ANMELDUNGEN FÜR JAM CITY AB 3.9. MÖGLICH

Auch in die­sem Jahr füh­ren wir (zum 16. Mal!) wie­der unse­re Kin­der­spiel­stadt „JAM-City“ durch. Im Zeit­raum vom Mon­tag, 08.10.2019 — Don­ners­tag, 11.10.2019 kön­nen 110 Kin­der der 3.–6. Klas­se erle­ben, was zu einer rich­ti­gen Stadt so alles dazu­ge­hört. In der Sport­hal­le der Paul-Ger­hard-Schu­le Mep­pen kön­nen die Teil­neh­mer Beru­fe ergrei­fen, Geld ver­die­nen und aus­ge­ben sowie einen Stadt­rat samt Bür­ger­meis­ter wäh­len. Ver­an­stal­ter ist die Stadt Mep­pen Jugend­pfle­ge (JAM) in Koope­ra­ti­on mit der Mari­en­haus-Fach­schu­le für Sozi­al­we­sen, Mep­pen. Die Akti­on wird von den Mit­ar­bei­tern der städt. Jugend­pfle­ge (jam-Team), ca. 35 Tea­mern (ange­hen­de Erzie­her-/in­nen der Mari­en­haus-Schu­le und JAM-Jugend­lei­tern) betreut.

Wer teil­neh­men möch­te, kann sich ab dem 3.9.2019, 8:00 Uhr unter 05931–153436 oder per­sön­lich im JAM, An der Blei­che 3 anmel­den. Die Anmel­dung ist erst ver­bind­lich, wenn die Teil­neh­mer­ge­bühr inner­halb von drei Tagen nach Anmel­dung gezahlt wur­de und die Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung (unten auf die­ser Sei­te) her­un­ter. (Öff­nungs­zei­ten unter www.jam-meppen.de/oeffnungezeiten). Bit­te laden Sie unten auf die­ser Sei­te die Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung­her­un­ter, dru­cken es aus und brin­gen sie mit zur Anmel­dung!

Daten auf einen Blick:

Ort: Sport­hal­le der Paul-Ger­hard-Schu­le

Teil­neh­mer: Mep­pe­ner Kin­der der 3.–6. Klas­se, Aus­nah­me­re­ge­lun­gen im Sin­ne der Inklu­si­on mög­lich, Bera­tung unter Tele­fon 05931–153436

Zeit­raum: Diens­tag, 08.10.2019 — Frei­tag, 11.10.2019

Zei­ten: Diens­tag, Mitt­woch: 10:00 Uhr — 17:00 Uhr, Don­ners­tag: 14:00 Uhr — 23:00 Uhr, auf Wunsch inkl. Über­nach­tung, dann Abho­lung Frei­tag um 09:00 Uhr.

Kos­ten: 35,00 € (1. Kind), 25,00 € (ab 2. Kind in der Fami­lie oder Inha­ber der „Mach­mit-Card“) inkl. Ver­pfle­gung, Mate­ri­al, Betreu­ung.
För­de­rung über das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket des Land­krei­ses Ems­land mög­lich.

KLEINSTADTFESTIVAL GEHT IN DIE ZWEITE RUNDE: BEGRENZTES EARLY BIRD KONTINGENT VERFÜGBAR

Nach dem gro­ßen Erfolg des ers­ten Klein­stadt­fes­ti­vals Ende Juli im Mep­pe­ner Frei­bad haben die Ver­an­stal­ter, das Jugend- und Kul­tur­zen­trum Mep­pen und die „Klein­stadt­kin­der“ ange­kün­digt, das Event im kom­men­den Jahr zu wie­der­ho­len. Statt­fin­den soll das 2. Klein­stadt­fes­ti­val am 1.8.2020 und sicher­lich wie­der meh­re­re tau­send Besu­cher in die Kreis­stadt locken.
„Mit dem Ver­lauf der Erst­aus­ga­be des Fes­ti­vals waren wir äußerst zufrie­den und haben ein durch­weg posi­ti­ves Feed­back von Zuschau­ern und Bands erhal­ten“, resü­miert JAM-Lei­ter Kars­ten Stre­eck.“ „Es war äußerst beein­dru­ckend, was die fast 100 ehren­amt­li­chen Hel­fer da auf die Bei­de gestellt haben“,  so der Jugend­pfle­ger. An der ein oder ande­ren Stell­schrau­be soll noch gedreht und Klei­nig­kei­ten opti­miert wer­den. „Dem Ansturm beim Essens-Ver­kauf sind wir nicht ganz opti­mal gewach­sen gewe­sen“, so Cate­ring-Beauf­trag­ter Lukas Rot­ter und gibt zugleich Ideen zur Ver­bes­se­rung:  „wir pla­nen meh­re­re Aus­ga­be­stel­len und die Aus­wei­tung des kuli­na­ri­schen Ange­bo­tes“, so der Gas­tro­nom, der sich ehren­amt­lich bei den Klein­stadt­kin­dern enga­giert.

Konn­te in die­sem Jahr schon ein beein­dru­cken­des Band-Lin­eup gebo­ten wer­den, soll in 2020 noch ordent­lich drauf­ge­legt wer­den: „Wir ver­han­deln bereits auf Hoch­tou­ren mit ver­schie­de­nen Agen­tu­ren, um wie­der die bes­ten Liveacts nach Mep­pen zu holen“, berich­tet Boo­king-Beauf­trag­ter Jonas Egbers von den Ver­hand­lun­gen. An der Pro­gramm­aus­wahl waren im Vor­feld alle Hel­fer betei­ligt. So konn­te jeder der ehren­amt­lich Mit­wir­ken­den sei­ne Favo­ri­ten für das Linee­up 2020 vor­schla­gen. Aus den Ideen wird aktu­ell ein Musik­pro­gramm aus natio­na­len, inter­na­tio­na­len und loka­len Acts zusam­men­ge­stellt.

Obwohl noch kei­ne Bands ver­öf­fent­licht wur­den, star­tet am Frei­tag, den 16.8.2019 ab 12 Uhr der Ear­ly-Bird-Ticket­ver­kauf. Für nur 20 € kann man die ers­ten 500 Kar­ten zum Son­der­preis im JAM, bei TIM oder unter www.kleinstadtfestival.de erwer­ben.

GEFÜHLVOLLE FRAUENPOWER FÜHRT ZUM SIEG

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend fand der ers­te Mep­pe­ner Song Slam im Jam statt, bei dem Lean­der Karuso (Osna­brück), Tim Ger­rits (Müns­ter), Kira Hum­men (Bochum), Jone­then Fuchs (Dres­den) und Dalia Häßi­cke (Müns­ter) gegen­ein­an­der antra­ten. Der Mode­ra­tor Jens Kotal­la führ­te das Publi­kum durch den Abend.

Besu­cher der bis­he­ri­gen Poe­try Slams kann­ten das Pro­ze­de­re bereits, denn auch bei dem Song Slam tra­ten die ange­reis­ten Musiker/innen in meh­re­ren Run­den gegen­ein­an­der an. Das Publi­kum konn­te als Jury jeden Auf­tritt mit­hil­fe eines Punk­te­sys­tems bewer­ten und die Musiker/innen mit den meis­ten Punk­ten kamen in die nächs­te Run­de. Obwohl allen Auf­trit­ten kräf­ti­ger Applaus folg­te, bil­de­ten sich bereits nach der ers­ten Run­de Publi­kums­lieb­lin­ge her­aus, die sich dann auch mit Best­punkt­zahl bis ins Fina­le sin­gen konn­ten. So stan­den Kira Hum­men und Dalia Häßi­cke im Fina­le nach zwei Vor­run­den erneut auf der Büh­ne und san­gen um den Sieg.  Auch im Fina­le erhiel­ten bei­de Frau­en die glei­che Anzahl an Punk­ten, sodass sie sich den Sieg am Ende des Abends ver­dien­ter­ma­ßen teil­ten.

Die bei­den Gewin­ne­rin­nen zeig­ten sich am Ende der Ver­an­stal­tung begeis­tert:  „Ich habe mich gefreut, heu­te hier  im JAM in die­sem genia­len Ambi­en­te auf­tre­ten zu dür­fen“, resü­mier­te Dalia Häß­e­ke den Abend. Auch Mode­ra­tor Jens Kotal­la, der zuvor auch schon die Poe­try Slams am JAM mode­riert hat­te und nun das ers­te Mal durch den Song Slam führ­te, beton­te: „Ich hat­te wie­der ein­mal  Spaß an der Ver­an­stal­tung und hof­fe auch eine Fort­set­zung im nächs­ten Jahr“.

Der Song Slam ist also eine Ver­an­stal­tung, die Publi­kum und Musiker/innen glei­cher­ma­ßen Freu­de berei­te­te, und bedarf einer Wie­der­ho­lung.

STREETART STATT SCHMIEREREI

Der Skate­park am Bus­bahn­hof erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit. In den Nach­mit­tags- und Abend­stun­den sowie am Wochen­en­de üben und zei­gen etli­che Ska­ter ihre Tricks. Optisch war die Anla­ge zuletzt auf­grund von zahl­rei­chen Schmie­re­rei­en von Unbe­kann­ten lei­der kein Hin­gu­cker mehr – bis jetzt! Im Auf­trag der Stadt Mep­pen hat der Graf­fi­ti-Künst­ler Jan­nes Krüh­sel,  ali­as „AMOB“, die Anla­ge besprüht und so ein klei­nes Kunst­werk geschaf­fen.


Auf das Kon­zept „Streetart  statt Schmie­re­rei“ setz­te die Stadt Mep­pen bereits bei der Neu­ge­stal­tung der Fuß­gän­ger­un­ter­füh­rung am Bahn­hof. „Wir haben die Hoff­nung, dass Graf­fi­ti-Kunst von ange­se­he­nen Künst­lern den Van­da­lis­mus ein­schränkt“, sag­te Bür­ger­meis­ter Hel­mut Knur­bein. Der Künst­ler ist gebür­ti­ger Mep­pe­ner und hat bereits an eini­gen Pro­jek­ten zur För­de­rung der Mep­pe­ner Graf­fi­ti-Sze­ne mit­ge­ar­bei­tet. So hat er mit Unter­stüt­zung des Mep­pe­ner Jugend­fonds und des JAM vor eini­gen Jah­ren die Graf­fi­ti-Wand an der B70-Unter­füh­rung am Schul­len­damm initi­iert und damit eine freie und lega­le Mög­lich­keit zum Sprü­hen geschaf­fen.


Krüh­sel, der mitt­ler­wei­le Gra­fik-Design in Düs­sel­dorf stu­diert, konn­te auch für die­ses aktu­el­le Pro­jekt gewon­nen wer­den – und das rein ehren­amt­lich. Fahrt- und Mate­ri­al­kos­ten wur­den ihm erstat­tet. „Ich woll­te die Anla­ge mög­lichst bunt gestal­ten, um dem tris­ten Beton viel Far­be zu ver­lei­hen“,  sag­te der Stu­dent.  Wird beim klas­si­schen Graf­fi­ti in der Regel mit „Out­lines“, den schwar­zen Umran­dun­gen der Zeich­nun­gen, gear­bei­tet, ver­zich­tet Krüh­sel bei die­sem Pro­jekt gleich ganz dar­auf. Die Far­ben und For­men flie­ßen inein­an­der über, die Kon­tu­ren ver­schwin­den. Zwi­schen den For­men sind Buch­sta­ben zu erken­nen. Sie erge­ben den Künst­ler­na­men „AMOB“. „Ich pro­bie­re mich oft neu aus, momen­tan arbei­te­te ich ger­ne in die­ser Art und Wei­se“, so der jun­ge Künst­ler. Das far­ben­fro­he Ergeb­nis sei­ner Arbeit ist bereits von der Blei­che aus zu erken­nen und wird hof­fent­lich lan­ge Bestand haben.

1.8.2020: TERMIN FÜR DAS NÄCHSTE KSF STEHT!

Nach dem gran­dio­sen Erfolg der ers­ten Auf­la­ge des Klein­stadt­fes­ti­vals in Mep­pen geben wir hier­mit fei­er­lich den Fol­ge­ter­min in 2020 bekannt! Am 1. August soll­tet ihr euch nichts ande­res vor­neh­men und eue­re Urlaubs­plä­ne danach rich­ten. Das Lin­eup wer­den wir in den nächs­ten Mona­ten stück­wei­se bekannt­ge­ben.

Wir freu­en uns!!

KLEINSTADTFESTIVAL IN MEPPEN FEIERT FURIOSE PREMIERE

(Aus der NOZ: Tim Gal­lan­di  Bernd Fischer)
Ein Tag statt zwei Aben­de, zwölf Bands, elf Stun­den Musik – und 2500 Besu­cher und Mit­wir­ken­de waren dabei: Das Mep­pe­ner Klein­stadt­fes­ti­val als ver­grö­ßer­te Ver­si­on des frü­he­ren Klein­stadt­fes­tes hat auf dem Frei­bad­ge­län­de am Jam eine Pre­mie­re gefei­ert, die aller­hand Ver­gnü­gen berei­te­te.

Das Schuh­werk reich­te von Chucks bis Bir­ken­stocks, die T‑S­hirt-Logos ver­wie­sen auf Ramo­nes und Buz­zcocks, Metal­li­ca und Dead Ken­ne­dys, Beat­les und Wacken. Ein sehr viel­fäl­ti­ges Publi­kum hat­te sich am Sams­tag zwi­schen Jam und Frei­bad in Mep­pen ein­ge­fun­den. Das Mep­pe­ner Jugend­zen­trum Jam und die Klein­stadt­kin­der – ein Team aus gut und ger­ne 80 Ehren­amt­li­chen – brach­ten sie zusam­men. Der Hit­ze­wel­le zum Trotz wur­de aus­gie­big getanzt. So aus­gie­big, dass bis in den Abend hin­ein ab und zu Was­ser aus dem Schlauch Abküh­lung berei­ten muss­te.

Hel­fer, Spon­so­ren, Gäs­te und Bands mit­ge­rech­net, waren nach Ver­an­stal­ter-Anga­ben rund 2500 Leu­te auf dem Gelän­de. Bes­tes Fes­ti­val­wet­ter, fried­li­che, ent­spann­te Atmo­sphä­re vor dem Pan­ora­ma der Stadt­wall-Bäu­me – am Drum­her­um stimm­te nahe­zu alles. Nicht opti­mal war allein eine logis­ti­sche Sache: Wäh­rend die Geträn­ke-Ver­sor­gung pro­blem­los ver­lief, gab es ledig­lich einen ein­zi­gen Essens­stand; zu lan­ge Schlan­gen und War­te­zei­ten waren die Fol­ge. Das kann bes­ser wer­den.

Band für Band

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Bei Tem­pe­ra­tu­ren von knapp über 30 Grad Cel­si­us waren The Hawai­ians mit ihrem tro­pi­schen Band­na­men offen­sicht­lich der per­fek­te Ope­ner. Den eigent­li­chen undank­ba­ren Platz als ers­te Band wuss­te Front­mann Bep­po Ama­ret­to mit Augen­zwin­kern zu neh­men: „Wir wer­den eine Head­liner-Show spie­len, nur halt als ers­tes!“ Dem­entspre­chend zock­te das Trio aus Wes­ter­kap­peln und Mep­pen in 30 Minu­ten ohne nen­nens­wer­te Pau­se sport­li­che 16 Lie­der und bescher­te den frü­hen Besu­chern mit einem Mix aus Ramo­nes-inspi­rier­tem Drei-Akkord-Punk­rock und Six­ties-Bub­ble­gum-Sound bereits eini­ge Sing­a­longs und Ohr­wür­mer. Als Gast wur­de in der ers­ten Rei­he unter ande­rem Gui­do Donot gesich­tet.

Der Sound änder­te sich anschlie­ßend mit Eisen­karl, der Mep­pe­ner Insti­tu­ti­on im Bereich Metal- und Hard­rock-Cover. Erst im Mai hat­te sich die Band vom alten Front­mann getrennt, es durf­te also vor­ab gerät­selt wer­den wer beim Klein­stadt­fes­ti­val für das Mikro­fon zustän­dig sein wür­de. Letzt­end­lich teil­ten sich die Gitar­rist Domi­nik und Bas­sist Nil­le alle Gesän­ge in einem Klas­si­ker­set und mach­ten das auch ganz beacht­lich. Ohne­hin konn­ten sich Eisen­karl auch an die­sem Tag auf ihre Mep­pe­ner Fan­ba­se ver­las­sen, sodass trotz Som­mer­hit­ze ers­te ech­te Par­ty­stim­mung auf­kam. Der neue Sän­ger wird sei­ne Feu­er­tau­fe übri­gens Ende des Jah­res beim Christ­mas Metal Mee­ting haben, der Vor­ver­kauf dafür beginnt am 1. August.

Wei­ter ging es mit den Mep­pen­ern Against Ran­dy, die sozu­sa­gen zum Inven­tar gehö­ren. Sie haben seit 2013 bei jedem Klein­stadt­fest gespielt und gin­gen folg­lich am Sams­tag in „das ver­flix­te sieb­te Jahr“. Die Jungs absol­vier­ten den Auf­tritt mit ihrem par­ty­taug­li­chen Alter­na­ti­ve­rock aber natür­lich cool wie immer und gaben damit qua­si bereits die Visi­ten­kar­te für 2020 ab.

Kleinstadtfestival Meppen

Mit Hi! Spen­cer folg­ten eben­falls alte Bekann­te. Die Osna­brü­cker Band war bereits 2017 auf dem Klein­stadt­fest zu Gast und spiel­te noch im Mai die­sen Jah­res eine erfolg­rei­che Club­show im Jam. Auch am Sams­tag zün­de­te ihr deutsch­spra­chi­ger Indie­punk sehr gut, und es war zu mer­ken, dass vie­le Zuschau­er wegen ihnen ange­reist waren. Sän­ger Sven Bens­mann ist über­re­gio­nal auch als Come­di­an bekannt und wird im März 2020 die sechs­te Auf­la­ge der Mep­pe­ner Klein­stadt­co­me­dy prä­sen­tie­ren.

Als Nächs­tes gab sich ein Mann mit klang­vol­lem (Künstler-)Namen die Ehre. CJ Ramo­ne war in der Spät­pha­se der New Yor­ker Punk­rock-Iko­nen Ramo­nes deren Bas­sist; nun hält er deren musi­ka­li­sches Erbe lebendig.Ergänzt durch eine Hand­voll eige­ne Songs wie “Stand Up”, jag­ten CJ und sei­ne Band vor­wie­gend durch die klas­si­sche Ramo­nes-Ära der spä­ten 70er und frü­hen 80er – und das eben­so läs­sig wie atem­be­rau­bend tem­po­reich: “Rocka­way Beach”, “Com­man­do”, “I Wan­na Be Seda­ted”, “Blitz­krieg Bop”, alles dabei. Das Publi­kum ging begeis­tert mit, und im Pogo-Mosh­pit vor der Büh­ne wur­de reich­lich Staub auf­ge­wir­belt.

Das Hip-Hop-Ban­ner hiel­ten anschlie­ßend Wee­kend und sei­ne Crew hoch. Der Gel­sen­kir­che­ner, bür­ger­lich Chris­toph Wie­gand, stell­te denn auch zu Anfang fest: “Wir sind die ver­rück­ten Rap­per, die sich auf ein Punk­kon­zert trauen.”Im neu­en Jam war Wee­kend schon bei des­sen Eröff­nung 2017 auf­ge­tre­ten, und auch dies­mal zele­brier­te er Nor­ma­li­tät und Beschei­den­heit als Anti­the­se zum prot­zen­den Gangs­ta-Rap. Und skan­dier­te: “Das hier ist Leben wie auf Klas­sen­fahrt.” Sei­ner Auf­for­de­rung, ein paar Hip-Hop-Moves zu machen, kam die Men­ge ohne Zögern nach. “Yeah, und schon ist es ein Hip-Hop-Kon­zert”, kom­men­tier­te Wee­kend.

Black Fea­thers” und “Tur­ning Shadows” hat­te es mehr als drei Jah­re nicht mehr live in der Regi­on zu hören gege­ben. Beim Klein­stadt­fes­ti­val, an dem sie zum ers­ten Mal mit­wirk­ten, änder­ten Razz die­sen Umstand. Das Ohr­wurm-erzeu­gen­de Riff von “Could Sleep” eröff­ne­te die Show, mit der die über­re­gio­nal bekann­tes­te Band aus dem Ems­land, inzwi­schen in Ber­lin ansäs­sig, ihr Wie­der­se­hen mit den Fans in der alten Hei­mat fei­er­te.

Für die­se gab es ein Wie­der­hö­ren mit dem gerad­li­ni­gen Indie­rock samt ein paar Elek­tro-Ein­flüs­sen, dazu als Signa­tur-Ele­ment Niklas Kei­sers ein­präg­sa­me Stim­me. Neben Bekann­tem wie “Let It In, Let It Out” prä­sen­tier­ten Razz auch Kost­pro­ben neu­er Stü­cke, denn sie arbei­ten an ihrem drit­ten Stu­dio­al­bum.

Abge­se­hen von CJ Ramo­ne, der aber gera­de auf Deutsch­land­tour war, hat­ten Itchy den wei­tes­ten Weg nach Mep­pen zurück­ge­legt: aus dem schwä­bi­schen Eis­lin­gen an der Fils. Und anders als Razz bei deren Heim­spiel muss­te sich das Trio, obwohl Head­liner, nach eige­nem Bekun­den “die Aner­ken­nung erst erspie­len”.

Das fiel ihnen mit ener­gie­ge­la­de­nen Indierock­songs zum Mit­fei­ern – à la “Why Still Bother” – vor einer Men­ge text­si­che­rer Fans nicht schwer. Für das sozi­al­kri­ti­sche “The Sea” mach­ten Gitar­rist Sib­bi und Bas­sist Pan­zer einen Aus­flug ins Publi­kum, spann­ten Kon­zert­be­su­cher Roland ein, der schon bei CJ Ramo­ne uner­müd­lich ein “Gab­ba Gab­ba Hey”-Schild geschwenkt hat­te, und brach­ten die Men­ge zu einer Art Sit-in inklu­si­ve Smart­pho­ne-Lich­tern.

Mit einem von Ska- und Reg­gae-Ele­men­ten durch­zo­ge­nen Punk­rock-Kon­zert, das die Mas­se ein­mal mehr zum Tan­zen brach­te, war­te­ten Son­da­schu­le auf. Die Trup­pe aus dem Ruhr­ge­biet um Front­mann Cos­ta Can­na­bis pro­pa­gier­te musi­ka­lisch eine nur schein­bar “Schö­ne neue Welt”, nahm mit in die nach ihrem Emp­fin­den welt­schöns­te Stadt “Ams­ter­dam” und trau­er­te im melan­cho­li­schen “RIP Audio” der ana­lo­gen Musik­welt nach.

Wäh­rend sich all das auf der Haupt­büh­ne und drum­her­um abspiel­te, über­brück­ten auf der benach­bar­ten Con­tai­ner­büh­ne Acoustic Steel und Civil Cou­ra­ge die Zeit wäh­rend der Umbau­pau­sen. Acoustic Steel boten akus­ti­sche Ver­sio­nen von Rock- und Metal-Klas­si­kern, von Jour­neys “Don’t Stop Belie­vin’” bis zum vom Publi­kum inbrüns­tig mit­ge­sun­ge­nen “Das Schlimms­te ist, wenn das Bier alle ist” von Die Kas­sie­rer.

Civil Cou­ra­ge aus Läh­den wie­der­um spiel­ten unter ande­rem das Titel­stück ihres Albums “Wie Bud Spen­cer und Terence Hill”, lie­ßen mit “Blau-Wei­ße Macht” die Fans des SV Mep­pen schwel­gen und cover­ten den Ärz­te-Klas­si­ker “Schrei nach Lie­be”.

Das Fina­le bestrit­ten dann Mont­re­al. Die drei Han­sea­ten schleu­der­ten flot­ten Punk­rock in die Men­ge, beschwo­ren die “Walk­man Revo­lu­ti­on”, erklär­ten “Kino” zur unge­eig­nets­ten Aus­geh-Opti­on am Wochen­en­de. Am lau­tes­ten mit­ge­sun­gen wur­de indes ihr eigen­wil­li­ges Cover­stück “Katha­ri­ne, Katha­ri­ne”.

Ein amt­li­cher Abschluss nach elf Fes­ti­val­stun­den. Ger­ne wie­der – das gilt für Mont­re­als Gig wie für das Klein­stadt­fes­ti­val ins­ge­samt.

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28.8.2021: KLEINSTADTFESTIVAL 2021

Nach dem gro­ßen Erfolg des ers­ten Klein­stadt­fes­ti­vals Ende Juli 2019 im Mep­pe­ner Frei­bad haben die Ver­an­stal­ter, das JAM Jugend- und Kul­tur­zen­trum der Stadt Mep­pen und die „Klein­stadt­kin­der“ ange­kün­digt, das Event im kom­men­den Jahr zu wie­der­ho­len.
Statt­fin­den soll­te das 2. Klein­stadt­fes­ti­val eigent­lich am 1.8.2020. Durch das Ver­an­stal­tungs­ver­bot durch die Coro­na-Kri­se wur­de das Fes­ti­val auf den 28.8.2021 ver­legt.

Prä­sen­tiert und unter­stützt wird das Event erneut von ELA-Con­tai­ner. Zahl­rei­che wei­te­re Spon­so­ren, wie die OLB-Olden­bur­gi­sche Lan­des­bank, Euro­nics Mös­ker, Oehm-Bau­un­ter­neh­men, Berg­mann-Maschi­nen­bau, Licht­strom, Wocken-Indus­trie­part­ner, Höl­scher-Was­ser­bau und die Lan­fer-Aka­de­mie för­dern eben­falls.

Mit dem Ver­lauf der Erst­aus­ga­be des Fes­ti­vals waren die Ver­an­stal­ter äußerst zufrie­den und haben ein durch­weg posi­ti­ves Feed­back von Zuschau­ern und Bands erhal­ten. Rund 100 ehren­amt­li­che Hel­fer haben ein Fes­ti­val der Extra­klas­se in der ems­län­di­schen Kreis­stadt auf die Bei­ne gestellt.
Konn­te in 2019 schon ein beein­dru­cken­des Band-Lin­eup gebo­ten wer­den, soll in 2021 noch ordent­lich drauf­ge­legt wer­den: So ist es gelun­gen, MADSEN als Head­liner der Ver­an­stal­tung gewin­nen zu kön­nen, eine Band, die ansons­ten im Abend­pro­gramm bei den größ­ten natio­na­len Fes­ti­vals (Hur­ri­ca­ne, Deich­brand, Rock am Ring, etc.) auf­tritt und der es immer gelingt, bei Groß­ver­an­stal­tun­gen ihre Besu­cher zu begeis­tern.

Ins­ge­samt zehn Künst­ler und Bands bie­ten einen bun­ter Gen­re­mix aus Rock, Punk­rock und Hip­hop.

Mit MEGALOH bie­tet das Fes­ti­val einen renom­mier­ten Hip­hop-Act, der auch die Freun­de des Sprech­ge­sangs anzie­hen dürf­te. Auch die Jungs von KMPFSPRT sind am Start.

Wei­te­re Acts, u.a. die Co-Head­liner und natür­lich wie­der eini­ge regio­na­le Bands, wer­den noch bekannt gege­ben.

Auch logis­tisch wird eine ordent­li­che Schüp­pe drauf­ge­legt. Eine grö­ße­re Büh­ne und eine deut­lich auf­ge­wer­te­te Ton- und Licht­an­la­ge sor­gen für rich­ti­ges Festival-Feeling!Tickets gibt es für 25 € im JAM, bei TIM oder HIER! Schü­ler bekom­men ermä­ßig­te Tickets (nur im JAM gegen Vor­la­ge eines Schü­ler­aus­wei­ses).