Volles Haus: Alarming Jesus und Oxytoxin im JAM

Zum zwei­ten Mal inner­halb einer Woche durf­te sich das Mep­pe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam über ein vol­les Haus freu­en. Nach­dem schon die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands unter der Woche vie­le Gäs­te an die Blei­che lock­te, zog es am Sams­tag zahl­rei­che Rock- und Metal­fans zum Auf­tritt der bei­den Bands Oxy­to­xin und Alar­ming Jesus.

Über den regen Publi­kums­zu­spruch freu­ten sich die vier Musi­ker von Oxy­to­xin. Ange­führt von Front­frau Ina Blank­mann brach­te die rela­tiv neu for­mier­te Band nach eini­gen aus­wär­ti­gen Gigs ihren ers­ten Auf­tritt in Mep­pen auf die Büh­ne. Zu schwe­ren Rock- und Metal­riffs steu­er­te Gitar­rist Gerd „Blo“ Oster­wind mas­sig gekonn­te Soli und Melo­di­en bei. Im Gesamt­bild wirk­te die Band per­fekt ein­ge­spielt. Der Begriff der „Rock­röh­re“ mag zwar kli­schee­haft klin­gen, Sän­ge­rin Ina mach­te ihm aber auf beein­dru­cken­de Wei­se alle Ehre. Musi­ka­lisch bedien­ten sich Oxy­to­xin mun­ter aus allen Sti­len der här­te­ren Gang­art und klan­gen dabei erstaun­lich frisch, auch wenn tra­di­tio­nel­le Vor­bil­der wie Motör­head und Seven­ties-Hard­rock klar durch­schie­nen. Pas­send dazu wur­de im letz­ten Song schließ­lich „Heroes“ von David Bowie geco­vert.

Alar­ming Jesus fei­er­ten ihre Auf­er­ste­hung. Die ursprüng­lich aus Lin­gen stam­men­de Band war zu Anfang des Mil­le­ni­ums rela­tiv erfolg­reich unter­wegs, bevor 2007 die Auf­lö­sung erfolg­te. Mit neu­er Beset­zung hat­te sich die For­ma­ti­on um Sän­ger Den­nis „Erwin“ Vaas nun cir­ca ein Jahr lang im Pro­be­raum auf ihr Come­back vor­be­rei­tet um qua­si „Alar­ming Jesus 2.0“ zu prä­sen­tie­ren. Zu reich­lich Büh­nen­ne­bel und Stro­bo­skop­ge­wit­ter ris­sen die fünf Musi­ker einen ziem­lich beein­dru­cken­den und pro­fes­sio­nel­len Auf­tritt ab. Har­ter aber durch­aus mas­sen­kom­pa­ti­bler Alter­na­ti­ve­me­tal wur­de hier und da mit ruhi­gen und emo­tio­na­len Pas­sa­gen gemischt und es wur­den sowohl alte Hits als auch brand­neue Songs gespielt. Das Publi­kum war so ange­tan davon, so dass die Band bei der After­show­par­ty im Ems­krug mit ihren Fans einen sehr gelun­ge­nen Reunion­auf­tritt fei­ern konn­te.

Als nächs­tes Rock­kon­zert steht im Jam die Show von She’s A Woman und Jambo‑X am 09. Novem­ber auf dem Pro­gramm. Im Dezem­ber fol­gen noch das „Mar­kus 12“ Mini-Indoor­fes­ti­val und die Pop­punk Piz­za Par­ty Volu­me 2. Infor­ma­tio­nen: www.jam-meppen.de.

(T. u. B.: Bernd Fischer, NOZ)