Wiedersehensfreude bei der Meppener Rocknacht

Wäh­rend zeit­gleich die Mep­pe­ner Rat­haus­kir­mes statt­fand, wur­de auch im Jam an der Blei­che in Mep­pen musi­ka­li­scher Buden­zau­ber gebo­ten. Drei Bands bestrit­ten die dor­ti­ge Rock­nacht, bei der es für die Mep­pe­ner Musik­sze­ne unter ande­rem ein Wie­der­se­hen mit zwei alten Bekann­ten gab. Orga­ni­siert wur­de das Kon­zert haupt­säch­lich von den Mit­glie­dern der Mep­pe­ner Band Distan­ce Remains, die auch selbst auf­tra­ten und mit A Place To Fall eine Band an Bord hat­ten, die bereits im März beim ers­ten Jam-Kon­zert des Jah­res 2018 dabei war. Die drit­te For­ma­ti­on des Abends waren an die­sem Sams­tag aller­dings Ever­y­day Insa­ni­ty aus Ber­lin, die ihre Mep­pe­ner Büh­nen­pre­mie­re fei­er­ten.

In Berlin zu Gast

Einem Mit­glied von Ever­y­day Insa­ni­ty ist Mep­pen aber kei­nes­wegs fremd, denn Bas­sist Chris­ti­an „Lüb­bo“ Lüb­bers kommt gebür­tig aus der Kreis­stadt und hat sogar von 2007 bis 2012 die vier Sai­ten bei Distan­ce Remains gezupft. Nach­dem es ihn vor eini­ger Zeit aus beruf­li­chen Grün­den nach Ber­lin ver­schlug, ist er dort bei Ever­y­day Insa­ni­ty ein­ge­stie­gen. Distan­ce Remains waren bereits im Mai 2018 in Ber­lin bei einem gemein­sa­men Kon­zert zu Gast, nun folg­te der Gegen­be­such der Haupt­stadt­band im Ems­land.

Den musi­ka­li­schen Anfang auf der Büh­ne mach­ten aller­dings A Place To Fall die alt­be­kann­ten emo­tio­nal ange­hauch­ten Metal­core mit trei­ben­der Lead­gi­tar­re boten und dem Publi­kum einen neu­en Bas­sis­ten vor­stel­len durf­ten. Mit Hin­ter­grund­pro­jek­ti­on und Nebel­ma­schi­nen wur­de hier auch optisch viel Wert auf Effek­te gelegt.

Effektgewitter

Die fol­gen­den Ever­y­day Insa­ni­ty aus Ber­lin setz­ten das Effekt­ge­wit­ter anschlie­ßend zu Beginn ihres Auf­tritts mit beleuch­te­ten Mas­ken fort. Bemer­kens­wert waren die sie­ben­sai­ti­gen Gitar­ren, wel­che die Musi­ker nicht nur zu bedie­nen wuss­ten, son­dern die auch vom Lead­gi­tar­ris­ten in der eige­nen Gitar­ren­werk­statt Asa­tri­an Gui­tars selbst gefer­tigt wer­den.

Die Band spiel­te in Mep­pen eine Mischung aus melo­di­schem Metal- und Hard­core und Bas­sist „Lüb­bo“ konn­te sich beim Heim­spiel im Jam ordent­lich fei­ern las­sen. Als beson­de­rer Gast­star über­nahm im let­zen Song außer­dem noch Mat­ze Reh­bock das Schlag­zeug, der eben­falls aus Mep­pen stammt und frü­her unter ande­rem bei One Inch Man gespielt hat.

Mix aus Alternativerock und Metalcore

Die letz­te Band eines gelun­ge­nen Kon­zert­abends waren schließ­lich Distan­ce Remains, die ihre zahl­rei­che Anhän­ger­schaft mit ihrem Mix aus Alter­na­ti­ve­rock und Metal­core erneut über­zeu­gen konn­ten. Unter ande­rem wur­de ein brand­neu­er Song prä­sen­tiert und eine Zuga­be mit dem Mep­pe­ner Solo­künst­ler Jonas Egbers bestrit­ten.

Das Kon­zert­pro­gramm an der Mep­pe­ner Blei­che setzt sich im Novem­ber mit meh­re­ren Kon­zer­ten fort. Am 10.11. wird die „Pop­punk-Piz­za-Par­ty“ mit den Bands Neon Bone, Bur­ger Wee­kends und The Hawaii­ans gefei­ert. Als beson­de­res Extra wird es tat­säch­lich Gra­tispiz­za bei die­ser Show geben. Am 30.11. folgt ein von der Fach­am­bu­lanz Sucht des Dia­ko­ni­schen Wer­kes Ems­land aus­ge­rich­te­tes Kon­zert mit den Bands und Künst­lern Desti­na­ti­on Any­whe­re, The Boar und Sib­an­nac & Joker. Außer­dem ist am 24.11. eine Rüt’n’Rock Club­show geplant. Alle Infos zu den anste­hen­den Ter­mi­nen sind auf der Home­page des Jam zu fin­den: www.jam-meppen.de