 Besu­cher und Mit­wir­ken­de waren dabei: Das Mep­pe­ner Klein­stadt­fes­ti­val als ver­grö­ßer­te Ver­si­on des frü­he­ren Klein­stadt­fes­tes hat auf dem Frei­bad­ge­län­de am Jam eine Pre­mie­re gefei­ert, die aller­hand Ver­gnü­gen berei­te­te.

Das Schuh­werk reich­te von Chucks bis Bir­ken­stocks, die T‑S­hirt-Logos ver­wie­sen auf Ramo­nes und Buz­zcocks, Metal­li­ca und Dead Ken­ne­dys, Beat­les und Wacken. Ein sehr viel­fäl­ti­ges Publi­kum hat­te sich am Sams­tag zwi­schen Jam und Frei­bad in Mep­pen ein­ge­fun­den. Das Mep­pe­ner Jugend­zen­trum Jam und die Klein­stadt­kin­der – ein Team aus gut und ger­ne 80 Ehren­amt­li­chen – brach­ten sie zusam­men. Der Hit­ze­wel­le zum Trotz wur­de aus­gie­big getanzt. So aus­gie­big, dass bis in den Abend hin­ein ab und zu Was­ser aus dem Schlauch Abküh­lung berei­ten muss­te.

Hel­fer, Spon­so­ren, Gäs­te und Bands mit­ge­rech­net, waren nach Ver­an­stal­ter-Anga­ben rund 2500 Leu­te auf dem Gelän­de. Bes­tes Fes­ti­val­wet­ter, fried­li­che, ent­spann­te Atmo­sphä­re vor dem Pan­ora­ma der Stadt­wall-Bäu­me – am Drum­her­um stimm­te nahe­zu alles. Nicht opti­mal war allein eine logis­ti­sche Sache: Wäh­rend die Geträn­ke-Ver­sor­gung pro­blem­los ver­lief, gab es ledig­lich einen ein­zi­gen Essens­stand; zu lan­ge Schlan­gen und War­te­zei­ten waren die Fol­ge. Das kann bes­ser wer­den.

Band für Band

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Bei Tem­pe­ra­tu­ren von knapp über 30 Grad Cel­si­us waren The Hawai­ians mit ihrem tro­pi­schen Band­na­men offen­sicht­lich der per­fek­te Ope­ner. Den eigent­li­chen undank­ba­ren Platz als ers­te Band wuss­te Front­mann Bep­po Ama­ret­to mit Augen­zwin­kern zu neh­men: „Wir wer­den eine Head­liner-Show spie­len, nur halt als ers­tes!“ Dem­entspre­chend zock­te das Trio aus Wes­ter­kap­peln und Mep­pen in 30 Minu­ten ohne nen­nens­wer­te Pau­se sport­li­che 16 Lie­der und bescher­te den frü­hen Besu­chern mit einem Mix aus Ramo­nes-inspi­rier­tem Drei-Akkord-Punk­rock und Six­ties-Bub­ble­gum-Sound bereits eini­ge Sing­a­longs und Ohr­wür­mer. Als Gast wur­de in der ers­ten Rei­he unter ande­rem Gui­do Donot gesich­tet.

Der Sound änder­te sich anschlie­ßend mit Eisen­karl, der Mep­pe­ner Insti­tu­ti­on im Bereich Metal- und Hard­rock-Cover. Erst im Mai hat­te sich die Band vom alten Front­mann getrennt, es durf­te also vor­ab gerät­selt wer­den wer beim Klein­stadt­fes­ti­val für das Mikro­fon zustän­dig sein wür­de. Letzt­end­lich teil­ten sich die Gitar­rist Domi­nik und Bas­sist Nil­le alle Gesän­ge in einem Klas­si­ker­set und mach­ten das auch ganz beacht­lich. Ohne­hin konn­ten sich Eisen­karl auch an die­sem Tag auf ihre Mep­pe­ner Fan­ba­se ver­las­sen, sodass trotz Som­mer­hit­ze ers­te ech­te Par­ty­stim­mung auf­kam. Der neue Sän­ger wird sei­ne Feu­er­tau­fe übri­gens Ende des Jah­res beim Christ­mas Metal Mee­ting haben, der Vor­ver­kauf dafür beginnt am 1. August.

Wei­ter ging es mit den Mep­pen­ern Against Ran­dy, die sozu­sa­gen zum Inven­tar gehö­ren. Sie haben seit 2013 bei jedem Klein­stadt­fest gespielt und gin­gen folg­lich am Sams­tag in „das ver­flix­te sieb­te Jahr“. Die Jungs absol­vier­ten den Auf­tritt mit ihrem par­ty­taug­li­chen Alter­na­ti­ve­rock aber natür­lich cool wie immer und gaben damit qua­si bereits die Visi­ten­kar­te für 2020 ab.

Kleinstadtfestival Meppen

Mit Hi! Spen­cer folg­ten eben­falls alte Bekann­te. Die Osna­brü­cker Band war bereits 2017 auf dem Klein­stadt­fest zu Gast und spiel­te noch im Mai die­sen Jah­res eine erfolg­rei­che Club­show im Jam. Auch am Sams­tag zün­de­te ihr deutsch­spra­chi­ger Indie­punk sehr gut, und es war zu mer­ken, dass vie­le Zuschau­er wegen ihnen ange­reist waren. Sän­ger Sven Bens­mann ist über­re­gio­nal auch als Come­di­an bekannt und wird im März 2020 die sechs­te Auf­la­ge der Mep­pe­ner Klein­stadt­co­me­dy prä­sen­tie­ren.

Als Nächs­tes gab sich ein Mann mit klang­vol­lem (Künstler-)Namen die Ehre. CJ Ramo­ne war in der Spät­pha­se der New Yor­ker Punk­rock-Iko­nen Ramo­nes deren Bas­sist; nun hält er deren musi­ka­li­sches Erbe lebendig.Ergänzt durch eine Hand­voll eige­ne Songs wie “Stand Up”, jag­ten CJ und sei­ne Band vor­wie­gend durch die klas­si­sche Ramo­nes-Ära der spä­ten 70er und frü­hen 80er – und das eben­so läs­sig wie atem­be­rau­bend tem­po­reich: “Rocka­way Beach”, “Com­man­do”, “I Wan­na Be Seda­ted”, “Blitz­krieg Bop”, alles dabei. Das Publi­kum ging begeis­tert mit, und im Pogo-Mosh­pit vor der Büh­ne wur­de reich­lich Staub auf­ge­wir­belt.

Das Hip-Hop-Ban­ner hiel­ten anschlie­ßend Wee­kend und sei­ne Crew hoch. Der Gel­sen­kir­che­ner, bür­ger­lich Chris­toph Wie­gand, stell­te denn auch zu Anfang fest: “Wir sind die ver­rück­ten Rap­per, die sich auf ein Punk­kon­zert trauen.”Im neu­en Jam war Wee­kend schon bei des­sen Eröff­nung 2017 auf­ge­tre­ten, und auch dies­mal zele­brier­te er Nor­ma­li­tät und Beschei­den­heit als Anti­the­se zum prot­zen­den Gangs­ta-Rap. Und skan­dier­te: “Das hier ist Leben wie auf Klas­sen­fahrt.” Sei­ner Auf­for­de­rung, ein paar Hip-Hop-Moves zu machen, kam die Men­ge ohne Zögern nach. “Yeah, und schon ist es ein Hip-Hop-Kon­zert”, kom­men­tier­te Wee­kend.

Black Fea­thers” und “Tur­ning Shadows” hat­te es mehr als drei Jah­re nicht mehr live in der Regi­on zu hören gege­ben. Beim Klein­stadt­fes­ti­val, an dem sie zum ers­ten Mal mit­wirk­ten, änder­ten Razz die­sen Umstand. Das Ohr­wurm-erzeu­gen­de Riff von “Could Sleep” eröff­ne­te die Show, mit der die über­re­gio­nal bekann­tes­te Band aus dem Ems­land, inzwi­schen in Ber­lin ansäs­sig, ihr Wie­der­se­hen mit den Fans in der alten Hei­mat fei­er­te.

Für die­se gab es ein Wie­der­hö­ren mit dem gerad­li­ni­gen Indie­rock samt ein paar Elek­tro-Ein­flüs­sen, dazu als Signa­tur-Ele­ment Niklas Kei­sers ein­präg­sa­me Stim­me. Neben Bekann­tem wie “Let It In, Let It Out” prä­sen­tier­ten Razz auch Kost­pro­ben neu­er Stü­cke, denn sie arbei­ten an ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum.

Abge­se­hen von CJ Ramo­ne, der aber gera­de auf Deutsch­land­tour war, hat­ten Itchy den wei­tes­ten Weg nach Mep­pen zurück­ge­legt: aus dem schwä­bi­schen Eis­lin­gen an der Fils. Und anders als Razz bei deren Heim­spiel muss­te sich das Trio, obwohl Head­liner, nach eige­nem Bekun­den “die Aner­ken­nung erst erspie­len”.

Das fiel ihnen mit ener­gie­ge­la­de­nen Indierock­songs zum Mit­fei­ern – à la “Why Still Bother” – vor einer Men­ge text­si­che­rer Fans nicht schwer. Für das sozi­al­kri­ti­sche “The Sea” mach­ten Gitar­rist Sib­bi und Bas­sist Pan­zer einen Aus­flug ins Publi­kum, spann­ten Kon­zert­be­su­cher Roland ein, der schon bei CJ Ramo­ne uner­müd­lich ein “Gab­ba Gab­ba Hey”-Schild geschwenkt hat­te, und brach­ten die Men­ge zu einer Art Sit-in inklu­si­ve Smart­pho­ne-Lich­tern.

Mit einem von Ska- und Reg­gae-Ele­men­ten durch­zo­ge­nen Punk­rock-Kon­zert, das die Mas­se ein­mal mehr zum Tan­zen brach­te, war­te­ten Son­da­schu­le auf. Die Trup­pe aus dem Ruhr­ge­biet um Front­mann Cos­ta Can­na­bis pro­pa­gier­te musi­ka­lisch eine nur schein­bar “Schö­ne neue Welt”, nahm mit in die nach ihrem Emp­fin­den welt­schöns­te Stadt “Ams­ter­dam” und trau­er­te im melan­cho­li­schen “RIP Audio” der ana­lo­gen Musik­welt nach.

Wäh­rend sich all das auf der Haupt­büh­ne und drum­her­um abspiel­te, über­brück­ten auf der benach­bar­ten Con­tai­ner­büh­ne Acoustic Steel und Civil Cou­ra­ge die Zeit wäh­rend der Umbau­pau­sen. Acoustic Steel boten akus­ti­sche Ver­sio­nen von Rock- und Metal-Klas­si­kern, von Jour­neys “Don’t Stop Belie­vin’” bis zum vom Publi­kum inbrüns­tig mit­ge­sun­ge­nen “Das Schlimms­te ist, wenn das Bier alle ist” von Die Kas­sie­rer.

Civil Cou­ra­ge aus Läh­den wie­der­um spiel­ten unter ande­rem das Titel­stück ihres Albums “Wie Bud Spen­cer und Terence Hill”, lie­ßen mit “Blau-Wei­ße Macht” die Fans des SV Mep­pen schwel­gen und cover­ten den Ärz­te-Klas­si­ker “Schrei nach Lie­be”.

Das Fina­le bestrit­ten dann Mont­re­al. Die drei Han­sea­ten schleu­der­ten flot­ten Punk­rock in die Men­ge, beschwo­ren die “Walk­man Revo­lu­ti­on”, erklär­ten “Kino” zur unge­eig­nets­ten Aus­geh-Opti­on am Wochen­en­de. Am lau­tes­ten mit­ge­sun­gen wur­de indes ihr eigen­wil­li­ges Cover­stück “Katha­ri­ne, Katha­ri­ne”.

Ein amt­li­cher Abschluss nach elf Fes­ti­val­stun­den. Ger­ne wie­der – das gilt für Mont­re­als Gig wie für das Klein­stadt­fes­ti­val ins­ge­samt.

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DONES AUS GROSSBRITANNIEN ZUM FÜNFTEN MAL IN MEPPEN

Im Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam Mep­pen waren alte Bekann­te auf der Büh­ne. Die Lon­do­ner Band Dro­nes war bereits zum fünf­ten Mal in der Kreis­stadt zu Gast und wuss­te auch die­ses Mal das Publi­kum zu begeis­tern. Unter­stützt wur­den sie von den Lokal­bands Coun­try Club Kil­ling Machi­ne und The Boar.

Den musi­ka­li­schen Anfang des Abends bestrit­ten vor cir­ca 120 Gäs­ten Coun­try Club Kil­ling Machi­ne aus Mep­pen. Das Pro­jekt trat bereits im Febru­ar mit Akus­tik­co­ver­songs beim „Rock­pa­last unplug­ged“ Kon­zert auf. Seit­dem hat sich das Per­so­nal­ka­rus­sell aller­dings gedreht und so war an die­sem Abend mit Tom­my (Gesang), Mar­kus (Gitar­re), Robert (Gitar­re) und Johan­nes (Schlag­zeug) fast die kom­plet­te letz­te Beset­zung der auf­ge­lös­ten Distance Remains auf der Büh­ne. 

Am Bass wur­de die For­ma­ti­on durch Ron­nie von Against Ran­dy kom­plet­tiert und prä­sen­tier­te ein voll­elek­tri­sches Cover­set, bei dem unter ande­rem Songs von Jim­my Eat World und Taking Back Sunday gespielt wur­den. Die Band nutz­te ihren Heim­vor­teil gekonnt aus und das Publi­kum ging ordent­lich mit. Als Höhe­punkt der Show wur­den Boy­sets­fire geco­vert und Sän­ger Tom­my lie­fer­te im Zuschau­er­raum gemein­sam mit dem Mep­pe­ner Singer/Songwriter Jonas Egbers ein beein­dru­cken­des Gesangs­du­ett ab. Danach stan­den bei The Boar eben­falls Cover­stü­cke auf dem Pro­gramm. Wäh­rend Coun­try Club Kil­ling Machi­ne aber eher die Emo­core-Schie­ne bedien­ten, fokus­sie­ren sich The Boar seit jeher auf eher klas­si­schen Punk­rock à la Mis­fits und Ramo­nes über Neun­zi­ger-Klas­si­ker wie Pen­ny­wi­se, Off­spring und Bad Reli­gi­on hin zu neue­ren Songs von Fei­ne Sah­ne Fisch­fi­let oder Beat­steaks. Ein leich­ter Pro­be­rück­stand war dem Quin­tett zwar anzu­mer­ken, aber auch die­ser Auf­tritt kam beim Publi­kum gut an.

Die Dro­nes gaben anschlie­ßend zum fünf­ten Mal den wür­di­gen Head­liner in Mep­pen. Die Auf­trit­te der Band las­sen sich kei­nes­wegs als „same pro­ce­du­re as every year“ abtun, denn die Lon­do­ner geben jedes Mal alles auf der Büh­ne und beein­druck­ten erneut mit einer agi­len und explo­si­ven Show. Dem­entspre­chend unter­nah­men nicht nur bei­de Gitar­ris­ten wie­der eif­rig Aus­flü­ge ins Pogo tan­zen­de Publi­kum son­dern auch Sän­ge­rin Lois ließ sich beim Crowd­sur­fen wie­der auf Mep­pe­ner Hän­den tra­gen. Dazu prä­sen­tier­te die Band exklu­siv brand­neue Songs vom kom­men­den Album, die zum ers­ten Mal live gespielt wur­den. Das Publi­kum fei­er­te die Dro­nes ent­spre­chend und erleb­te einen exzel­len­ten Punk­rock­abend. Wer sich Tickets im Vor­ver­kauf bei der Band gesi­chert hat­te, durf­te sich außer­dem über ein spe­zi­el­les T‑Shirt mit Mep­pen-Design freu­en.

Die Show dien­te gleich­zei­tig als Warm-Up-Kon­zert für das Klein­stadt­fes­ti­val am kom­men­den Sams­tag (27. Juli). Die Klein­stadt­kin­der ver­los­ten noch ein­mal ver­schie­de­ne Prei­se am Glücks­rad und freu­en sich auf vie­le Gäs­te beim Open Air. Infos zum Fes­ti­val fin­den sich auf: www.kleinstadtfestival.de

Text und Bil­der: Bernd Fischer (NOZ)

HAMBURGER GEWINNT DEN SLAM AM JAM IN MEPPEN

Der Ham­bur­ger Lenn­art Hamann hat bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren den „Slam am Jam“ im Innen­hof des Jugend- und Kul­tur­zen­trums gewon­nen. Im Dich­ter­wett­streit setz­te er sich in drei Run­den vor zahl­rei­chen Zuschau­ern durch. Bei bes­tem Som­mer­wet­ter waren die äuße­ren Umstän­de für einen Frei­luft-Poe­trys­lam per­fekt. Dem­entspre­chend war auch der Zuschau­er­zu­spruch sehr gut und bei küh­len Geträn­ken und lecke­rer Grill­brat­wurst waren fast alle Plät­ze im Innen­hof des Jam besetzt.
Zunächst unter­hielt die Müns­te­ra­ner Musi­ke­rin Dalia Häßi­cke das Publi­kum mit nach­denk­li­chen deut­schen Tex­ten und ruhi­gen Songs, in denen sie Akus­tik­gi­tar­re und Loo­p­ma­schi­ne mit sanf­ten Beats kom­bi­nier­te. Danach stell­te Mode­ra­tor Jens Kotal­la die ein­zel­nen Slam­mer und die Bewer­tungs­kri­te­ri­en des Wett­streits vor.

Ins­ge­samt tra­ten vier Slam­mer an, um dem Publi­kum ihre kur­zen Tex­te mit fre­cher Schnau­ze und spit­zer Zun­ge zu prä­sen­tie­ren. Zum einen war Luca Swie­ter aus Köln zu Gast, die vor zwei Jah­ren bereits bei einem Mep­pe­ner Slam mit­ge­wirkt hat­te. Dazu gesell­te sich Rahel Babic aus Ams­ter­dam, die aber gebür­tig aus Nord­horn stammt. Lenn­art Hamann war aus Ham­burg ange­reist und der Slam­mer Stef aus Bochum.

In zwei Vor­run­den und einer Final­run­de tru­gen alle vier Teil­neh­mer ein brei­tes Pot­pour­ri unter­schied­lichs­ter Tex­te vor. Die Band­brei­te an The­men reich­te dabei von Umzü­gen in ande­re Städ­te, Schön­heits­wett­be­wer­ben und Kar­tof­fel­kö­ni­gin­nen, Jobs in Fast­food­lä­den bis hin zu que­ren Dates. Wäh­rend die ers­te Run­de noch eher humo­ris­tisch geprägt war, bot beson­ders der zwei­te Durch­gang erns­te The­men wie Zukunfts­ängs­te, zwi­schen­mensch­li­chen Neid, Flücht­lings­schick­sa­le, sowie selbst­ver­let­zen­des Ver­hal­ten und psy­chi­sche Pro­ble­me.

Letzt­end­lich qua­li­fi­zier­ten sich Lenn­art Hamann und Stef nach Jury- und Publi­kums­wer­tun­gen für das Fina­le, in dem die bei­den noch ein­mal sehr humor­voll und mit Augen­zwin­kern je einen Text über Bank­drü­cker beim Sport und eine Ode an das Brust­haar vor­tru­gen. Beim Zuschau­er­ap­plaus hat­te schließ­lich Lenn­art Hamann die Nase vorn und durf­te sich fei­ern las­sen.

Als Beson­der­heit über­trug das ehren­amt­li­che Team der Klein­stadt­kin­der rund um Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck die gesam­te Ver­an­stal­tung live im Inter­net. Auch im Nach­hin­ein ist die Über­tra­gung für alle Inter­es­sier­ten noch abruf­bar. (Text und Bild: Bernd Fischer, NOZ)