FOTOSTREIFZUG DURCH MEPPEN 2020. ALS UNSERE GROSSELTERN KINDER WAREN (THEMA: MARKT)

Auf­grund der gro­ßen Reso­nanz hat der Hei­mat­ver­ein Meppen die Ver­an­stal­tungs­rei­he “Als unse­re Groß­el­tern Kin­der waren” in 2020 fort­ge­führt. Am 10. und 11. Febru­ar stand der Markt­platz im Blick­punkt. An den Aben­den wur­den Fotos aus dem Archiv des Hei­mat­ver­eins und aus pri­va­ten Samm­lun­gen gezeigt. Die Medi­en­grup­pe des JAM hat die die Ver­an­stal­tung am 10.2. um 19 Uhr erneut live im Inter­net unter jam-meppen.de übertragen. 

Bei die­sem Film han­delt es sich um eine Auf­zeich­nung des Live­streams vom 10.2.2020. Mode­ra­ti­on: Mat­thi­as Wah­mes, Jan Sie­vert, Tho­mas Gol­kow­ski, Hen­ning Har­pel Schnitt: Manu­el Bre­dol Kame­ra: Leon Kro­ner, Juli­an Ewers Ton: Lenn­art Mül­ler, Nils Ein­s­pa­nier Licht: Niklas Berent­zen Publi­kums­mi­kro: Eli­sa Lan­ger Betreu­ung, tech­ni­sche Unter­stüt­zung: Kars­ten Streeck 

JUNGE TALENTE BEGEISTERN IM JAM

An drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen haben die „Young Talents“ der Meppe­ner Frei­licht­büh­ne eine tol­le Show im Meppe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam gebo­ten. Orga­ni­siert und ver­an­stal­tet wur­den die gut besuch­ten Shows vom Jugend­aus­schuss der Ems­län­di­schen Frei­licht­büh­ne Meppen. 35 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger zwi­schen elf und 18 Jah­ren zeig­ten ihr Talent, und das mach­ten sie alle rich­tig gut. Dazu die gut abge­stimm­te Licht­tech­nik von Niklas Berent­zen und der tol­le Sound, abge­mischt von Lenn­art Mül­ler. Zwi­schen den ein­zel­nen Gesangs­stü­cken aus bekann­ten Musi­cals erfuhr das Publi­kum viel über Inhalt und Entstehungsgeschichte.

Immer ein beson­de­res High­light waren die gro­ßen Ensem­ble-Num­mern, etwa „Bohe­mi­an Rhap­so­dy“ von Queen oder „The Grea­test Show“ aus dem gleich­na­mi­gen Musi­cal. Toll auch die Solo-Gesangs­parts aus „Wicked“, „König der Löwen“, „Annie“ oder „Eli­sa­beth“. Und im Publi­kum hör­te man es immer wie­der flüs­tern: „Da wach­sen ja rich­ti­ge Talen­te her­an hier bei uns in Meppen.“ Nach zwei Stun­den Vol­le-Pul­le-Musi­cal-Show gab es an allen drei Tagen ste­hen­den Ova­tio­nen für die „Young Talents“, die viel Mut bewie­sen haben, sich vor das gro­ße Publi­kum zu stel­len, und für die Gesamt­lei­tung, bestehend aus Mari­na Bil­lek, Wieb­ke Bil­lek, Debo­rah Pan­te, Sil­ja Weg­mann und Aman­da War­ren. (Text: G. Meck­len­borg, NOZ)

BANDCONTEST FÜR KLEINSTADTFESTIVAL: JETZT BEWERBEN!

Band aus der Regi­on darf Klein­stadt­fes­ti­val 2020 in Meppen eröff­nen!
Neun der ins­ge­samt zehn Acts, die das Pro­gramm des Meppe­ner Klein­stadt­fes­ti­vals 2020 prä­sen­tie­ren wer­den, ste­hen bereits fest (wenn­gleich noch nicht alle öffent­lich gemacht wur­den). Ein letz­ter Start­platz ist somit frei; ergat­tern kann ihn eine Com­bo aus der Regi­on. Um sie zu ermit­teln, wird es einen Band­con­test geben.

Das Klein­stadt­fes­ti­val am Nach­mit­tag des 1. August 2020 eröff­nen, wie die ande­ren Bands einen Platz im Back­stage-Bereich ein­neh­men, die Atmo­sphä­re des Ereig­nis­ses auf dem Frei­bad­ge­län­de am Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam genie­ßen – all das winkt der For­ma­ti­on, die sich beim Wett­be­werb die Gunst von Jury und Publi­kum erspielt. „Wir bekom­men täg­lich meh­re­re Auf­tritts­an­fra­gen von loka­len Bands“, sagt Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck. „Um ihnen eine Chan­ce zu geben, ver­an­stal­ten wir den Con­test.“ Er fin­det am Frei­tag, 17. April, im Jam statt.

Dafür bewer­ben kön­nen sich Bands aus dem Ems­land und der Graf­schaft Bent­heim. Gehen mehr als vier bis fünf Bewer­bun­gen ein, wird eine Jury eine Vor­auswahl tref­fen. Beim Wett­be­werb selbst tre­ten die Bands nach­ein­an­der auf, ehe basie­rend aus dem Votum von Jury und Publi­kum eine Grup­pe als Sie­ger und damit Klein­stadt­fes­ti­val-Teil­neh­mer aus­ge­wählt wird.

Bands, die mit­ma­chen wol­len, kön­nen sich per E‑Mail (kleinstadtfestival@gmail.com) beim Jam mel­den. Bei­gefügt sein soll­te ein Foto, ein kur­zer Vor­stel­lungs­text sowie Links zu Songs der Band.
(Text: Tim Gal­lan­di, NOZ)

WEITERE BANDS FÜR KLEINSTADTFESTIVAL 2020 IN MEPPEN BESTÄTIGT

Ins­ge­samt zehn Acts wer­den am 1. August 2020 das Klein­stadt­fes­ti­val in Meppen bestrei­ten. Die Klein­stadt­kin­der als Ver­an­stal­ter haben jetzt wei­te­re Bands bekannt gege­ben, die auf dem Frei­bad-Are­al mit von der Par­tie sind. Dar­un­ter nam­haf­te Düs­sel­dor­fer Punk­ro­cker und meh­re­re Lokalmatadore. 

Den Punk-Part abde­cken wer­den dabei neben KMPFSPRT auch Rogers. Hin­ter dem Quar­tett aus Düs­sel­dorf liegt eine tur­bu­len­te Zeit. Das gilt beson­ders für das vor­ver­gan­ge­ne Jahr, geprägt von vie­len Shows, diver­sen Ver­let­zun­gen und den Auf­nah­men ihres vier­ten Stu­dio­al­bums „Mit­tel­fin­ger für immer“. “Zeit zum Durch­at­men blieb dabei kaum, denn ihr bis­her stärks­tes Live-Jahr star­te­te im Früh­jahr mit einer über­aus erfolg­rei­chen Head­li­ner-Tour, die direkt in einen unver­gess­li­chen Fes­ti­val-Som­mer über­ging”, tei­len die Klein­stadt­kin­der mit. “Selbst die Fuß­ver­let­zun­gen von Chri und Dom konn­ten die Düs­sel­dor­fer nicht brem­sen. Egal, ob Deich­brand Fes­ti­val, Wacken Open Air oder Ruhr­pott Rodeo – ihre Auf­trit­te über­tra­fen alle Erwar­tun­gen und wer­den der Band und ihren Fans noch lan­ge in Erin­ne­rung bleiben.”

Ihre bis­lang größ­te Show durf­ten Rogers im Herbst 2018 im Vor­pro­gramm der Toten Hosen in der aus­ver­kauf­ten Are­na ihrer gemein­sa­men Hei­mat­stadt Düs­sel­dorf spie­len. „Ganz schön krass“, blickt Sän­ger Chri zurück. „Im Grun­de bestand 2018 aus­schließ­lich aus Höhe­punk­ten.“ Ein wei­te­rer soll beim Klein­stadt­fes­ti­val 2020 in Meppen folgen.

Dort wer­den Rogers auch Wil­der­li­fe begeg­nen. Die vier Ems­län­der wol­len sich nicht an hip­pen Groß­stadt­trends ori­en­tie­ren. Sie sehen sich als ein­ge­schwo­re­ne Trup­pe jun­ger, lei­den­schaft­li­cher Musi­ker, die man auf den ers­ten Blick als sol­che erkennt und die authen­ti­schen Rock prä­sen­tiert — frisch, hoff­nungs­voll und eupho­rie­ge­la­den. Die Stim­me von Sän­ger Tim Grön­ni­ger gebe ein unver­kenn­ba­res Alleinstellungsmerkmal. 

Als Freund hat ein gewis­ser „Mücke“, ehe­mals Teil der Band EL*KE und nun lang­jäh­ri­ger Live-Gitar­rist des 2020er Klein­stadt­fes­ti­val-Head­liners Madsen, schnell ein Auge auf die Jungs und ihre Ent­wick­lung gewor­fen. Die ers­te Sin­gle nebst Bonus­track erschien im Okto­ber 2018; ein Jahr spä­ter folg­te die Debüt-EP “Light­ning Strike” mit fünf Tracks. “Eine klei­ne Band mit ganz gro­ßen Songs”, schrei­ben die Klein­stadt­kin­der. Im Ems­land waren Wil­der­li­fe zuletzt bei der RüRo-Christ­mas-Gala in Haren zu sehen und zu hören.

Eine wei­te­re Band aus der Regi­on ist gewis­ser­ma­ßen gesetzt: Against Ran­dy aus Meppen waren nicht nur im ver­gan­ge­nen Jahr beim Klein­stadt­fes­ti­val zu erle­ben, son­dern auch bei allen Auf­la­gen des Vor­läu­fers Klein­stadt­fest seit des­sen Pre­mie­re 2013. Mit ihren opti­schen Mar­ken­zei­chen (wei­ße Hem­den, schwar­ze Kra­wat­ten) und ihrer akus­ti­schen Signa­tur (druck­vol­ler, par­ty­taug­li­cher Indie-Rock) wer­den sie auch das nächs­te Fes­ti­val berei­chern. “Sie gehö­ren ein­fach zum Inven­tar”, kom­men­tie­ren die Kleinstadtkinder.

Hin­zu gesel­len sich zwei, deren Instru­men­te die Turn­ta­bles sind: Micha­el Kös­ters und Henkover wer­den als DJs beim Klein­stadt­fes­ti­val am Start sein. Kös­ters kommt eigent­lich aus der Acid-Core-Sze­ne, sam­melt aber schon viel zu lan­ge Rock­plat­ten, als die­se den Men­schen drau­ßen vor­zu­ent­hal­ten. Sei­ne Palet­te reicht von den 1970ern bis heu­te; ger­ne legt er Deutsch-Rock auf. Hen­ko­ver wie­der­um ist nicht nur ein gro­ßer Rock­mu­sik-Fan, son­dern über die Gren­zen von Sta­vern bekannt als Kory­phäe der lau­ten Musik — mit einem Pro­gramm von den 90ern bis in die Gegenwart.

Mehr zum Klein­stadt­fes­ti­val 2020 und zum Kar­ten­vor­ver­kauf auf www.kleinstadtfestival.de im Internet.

FOTOSTREIFZUG LIVE IM INTERNET

Bil­der­abend des Hei­mat­ver­eins aus­ver­kauft! Span­nen­de Fotos und Geschich­ten aus dem alten Meppen ver­spricht der Foto­abend am 10. und 11. Febru­ar um 19 Uhr im Jugend- und Kul­tur­zen­trum JAM. Die Ver­an­stal­tung war bereits weni­ge Stun­den nach Beginn des Vor­ver­kaufs aus­ver­kauft, kann aber auch live im Inter­net ver­folgt werden.

Damit mög­lichst vie­le Inter­es­sier­te den Foto­streif­zug ver­fol­gen kön­nen, hat die Medi­en­grup­pe des JAM für den 10. Febru­ar um 19 Uhr einen Live­stream geplant. Der Link ist recht­zei­tig vor dem Ver­an­stal­tungs­be­ginn auf der Home­page www.jam-meppen.de zu fin­den. Im Blick­punkt des his­to­ri­schen Foto­streif­zugs steht der Markt­platz. „Die Besu­cher im JAM und im Live­stream dür­fen sich auf zum Teil unver­öf­fent­lich­te Fotos freu­en“, erklärt der Vor­sit­zen­de des Hei­mat­ver­eins Marc-André Burg­dorf. Er bedankt sich bei den ehren­amt­li­chen Mit­glie­dern der JAM-Medi­en­grup­pe. Der Foto­abend sei ein schö­nes For­mat, um Alt und Jung zusammenzuführen. 

1. HALBJAHRESPROGRAMM 2020 IST DA

Pünk­tich zum Jah­res­en­de hau­en wir unser 1. Halb­jah­res­pro­gramm für 2020 raus! Wir freu­en uns auf vie­le tol­le Ver­an­stal­tun­gen im kom­men­den Jahr mit euch!!! 

GRENZ-FOLK UND COOLE WITZE

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ) : Ein etwas ande­res Kon­zert vor einem etwas ande­ren Publi­kum hat es im Meppe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum (JAM) im Rah­men des nie­der­deut­schen Fes­ti­vals „Platt­Satt!“ gege­ben. Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publikum. 

Etwas anders, weil das Kon­zert eher eine Art Musik­thea­ter als ein Folk-Gig war, und weil es über­wie­gend ein Ü‑50 Publi­kum ins JAM gelockt hat. Na gut, die Bezeich­nung Musik­thea­ter war schon leicht zu hoch gegrif­fen, denn der non-musi­ka­li­sche Teil bestand eigent­lich nur in den wit­zi­gen Anmo­de­ra­tio­nen des nie­der­län­di­schen Come­di­an Erik Har­te­veld. Der stell­te in einem char­man­ten Hol­land-Deutsch­land-Ems­land-Sprach­mix zunächst die Band vor und sorg­te mit der­ben Wit­zen immer wie­der für Lach­sal­ven im Publi­kum.  Aber es ging auch ernst und melan­cho­lisch zu, immer dann wenn der Bre­mer Folk­mu­si­ker Otto Groo­te sei­ne trau­ri­gen Bal­la­den sang. Da war viel über Groo­tes Fami­li­en­ge­schich­te und vor allem über sei­nen Groß­va­ter zu hören, der nach Deutsch­land emi­grier­te, um der Armut in sei­ner hol­län­di­schen Hei­mat zu ent­flie­hen.  Otto Groo­te hat irgend­wann mal den Gronnin­ger Lie­der­ma­cher Bert Had­ders ken­nen­ge­lernt und fest­ge­stellt „dass wir musi­ka­lisch und auch sonst gut zusam­men­pas­sen”. Und so wur­den Songs der bei­den Lie­der­ma­cher in dem Musik­thea­ter­stück „De Grup“ zusam­men­ge­fasst. Musi­ka­lisch unter­stützt wur­den Groo­te und Had­ders von Lex Koop­mann (Gitar­re), Hans Lass (Kon­tra­bass) und Mar­cel Wolt­hof am Schlag­zeug. Und die leg­ten einen guten Sound hin, eine Mix­tur aus Folk, Blues und Beat­mu­sic der frü­hen 1960er Jah­re. In ihren Songs blick­ten Groo­te und Had­ders auf schwe­re Zei­ten zurück, „in denen die Men­schen im Grenz­ge­biet von Hol­land und Deutsch­land von der Hand im Mund leb­ten“, hieß es in der Anmo­de­ra­ti­on des Lie­des „Him­mel ist nur für die Engel“. Anrüh­rend und auf­wüh­lend Groo­tes „Lied von Ester­we­gen“. Aber es ging auch oft lus­tig und rein unter­halt­sam in einer Art platt­deut­schen Truck-Stop-Sound zu. 

Wit­zig die Bal­la­de über Bud­del­schiff­bau­er, mit einem gekonn­ten mehr­stim­mi­gen A‑ca­pel­la-Intro. Das alles ergab eine mit­rei­ßen­de musi­ka­li­sche Rei­se. Gesun­gen wur­den die Lie­der oft auf Platt­deutsch und Drents (Dren­ther Platt). Über­setzt „Nur kei­ne Auf­re­gung“ hieß das letz­te Lied des Abends, da kam der „hol­län­di­sche Froh­sinn“ so rich­tig durch und lock­te eini­ge Zuhö­rer aufs Par­kett um das Tanz­bein zu schwin­gen. Mit einer roman­ti­schen platt­deut­schen Mit­singbal­la­de als Zuga­be ver­ab­schie­de­ten sich die „Grenz-Folks“ von ihrem begeis­ter­ten Publi­kum.

(T. u. B.: Gerd Meck­len­borg, NOZ)

CLARE SANDS BEGEISTERN IM AUSVERKAUFTEN JAM

Die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands ist im Meppe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam zu Gast gewe­sen. Vor aus­ver­kauf­tem Haus prä­sen­tier­te die Mul­ti­in­stru­men­ta­lis­tin an der Blei­che gemein­sam mit ihrem Tour­gi­tar­ris­ten Kevin Her­ron ein weit gefä­cher­tes musi­ka­li­sches Pot­pour­ri und wuss­te die Zuhö­rer damit gekonnt in ihren Bann zu schlagen. 

Meppen ist für Cla­re Sands kein Neu­land, denn sie war in die­sem Jahr bereits mit der For­ma­ti­on Dré­i­mi­re in der Kreis­stadt zu Gast. Vie­len wird der dama­li­ge Auf­tritt in guter Erin­ne­rung geblie­ben sein, denn schon um 19:30 Uhr waren die Sitz­plät­ze im Jam mit Zuhö­rern aller Alters­klas­sen voll besetzt. Das Kon­zert­team rund um Stadt­ju­gend­pfle­ger Kars­ten Stre­eck hat­te nicht nur für eine atmo­sphä­ri­sche Büh­nen­ge­stal­tung gesorgt, son­dern mit iri­schem Bier auch die rich­ti­ge Geträn­ke­aus­wahl parat. Wer aller­dings ein rei­nes Irish Folk Kon­zert erwar­te­te, sah sei­ne Erwar­tun­gen nicht ganz bestä­tigt, da Cla­re Sands weit­aus mehr Sti­lis­ti­ken zu bie­ten hatte. 

Sentimentale Solostücke

Den musi­ka­li­schen Teil des Abends eröff­ne­te zunächst Gitar­rist Kevin Her­ron mit vier ruhi­gen und sen­ti­men­ta­len Solo­stü­cken von sei­ner ers­ten eige­nen EP. Anschlie­ßend betrat Cla­re Sands im Hip­pie­look und mit wil­dem Zopf die Büh­ne. In ins­ge­samt zwei Sets prä­sen­tier­te die Musi­ke­rin aus Cork ihre weit gefä­cher­te musi­ka­li­sche Band­brei­te, die von klas­si­schem iri­schen Folk, Gypsy­m­u­sik, Jazz über Welt­mu­sik mit afri­ka­ni­schen Ein­flüs­sen bis hin zu Rock und Rhythm and Blues reich­te, der oft an Janis Jop­lin erin­ner­te und auch in einer Cover­ver­si­on von „You can‘t always get what you want“ der Rol­ling Stones Aus­druck fand. 

Tourgitarrist glänzt

Wäh­rend des Kon­zerts glänz­te nicht nur ihr Tour­gi­tar­rist Kevin Her­ron durch sein Kön­nen, son­dern auch Cla­re Sands begeis­ter­te durch ihre instru­men­ta­len Fähig­kei­ten. Mit Schel­len­kranz am Fuß­ge­lenk ließ sie ihrer Spiel­freu­de im Ver­lauf des Abends sowohl mit Fidd­le als auch Gitar­re und Mund­har­mo­ni­ka frei­en Lauf. Die Musik ent­fal­te­te dabei beson­ders durch die war­me cha­ris­ma­ti­sche Stim­me einen gewis­sen Zau­ber, der sich auch durch vie­le Stim­mun­gen spie­gel­te, vom trau­ri­gen Lie­bes­lied bis zum lebens­fro­hen Par­ty­song. Dabei wech­sel­ten sich Tra­di­tio­nals und Eigen­kom­po­si­tio­nen ab und bei den letz­ten Lie­dern ließ sich schließ­lich auch das eher ver­hal­te­ne Meppe­ner Publi­kum zum Sin­gen und Mit­klat­schen animieren. 

Nach zwei Zuga­ben ende­te schließ­lich ein rund­um gelun­ge­ner Musik­abend, an des­sen Ende sich ein Zuschau­er sogar zu der Aus­sa­ge hin­rei­ßen ließ: „Wenn man sich in Talent ver­lie­ben könn­te, dann wäre ich jetzt verloren.“ 

Auch in den kom­men­den Wochen bie­tet das Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, von Kon­zer­ten bis hin zu Poet­ry Slams und Lesun­gen. Alle Infos zu den anste­hen­den Ver­an­stal­tun­gen sind zu fin­den auf www.jam-meppen.de.

(Text und Bild: Bernd Fischer, NOZ)

VOLLES HAUS: ALARMING JESUS UND OXYTOXIN IM JAM

Zum zwei­ten Mal inner­halb einer Woche durf­te sich das Meppe­ner Jugend- und Kul­tur­zen­trum Jam über ein vol­les Haus freu­en. Nach­dem schon die iri­sche Musi­ke­rin Cla­re Sands unter der Woche vie­le Gäs­te an die Blei­che lock­te, zog es am Sams­tag zahl­rei­che Rock- und Metal­fans zum Auf­tritt der bei­den Bands Oxy­to­xin und Alar­ming Jesus. 

Über den regen Publi­kums­zu­spruch freu­ten sich die vier Musi­ker von Oxy­to­xin. Ange­führt von Front­frau Ina Blank­mann brach­te die rela­tiv neu for­mier­te Band nach eini­gen aus­wär­ti­gen Gigs ihren ers­ten Auf­tritt in Meppen auf die Büh­ne. Zu schwe­ren Rock- und Metal­riffs steu­er­te Gitar­rist Gerd „Blo“ Oster­wind mas­sig gekonn­te Soli und Melo­dien bei. Im Gesamt­bild wirk­te die Band per­fekt ein­ge­spielt. Der Begriff der „Rock­röh­re“ mag zwar kli­schee­haft klin­gen, Sän­ge­rin Ina mach­te ihm aber auf beein­dru­cken­de Wei­se alle Ehre. Musi­ka­lisch bedien­ten sich Oxy­to­xin mun­ter aus allen Sti­len der här­te­ren Gang­art und klan­gen dabei erstaun­lich frisch, auch wenn tra­di­tio­nel­le Vor­bil­der wie Motör­head und Seven­ties-Hard­rock klar durch­schie­nen. Pas­send dazu wur­de im letz­ten Song schließ­lich „Heroes“ von David Bowie gecovert.

Alar­ming Jesus fei­er­ten ihre Auf­er­ste­hung. Die ursprüng­lich aus Lin­gen stam­men­de Band war zu Anfang des Mil­le­ni­ums rela­tiv erfolg­reich unter­wegs, bevor 2007 die Auf­lö­sung erfolg­te. Mit neu­er Beset­zung hat­te sich die For­ma­ti­on um Sän­ger Den­nis „Erwin“ Vaas nun cir­ca ein Jahr lang im Pro­be­raum auf ihr Come­back vor­be­rei­tet um qua­si „Alar­ming Jesus 2.0“ zu prä­sen­tie­ren. Zu reich­lich Büh­nen­ne­bel und Stro­bo­skop­ge­wit­ter ris­sen die fünf Musi­ker einen ziem­lich beein­dru­cken­den und pro­fes­sio­nel­len Auf­tritt ab. Har­ter aber durch­aus mas­sen­kom­pa­ti­bler Alter­na­ti­ve­me­tal wur­de hier und da mit ruhi­gen und emo­tio­na­len Pas­sa­gen gemischt und es wur­den sowohl alte Hits als auch brand­neue Songs gespielt. Das Publi­kum war so ange­tan davon, so dass die Band bei der After­show­par­ty im Ems­krug mit ihren Fans einen sehr gelun­ge­nen Reuni­on­auf­tritt fei­ern konnte. 

Als nächs­tes Rock­kon­zert steht im Jam die Show von She’s A Woman und Jambo‑X am 09. Novem­ber auf dem Pro­gramm. Im Dezem­ber fol­gen noch das „Mar­kus 12“ Mini-Indoor­fes­ti­val und die Pop­punk Piz­za Par­ty Volu­me 2. Infor­ma­tio­nen: www.jam-meppen.de.

(T. u. B.: Bernd Fischer, NOZ)

ALS UNSERE GROSSELTERN NOCH KINDER WARENNUN AUF DVD

Dass Geschich­te kei­nes­falls unin­ter­es­sant sein dürf­te, hat die gewal­ti­ge Reso­nanz auf die bei­den Foto­aben­de des Hei­mat­ver­eins Meppen „Als unse­re Groß­el­tern noch Kin­der waren“  im Meppe­ner Jugend-und Kul­tur­zen­trum JAM bewie­sen. Rund 250 Besu­cher ver­folg­ten im Febru­ar eine span­nen­de Zeit­rei­se durch Hase­stra­ße, Ems­stra­ße und den Pünt­kers Patt im JAM

Ich bin über­rascht und über­wäl­tigt, wie vie­le Meppe­ner sich hier ein­ge­fun­den haben“, staun­te Marc-André Burg­dorf, Vor­sit­zen­der des Hei­mat­ver­eins Meppen schon bei der Eröff­nung des Abends. Noch über­rasch­ter war das Vor­be­rei­tungs­team im Anschluss, wie gut die Live-Über­tra­gung des Abends, die die JAM-Medi­en­grup­pe auf­wen­dig auf die Bei­ne gestellt hat­te, ankam. Den inter­es­san­ten Mix aus nost­al­gi­schem Foto­abend und Talk-Show ver­folg­ten bis­lang über 6000 Inter­es­sier­te im Internet. 

Schließ­lich wur­de dem Publi­kum eini­ges gebo­ten. Bei­na­he jedes Gebäu­de, das auf den 150 Bil­dern zu sehen war, konn­te Mat­thi­as Wah­mes dank inten­si­ver Recher­che des Hei­mat­ver­eins einer Fami­lie zuord­nen sowie die Funk­ti­on der Häu­ser beschrei­ben, die schon vor meh­re­ren Gene­ra­tio­nen abge­ris­sen wur­den. Um die Dar­stel­lun­gen wei­ter mit Leben zu fül­len, hat­te man Zeit­zeu­gen ein­ge­la­den, die span­nen­de und unter­halt­sa­me Anek­do­ten im Rah­men einer Talk-Ecke bei­steu­er­ten. Musi­ka­lisch unter­malt wur­de der Abend von Ulla Klein­lo­sen und Inge Stre­eck, die mit „Hei­ni im Loch“ ein authen­ti­sches Zeit­zeug­nis der legen­dä­ren Knei­pe am Pünt­kers Patt beitrugen. 

Da die Reso­nanz auf die Aus­strah­lung im Inter­net so posi­tiv war, ent­schied sich das Team nun, die Auf­zeich­nung auch als DVD her­aus­zu­ge­ben. „Es ist ein klei­nes Zeit­zeug­nis ent­stan­den, das his­to­ri­sche Bil­der mit unwie­der­bring­li­chen Geschich­ten ver­schie­de­ner Zeit­zeu­gen ver­bin­det“, so Jan Sie­vert, der neben Mat­thi­as­Wah­mes und Tho­mas Gol­kow­ski durch den Abend führ­te. Durch die DVD bekom­men nun auch die­je­ni­gen Zugriff auf die Auf­zeich­nung, die die Ver­an­stal­tung nicht vor Ort oder im Inter­net sehen konn­ten. Der gut zwei­stün­di­ge Film ist für 15 € bei TIM und im JAM erhält­lich und eig­net sich her­vor­ra­gend als Weih­nacht­ge­schenk. Der Erlös kommt der Jugend­ar­beit des JAM und der Meppe­ner Tafel zugu­te, die sich momen­tan im Neu­auf­bau befindet.

Bild: „Mat­thi­as Wah­mes, Manu­el Bre­dol, Tho­mas Gol­kow­ski und Jan Sie­vert vom Foto­abend-Team prä­sen­tie­ren die neue DVD, die ab sofort erhält­lich ist (v.l.)“