Lautstarker Metal-Dreierpack im JAM

Mæn­tis, No Shel­ter und Home Rea­red Meat haben für Stim­mung gesorgt beim Metal-Kon­zert im Jam in Mep­pen. Wäh­rend zehn­tau­sen­de Metal­fans am Sams­tag noch beim Wacken Open Air schwitz­ten, bewie­sen drei Bands der här­te­ren Gang­art, dass Death Metal und Art­ver­wand­tes immer noch am bes­ten auf klei­nen Club­büh­ne funk­tio­nie­ren. Die For­ma­tio­nen Mæn­tis, No Shel­ter und Home Rea­red Meat fei­er­ten eine aus­ge­las­se­ne Par­ty mit beacht­li­chen Dezi­bel­zah­len. (Text & Bild: B. Fischer, NOZ)

Ins­be­son­de­re No Shel­ter aus Ems­det­ten und Home Rea­red Meat aus Nie­der­lan­gen waren bes­tens auf den Auf­tritt vor­be­rei­tet, da bei­de sich am Don­ners­tag im Vor­pro­gramm der ame­ri­ka­ni­schen Death-Metal-Kory­phä­en Can­ni­bal Corp­se im Lin­ge­ner Schlacht­hof eini­ges abschau­en konn­ten. Dem­entspre­chend moti­viert eröff­ne­ten No Shel­ter den Abend und konn­ten mit ihrer kna­cki­gen Mischung aus altem Schwe­den-Death-Metal der Stock­hol­mer Schu­le und aggres­si­ven Hard­core-Ele­men­ten direkt über­zeu­gen, obwohl sie ohne etat­mä­ßi­gen zwei­ten Gitar­ris­ten ange­reist waren, der auf besag­tem Wacken Fes­ti­val weil­te.

Im Anschluss wur­de das Tem­po von den Hil­des­hei­mern Mæn­tis stark gedros­selt, denn die Band spiel­te ton­nen­schwe­ren Instru­men­tal-Doom und Slud­ge­core im Zeit­lu­pen­tem­po, der bewies, dass musi­ka­li­sche Här­te sich nicht zwangs­läu­fig durch hohe Geschwin­dig­keit defi­niert. Am Schlag­zeug saß übri­gens der gebür­ti­ge Mep­pe­ner Andy Krü­ßel, der vor eini­gen Jah­ren bei der Mep­pe­ner Band Angry Nepis aktiv war. Mit Mæn­tis fei­er­te er eine beein­dru­cken­de akus­ti­sche Wie­der­kehr in sei­ne Hei­mat­stadt.

Als letz­te Band waren Home Rea­red Meat ins Line-up gerutscht, die den Auf­tritt trotz ter­min­li­cher Pro­ble­me doch noch wahr­neh­men konn­ten. Die Anhän­ger­schaft freu­te es, denn als eine der kom­pro­miss­lo­ses­ten ems­län­di­schen Bands zele­brier­ten sie zum Abschluss eine fre­ne­ti­sche Grind­core­show, die sich selbst nie zu ernst nahm und so trotz aller Här­te für Spaß und sogar herz­li­che Lacher im Publi­kum sorg­te.

Wäh­rend in den letz­ten Mona­ten im Jam eher ande­re Musik­rich­tun­gen vor­herrsch­ten, erleb­ten die cir­ca 80 Metal­fans und Head­ban­ger bei tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren nach län­ge­rer Zeit mal wie­der einen abso­lut gelun­ge­nen Abend mit här­te­rer Musik. Das Kon­zert­pro­gramm im Jam wird ab Sep­tem­ber mit einem abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramm fort­ge­führt.